Das Mahnmal am Rande des Tiergartens

Nun ist es endlich enthüllt, das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen! Seit 13:00 Uhr kann man am Rande des Tiergartens, gleich gegenüber des Stelenfeldes des Mahnmals der ermordeten Juden Europas, in einer Stele ein Video sehen, das zwei sich küssende Männer zeigt, das nach dem Entwurf des dänisch-norwegischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset geschaffen wurde. Ganz schön viel Andrang heute, das kleine Zelt konnte gerade einmal die 400 geladenen Gäste aufnehmen. Gekommen waren aber mehr als tausend! Es sprachen: Dröge und verbissen Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neuman und leider etwas neben der Spur seinen Text erzählend, der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Einzig Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes sowie Albert Eckert, Sprecher der Initiative “Der homosexuellen NS-Opfer gedenken” konnten mich mit ihren Reden berühren. Dank geht auch an Linda Freimane vom International Lesbian and Gay Association die für ein wenig Internationalität sorgte.

Ich entdeckte Holger Wicht von Timm TV. Der nästelte, mit Kameramann im Rücken, auch schon wild mit dem Mikrofon herum, wohl sein erster Außeneinsatz und er interviewte mit geschickten Fragen den sich etwas windenden Staatsminister Neumann. Auf die Aufnahmen bin ich gespannt! Mich wunderte sowieso das soviel Fernsehteams anwesend waren. Dieses Mahnmal erregt also doch großes Interesse. Alles verlief sehr würdevoll! Das Mahnmal gefällt mir und die Umsetzung finde ich gelungen. Ach hier hat man, wie drüben am anderen Mahnmal nicht darauf verzichtet, einen Graffiti Schutz anzubringen! Möge es verschont bleiben, ein frommer Wunsch, ich weiß! Ich denke das viele Menschen das Mahnmal besuchen werden, denn durch die Öffnung für den Bildschirm wird man neugierig was das denn da sein könnte. Eine große Tafel ist am Wegesrand aufgestellt, die das Mahnmal erklärt.
Mehr Infos auch auf der Seite Gedenkort.

7 Kommentare zu “Das Mahnmal am Rande des Tiergartens”

  1. ondamaris » Blog Archiv » Worte und Küsse

    [...] (anders als die Pressemitteilung der Bundesregierung). “Dröge und verbissen”, meint antiteilchen. ‘Homosexuelle’, dieses Wort immerhin kam ihm mehrfach über die Lippen, es war wohl [...]

  2. HonigbaerliNo Gravatar

    Da wird ja sehr rege darüber berichtet..finde ich super toll bin ja auch ein Berlinfan und oft mal da werde mich da wohl bald mal wieder blicken lassen!!

    hier mein Post zum Thema:

    http://www.honigbaerli.eu/2008/05/27/mahnmal-fur-die-im-nationalsozialismus-verfolgten-homosexuellen-der-offentlichkeit-ubergeben/

  3. AnsgarNo Gravatar

    Was soll man denn bitte davon halten: http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=4676862.html

  4. antiteilchenNo Gravatar

    @Ansgar

    Der schimpft sich also Historiker! Dummheit kommt halt überall vor! Der Mann sollte sich schämen!

  5. englNo Gravatar

    ich versteh den sinn nicht ganz.

    “Die verfolgten Schwulen und Lesben seien „ausschließlich Deutsche“ gewesen …”

    und die verfolgten juden waren franzosen, niederländer, polen, tschechen, polen, deutsche usw. und? was soll mir das sagen?

  6. antiteilchenNo Gravatar

    @engl
    So eine Meldung kann auch nur das Springer-Drecks-Blatt Bild bringen!

  7. lieber_katerNo Gravatar

    wer wird sich denn über springer noch aufregen? wer die bild liest, hat sie auch verdient und wird sich auch ohne sie nicht den horizont öffnen lassen. auch, wenns schade ist.

    aber @antiteilchen, was ist so toll an der umsetzung des gedenkens in form eines betonklotzes? der knutschfilm in innern ist ja ganz schön, aber die äußere erscheinung? naja, is halt kunst …

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