Ich habe den Frühling gesehen
Schon der Anflug auf den Flughafen von Palermo bot ein kleines Naturschauspiel, die hoch aufragenden Berge Siziliens. Als wir das Flugzeug verließen, schlug uns gleich der Frühling um die Ohren. Alles grün, die Felder die Wiesen die Bäume im satten fetten Grün. Knapp 18 bis 20 Grad und viel Sonne begrüßten uns.
Die Fahrt in Palermos Innenstadt war schnell erledigt und mit fünf Euro recht günstig. Palermo ist eine laute Stadt, ja man kann fast von Palärmo sprechen. Zwei große Straßen ziehen sich durch die Stadt und bilden so eine Achse, auf dem der Verkehr mit sehr lautem Geräusch permanent vorhanden ist. Zebrastreifen dienen der Dekoration des Straßenbelages und man muss schon eine gehörige Portionen Mut aufbringen einfach loszugehen um die andere Straßenseite zu erreichen. Dabei vollzieht sich ein Augenspiel des Mutigen der es wagt die Fahrbahn zu betreten mit dem mobilen Beherrscher des Asphalts. Man setzt am besten einen devoten Blick auf und versucht sein Glück.
Am nächsten Tag ging es mit dem Überland-Bus nach Catania, Siziliens zweitgrößte Stadt und direkt am Ätna gelegen. Auch hier das Muster der zwei Straßenachsen und wieder viel Mut! Von dort gleich weiter mit dem Bus nach Taormina, der Insel beliebtestes Ausflugsziel, da von dort der Blick auf den Ätna ganz fantastisch ist. Nebenbei ist es auch noch ein schmuckes Dörfchen, das sich elegant an einen Berg schmiegt. Traumhaften Sonnenuntergang mit Blick auf den Ätna genossen und zum Glück noch ein Hotelzimmer ergattert.
Am dritten Tag eine dreistündige Rundfahrt mit der Ferrovia Circumetnea fast ganz um den riesigen Vulkan gemacht. Dabei verschiedene Vegetationsstufen erlebt, viel Lava erblickt und immer wieder den Ätna aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können. Am Abend Rückfahrt mit dem Überland-Bus nach Palermo. Ganz Müde.
Der vierte Tag unserer Reise brachte uns nach Cefalú, einem beliebten Badeort, etwa eine Stunde mit der Bahn von Palermo entfernt. Pittoreske Altstadt mit herrlichem normannischen Dom, den Roger II erbauen ließ. Trafen Sprachreisende Freunde und labten uns an echtem italienischem Capuccino, nicht dieses Gebräu was man uns hier in Berlin immer wieder vorsetzt. Oft genossen wir die warmen Temperaturen und die Blütenpracht, die jetzt schon ihren Zauber zeigte. Wir haben viel Kraft getankt für die Zeit im grauen Berlin bis auch dort der Frühling erwacht.
Am Abreisetag noch einmal Palermo unter die Lupe genommen, Kathedrale, Oper, Botanischer Garten und die kleinen Gässchen neben den Hauptstraßen. Es gibt wirklich verwunschene Ecken dort. Das quirlige Leben dieser Stadt wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich kann Sizilien im Februar nur wärmstens als Reiseziel empfehlen!
am 19. Februar 2007 um 14:48 Uhr.
Stimmt! Aber Palermo ist wirklich Palärmo, um dein schönes Wortspiel an dieser Stelle noch einmal zu erwähnen.
am 20. Februar 2007 um 20:42 Uhr.
also, wenn das neidisch machen soll….chapeau.
-wenigstens war´s auch schön laut, hähä.
am 20. Februar 2007 um 23:32 Uhr.
@Felix
Du konntest dich ja selbst davon überzeugen
@malles
Der Krach wurde von den schönen Eindrücken übertönt
am 21. Februar 2007 um 14:54 Uhr.
Du machst mich ganz neidisch!!!!
Ich bin in Catania aufgewachsen und erst mit 12 nach Deutschland gezogen, aber mich zieht es immer wieder in meine Heimat zurück. War erst im Dezember 1 Woche dort und habe es wie immer genossen: das Meer, der lange Strand, das gute Essen, guter Wein etc.
Einfach ein Traum diese Insel!!!
am 21. Februar 2007 um 17:53 Uhr.
neid, da hockt man im tristen berlin, und herr antiteilchen weilt im sonnigen süden …
taormina - den herrn glöden getroffen? da sind ja die wahrscheinlich ersten homo-photographien entstanden, vor vielen vielen jahren, mit den propperen sizilianischen jungs…
lg ulli
am 21. Februar 2007 um 22:16 Uhr.
Ja genau der Herr Glöden
Da liefen aber auch sehr hübsche Männer rum!