Rollende Computer

antiteilchen am 6. Januar 2009 um 18:55

Es knarrzt heute aus dem Lautsprecher: “Aufgrund von Witterungseinflüssen verkehren die S-Bahnen heute in unregelmäßigen Abständen. Wir bitten um ihr Verständnis!” Ich stehe schon geschlagene 20 Minuten in der Eiseskälte auf dem S-Bahnsteig! Nein, mein Verständnis bekommt Ihr nicht! Da sind es gerade einmal ein paar Grad unter Null und Eure Stinkschläuche geben den Geist auf. Originalton von S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz heute in der Online Ausgabe meiner Zeitung des Vertrauens: “Die Züge sind rollende Computer, wenn da nur eine Komponente nicht stimmt, fallen sie aus”. Muahaha…..

Logopädische Gemeinheit

antiteilchen am 5. Januar 2009 um 19:17

schnatterente1

Die Latte liegt hoch!

Oybin

antiteilchen am 4. Januar 2009 um 13:35

Von Görlitz aus machten wir einen Ausflug nach Oybin. In Zittau stiegen wir auf die Zittauer Schmalspurbahn um, die uns schnaufend und mit viel Dampf in das Zittauer Gebirge zog. Oybin ist wirklich ein etwas märchenhafter Ort mit gewaltigen Sandsteinbergen und liegt am Ende der Schmalspurstrecke. Die Luft hier oben ist herrlich frisch! Der imposante Burgberg bot bereits Caspar David Friedrich genügend Inspiration für seine traumhaften Bilder. Erstaunlich was die Baumeister im 12. Jahrhundert schon bewerkstelligen konnten! Der Ausflug lohnt sich in jedem Falle, schon die Fahrt mit der Dampflokomotive ist ein Spaß!

Hier ein kleiner Einblick: Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:

Görlitz

antiteilchen am 3. Januar 2009 um 16:18

Frohes Neues übrigens! Waren Sie schon einmal in Görlitz? Nicht? Schade, Sie haben bisher etwas verpasst!  Den Jahreswechsel verbrachten Felix und ich in diesem pittoresken Städtchen an der Neisse. In einem Gründerzeithaus am Wilhelmplatz,  residierten wir auf herrschaftlichen 120 qm. Die Stadt, die östlichste Deutschlands,  bietet unzählige historische Bauten, ist sie doch glücklicherweise im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört worden. 3500 Denkmäler hat Görlitz zu bieten, so viel wie keine andere Stadt Deutschlands! Vom Mittelalter über die Renaissance, von Gotik bis Barock zu Klassizismus und Jugendstil ist hier alles vertreten.

Es macht Spaß durch die Gassen zu schlendern, sicherlich im Sommer noch mehr als wie wir es im eiskalten Winter taten. Allein das Gründerzeitviertel ist riesig! Eine in dieser Fülle vorhandene alte Bausubstanz habe ich noch nie gesehen. Ganze Straßenzüge sind komplett erhalten. Teils saniert, teils vom Verfall bedroht. 6000 Wohnungen stehen in Görlitz leer und wenn man die Augen nach oben richtet, hängen an fast jedem Haus Vermietungsschilder. Als Erklärung für diesen gigantischen Leerstand sei die Arbeitslosenquote von mehr als 20 Prozent genannt und der daraus resultierende Wegzug der Menschen. Viele Menschen leben noch in den alten Plattenbauten am Rande der Stadt und wollen dort, mir etwas unverständlich, auch nicht weg. Seit kurzem jedoch gibt es wieder mehr Zuzug als Wegzug. Es kommen Rentner, meist aus dem Westen, die sich Görlitz als Altersruhesitz auserkoren haben. Verständlich, bei der Schönheit dieser Stadt und den extrem günstigen Mieten. Allerdings war Görlitz schon zu Preußens Zeiten ein Altersruhesitz für Beamte. Es wurde damals auch schon spöttisch Pensionopolis genannt.

Görlitz war einst Teil von Schlesien. Dieses Schlesien war für mich immer das Land, wo diese etwas komischen reaktionären Landsmannschaften herkamen. Nach dem Besuch des Schlesischen Museums in Görlitz, was ich Ihnen wärmstens ans Herz lege, bin ich nun eines Besseren belehrt, jedenfalls was das Land angeht. Schlesien war schon immer ein begehrtes Gebiet, von Polen, Tschechen, Österreichern, Sachsen und von Preußen und nie konnte man es einem Land richtig zuordnen. Es wurde zwar mehrheitlich Deutsch gesprochen aber kulturell hatte es viele Einflüsse. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Deutschen aus Schlesien vertrieben und das Land gehört heute größtenteils zu Polen und kleine Teile zu Tschechien und Deutschland. Görlitz wurde zur Grenzstadt zu Polen und versank für 40 Jahre ins Tal der Ahnungslosen in der DDR. Seit 1989 wird restauriert was das Zeug hält und Görlitz erstrahlt wieder in alter Pracht!

Hier ein kleiner Blick auf die Stadt. Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:

Driving Home for Christmas

antiteilchen am 17. Dezember 2008 um 16:59

Still und starr ruht das Blog. Zumindest bis zum 03. Janur 2009! Die Familie ruft mich zum Weihnachtsfest in alte Gefilde, Freunde wollen besucht sein und die Bahn will auch ihr Geld verdienen! Ein Besuch in Görlitz über das Neujahrsfest, bringt Felix und mir den Süd-Osten der Republik sicherlich etwas näher. Was bleibt Blogmäßig zu 2008 zu sagen? Das man Menschen über dieses Medium Blog treffen kann, die einem mit ihren Einstellungen zum Leben sehr zum Nachdenken angeregt haben. Ich bedanke mich bei allen Lesern und Kommentatoren, dass sie mir treu geblieben sind, ob nun über den Feed oder das tägliche Anklicken! Ich bedanke mich bei den Menschen die in meiner Blogroll vetreten sind, für all die nachdenklichen sinnlichen lustigen und den Horizont erweiternden Artikel, ohne die mir sicherlich etwas fehlen würde! Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr Euch allen!

Milchschaum kostenlos

antiteilchen am 14. Dezember 2008 um 18:19

Gezielte Werbung für Kleinwüchsige?

Schmatzender Pfirsich

antiteilchen am 9. Dezember 2008 um 20:00

Das beschauliche Coesfeld wirbt mit dem Tourismus-Spruch “Coesfeld, langweilig ist es nur woanders…” Was die Begegnung mit den hoch geschätzen Blogger-Kollegen am vergangenen Wochenende beim Clamix angeht, stimmt dies voll und ganz! Vorzüglich untergebracht und mit einem sonnigen Stadtrundgang am Sonntag beehrt, plauderten wir schon am Samstag gut gestärkt bis tief in die Nacht. Es gab Geschenke, schokoladige Nikolause (heißt wohl so, jedenfalls nicht Nikoläuse!) und selbst gebackene Plätzchen über Regenschirme bis hin zu Geschmacks-Gleitgel mit dem bezaubernden Namen “Schmatzender Pfirsich” vom Ulli! Fein war das, danke Claus für das schöne Wochenende!

Nachtrag: Aus mir unerklärlichen Gründen habe ich den sehr informativen Besuch des Jüdischen Museums Westfalen am Samstag in Dorsten unterschlagen!

Oh Maria

antiteilchen am 3. Dezember 2008 um 01:48

Maria Stuart, Königin von Schottland verlor heute Abend in Potsdam ihren Kopf und ich habe es jetzt schwer im Nacken, aber dazu später. Wir sind wohl in die Kindervorstellung des Hans-Otto-Theaters geraten, denn große Teile des Publikums war nicht nur von der Alterstruktur her eher ein Kindergarten, sondern auch vom Verhalten. Viele Jugendliche haben das Stück einfach nicht verstanden, lachten und kicherten an den falschen Stellen. Gleich neben mir ein Backfisch, der es vorzog, das nach der Pause mitgenommene Informationsmaterial genüßlich zu lesen und sehr laut durchzublättern. Andere wiederum beschäftigten sich derweil lautstark mit ihren Brillenetuis.Wenn sie kein Interesse am Stück hatten, warum waren sie dann nach der Pause noch im Saal? Zwang? War uns vielleicht nicht aufgefallen das hier mehrere Schulklassen anwesend waren und sie bleiben mussten? Zu allem Übel hatte ich natürlich wieder den größten Kopf im Saal genau vor mir. Ich habe immer so ein Glück! Dieser riesige Kopf wackelte dann auch ständig hin und her und ich habe es mir da eben schwer im Nacken geholt.

Höhepunkt des mich arg verstörenden Publikums, der Moment, wo Mortimer, erfrischend gespielt von  Ulrich Rechenbach, vermeintlicher Retter Marias, den Grafen von Leicester küsst, bevor er sich das Leben nimmt. Ein Raunen und aufgeregtes Geplapper geht durch den Saal, bäh und igitt Rufe erschallen im Gemäuer! Ich bin entsetzt! Mich überkommt das Gefühl, in einem, was das Publikum betrifft, Provinz Theater zu sitzen und nicht in einem Theater einer Landeshauptstadt. Ich drehe mich um ins Publikum und setze den fiesesten Blick auf den ich zu bieten habe! Die, die mich ansehen, schauen pikiert zurück. Wo sind wir hier gelandet?

Zur Aufführung selbst kann ich sagen, solide gemacht. Unterhaltsam, sogar mit sehr starken Momenten, wenn etwa Königin Elisabeth I, beeindruckend gespielt von Katharina Thalbach, Königin Maria, überzeugend gespielt von Anne Lebinsky, persönlich in Augenschein nimmt um zu ergründen was an ihrer viel beschworenen Schönheit denn nun wirklich dran ist. Das geht dann bis zur Brustwarze. Thalbach und Lebinsky sind dann auch die Beiden, die mich mit ihrem Spiel besonders gefesselt haben. Neumodische Inszenierungen liegen uns nicht, wir sind eher für die klassische Darbietung, da muss die Leistung vom Spiel herkommen und nicht von albernen Regie-Mätzchen, wie leider in einer Szene auch in diesem Stück. Zum Glück die Einzige! Mortimer und Maria stürzen ins Publikum und spielen eine zeitlang im Mittelgang. Überflüssig wie ein Kropf! Außerdem hatte ich es eh schon im Nacken!

Neues Hans-Otto-Theater Potsdam

Vorstellungen noch am:
07. Dezember ’08 17 Uhr
11. Dezember ’08 19.30 Uhr
12. Dezember ’08 19.30 Uhr
19. Dezember ’08 19.30 Uhr
10. Januar ’09 19.30 Uhr
26. Januar ’09 19.30 Uhr

Rohrpost-Letzttag

antiteilchen am 1. Dezember 2008 um 17:04

Am Sonntag nutzten wir die wohl letzte Gelegenheit um im Haus des ehemaligen Haupttelegraphenamtes in der Oranienburger Straße die letzten Reste der Rohrpostanlage zu besichtigen. Der Verein Berliner Unterwelten e. V. bot dort bis Ende November 2008 Führungen an. Früh vor Ort umgingen wir die lange Schlange die sich bis 12:45 Uhr vor dem Eingang des Gebäudes angesammelt hatte. Der Andrang war groß, weiß man doch nicht, wann oder ob überhaupt die Anlage jemals wieder zu besichtigen ist. Der Gebäudekomplex ist an einen Investor verkauft worden der daraus, nun raten Sie mal, ein Luxushotel machen will. Ob also nach dem Umbau der Zutritt in die Kellerräume noch möglich sein wird, ist fraglich. Holger Happel, unser Guide für diese Führung, erklärte uns zu Beginn interessantes über das Gebäude und seine jeweiligen Nutzungen in der vergangenen Zeit. Dann ging es zu einer Dia-Show im Kellergebäude bei der die Funktion und Geschichte der Anlage erklärt wurde. Danach endlich die Rohrpostanlage, oder eher den Resten davon. Erstaunlich das dann doch noch so viel davon übrig ist nach all der Zeit.

Auf dem Höhepunkt des Rohrpost-Zeitalters, betrug die Länge des Netzes in Berlin fast 400 Kilometer! Noch heute werden bei Bauarbeiten, Teile der Leitungen gefunden. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website der Berliner Unterwelten. Nach 90 Minuten war die interessante Führung vorbei und wir wärmten uns schnell in einem Restaurant wieder auf, denn in den Kellerräumen war es doch empfindlich kühl gewesen.

Hier ein kleiner Rundgang, wenn Sie einmal hinein schauen wollen:

60 Cent sparen!

antiteilchen am 28. November 2008 um 16:50

Heute hatte ich die Bahncard-News im Briefkasten und was entdecke ich dort: 2 Gutscheine! Meine Güte ich konnte es kaum fassen, diese Freude! Tränen schossen mir in die Augen und ich musste mich, weil mir vor Aufregung die Beine schlotterten, hinsetzen. Bei meiner nächsten Fahrt mit der Bahn kann ich also unglaubliche 60 Cent bei einem Kaffee (XL) sparen, oder sogar gigantische 80 Cent wenn ich ein Bier (o,5l) trinke! Aber nur im Dezember! Da leistet sich Hartmut aber mal was für seine Kunden!

Wenn das Pferd tot ist, nützt kein Heu mehr!

antiteilchen am 28. November 2008 um 15:59

Klasse Parodie! Dieses alberne Börsengeschwafel einmal auf den Punkt gebracht. In letzter Zeit wird Switch immer besser! Piss morgen!

Kopf hoch Mary

antiteilchen am 24. November 2008 um 15:16

Dieser Spruch war für mich in der Schulzeit eine Eselsbrücke, ähnlich wie 333 die große Keilerei oder 753 Rom kroch aus dem Ei. Maria, katholische Königin von Schottland, verlor ihren Kopf am 8. Februar 1587 auf dem Schafott, auf das sie von der englischen protestantischen Königin Elisabeth I geschickt wurde. Zwei Frauen mit dem Willen zur Macht, zwei Religionen sowie viele inrtrigierende Männer drum herum. Spannende Geschichte! Diese Geschichte hat Friedrich Schiller in das Drama “Maria Stuart” in fünf Akte verpackt. Das Hans Otto Theater in Potsdam bringt nun dieses Stück auf die Bühne und in der Rolle der Elisabeth I werden wir am 2. Dezember Katharina Thalbach sehen. Auf beides freue ich mich sehr, mein erstes Schillerstück und dann noch die großartige Thalbach! Das wird ein feiner Abend. Hoffe ich doch! Doch siehe da, Lena Schneider schreibt in ihrer Kritik in der Berliner Zeitung von “Schublade pur”! Für mich liest sich diese Kritik eher wie Zickenkrieg. Ich mache mir lieber selbst ein Bild!

Spieglein Spieglein an der Decke

antiteilchen am 18. November 2008 um 14:01

Im Filmuseum
Klick vergrößert

Kunst vs. Klima

antiteilchen am 12. November 2008 um 19:04

Allein der Anblick bringt mich nicht in Verzückung. Die Temporäre Kunsthalle Berlin ist ein profaner Rechteckbau, angestrichen mit blau-weißer Farbe. Wahnsinnig langweilige Architektur! Ja, Sie dürfen mich nun einen Kunstbanausen nennen! Mir hätte die Umsetzung des anderen Vorschlags besser gefallen aber von dem Rechteck-Klotz kann man sich nach zwei Jahren leichter wieder trennen als von einer mehr Aufsehen erregenden Architektur! Am Ende hätte es noch Probleme mit dem Schlossneubau gegeben, weil das Volk lieber seine hübsche Kunsthalle behalten will! Der Eintritt in den quaderförmigen Leichtbau ist definitiv mit 6 Euro zu hoch. Es lohnt sich allerdings, das an der Kasse ausliegende Gästebuch einmal durchzublättern! Ich umrunde das Gebäude und entdecke im hinteren Teil ein kleines Cafe das auch noch in dem Bau Unterschlupf gefunden hat. Es hat für seine rauchenden Gäste auf der Terrasse etwas aufgestellt, das ich Ihnen hier gerne einmal zeigen möchte:

Das geht natürlich gar nicht, liebe Kunsthallenbetreiber! Die Wärmeleistung strahlt geradezu in die Umwelt ab. Noch nicht ein mal ein Überbau, der die Wärme wenigstens etwas zurückhalten könnte, ist vorhanden! Eure Kunsthalle mag zwar temporär sein, das Klima das ihr mit diesen Heizpilzen belastet, bleibt dagegen dauerhaft geschädigt!

Schwule Wohnkultur 25

antiteilchen am 11. November 2008 um 16:26

Schwule haben Geschmack, sehen toll aus und richten sich trendig ein! So die weit verbreitete Meinung. Das es herbe Ausnahme gibt, fällt mir immer wieder beim Besuch diverser Dating-Kataloge auf. Hier nun frische Bilder aus den schwulen Dating-Portalen dieser Welt die wir lieber nie gesehen hätten! Diesmal: Spiderman


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