Fussball – auf diesem Schlachtfeld ist alles erlaubt…
..nur nicht das Schwulsein.
Kurzer interessanter Beitrag von Aspekte hier zu sehen!
..nur nicht das Schwulsein.
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Mensch Margot! Du fährst angetrunken in Hannover bei Rot über die Ampel! Wirklich dumm! Klar, das ist gefährlich und gehört sich nicht und du musst natürlich sofort zurück treten! Aber einige Geistliche der anderen Konfession, taten und tun viel schlimmeres, die Vergewaltigung und Misshandlung von Kindern in Amt und Würden. Nur, bei den Katholiken gibt es einen entscheidenden Unterschied, sie beichten die Sache vor Gott und den irdischen Chefs und alles ist geregelt und sie bleiben in Amt und Würden, werden maximal in andere Pfarreien versetzt wo sie dann…. Du aber gibst deinen Führerschein ab und gleich noch den EKD-Ratsvorsitz und das Amt der Landesbischöfin. Soviel Demut, für so wenig, weckt bei mir Hochachtung. Schade das du gehst!
Irgendwie, kommt es mir in den Sinn, stimmen wie bei vielem, die Verhältnismäßigkeiten in diesem Land nicht mehr!
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In den letzten Tagen habe ich des öfteren, auf meinen Wegen durch Berlin, nach unten geschaut. Nein, nicht aus Scham, aus Interesse! Angesichts des getragenen Schuhwerks einiger meiner Mitmenschen, meist der jugendlichen Fraktion, wundere ich mich nicht, dass etliche sich bei den spiegelglatten Gehwegen die Knochen brechen! Sehe ich doch allerorten Ballerinas oder dünne Schläppchen mit glatten Sohlen, eines Winters nicht gerade angemessene Fußbekleidung. Ich lernte noch, dass es für den Winter, Winterschuhe gibt. Ja das Jungvolk will schick und modisch Fuß technisch auf der Straße unterwegs sein, wundert sich dann aber, dass es sich beim Betreten der Gehweg-Eisbahn auf die Fresse legt. Berlin setzt doch auch modemäßig immer mal wieder Trends, wie wäre es, mit Schlittschuhen zum Einkauf oder in den Club! Die Gehwege bieten sich ja gerade zu an.
Jugendliche Vorstellungskraft neigt ja zur Übertreibung. Neulich, in der U-Bahn, bekam ich ein Gespräch zwischen zwei Mädchen mit, beide höchstens 14 Jahre alt. Die Eine zur Anderen: Der Miguel hat sich ja voll auf die Fresse gelegt. Der hat jetzt ein Loch im Kopf! Das andere Mädchen fährt entsetzt mit der Hand zum Mund. Bedächtiges Schweigen. Man sah förmlich dieses gigantisch große Loch vor ihren Augen. Die Eine: Er spielt aber schon wieder Fußball!
Seit ich in diesem Alter war, hat sich hinsichtlich der Übertreibung, nichts geändert. Unsere Schulklasse machte Klassenfahrt in die Jugendherberge nach Plettenberg. Dummerweise hatte diese Jugendherberge gleich vor der Haustüre ein kleinen Hang, der von unseren testosteron gesteuerten Jungs in der Klasse sofort dazu benutzt wurde, kopfüber hinunter zu rollen. Ergebnis: Jungs mit mehreren Schnittwunden, da Glasscherben am Hang, Hautabschürfungen und diversen Prellungen. Solch derbe Spielereien sollte den Mut der Jungs beweisen, waren aber schon damals nichts für mich. Ohne Blessuren überstand ich zumindest die ersten drei Tage. Beim “Fangen” spielen mit dem anderen Geschlecht, ja damals musste ich halt noch Interesse vorgaukeln, wurde ich etwas übermütig und sprang auf eine kleine Mauer wobei ich im selben Augenblick das Gleichgewicht verlor und rückwärts mit dem Hinterkopf gegen eine Wand knallte. Sofort eingeleitete Hilfsmaßnahmen der entsetzten Lehrer führten dazu, dass ich ein überdimensionales Pflaster auf den Kopf bekam. Sah höchst dramatisch aus, letztendlich hatte ich aber nur einen kleinen Kratzer davon getragen. Jedoch in der Jugendherberge war ich nun der Typ mit dem “Loch im Kopf”! Ruhm und Ehre, bei beiden Geschlechtern, begleiteten mich noch wenigstens zwei Tage, bis sich ein Klassenkamerad dann das Handgelenk brach.
Foto: Wikipedia
Da wird vielleicht bald wieder ein Platz auf der Fernbedienung frei. Schade eigentlich, obwohl mir dieses Wegsenden amerikanischer Formate bei Timm lästig war ist. Eigen Produktionen wie die Timmousine haben mich nicht wirklich vom Sofa gerissen und die selbst produzierten Nachrichten sind oft wie vom Offenen Kanal Berlin. Hier und da mal ein Doku – Highlight, ein guter Spielfilm, das war es dann auch schon. Zur Zeit ist die Website nicht wieder zu erreichen. Wollten wohl alle mal eine Telemedienleiche sehen. Nun, tot gesagte leben bekanntlich länger.
Neulich hatte mein Festnetz-Telefon einen schlimmen Unfall. Es glitt mir aus der Hand, schlug mit dem Kopf auf die Küchen-Fliesen auf und ist seit dem nicht mehr zu verstehen. Anrufer gibt es nur noch quietschend wieder. Nicht sehr schön! So zwang mich unser Unverständnis in einen Elektronikmarkt meines Vertrauens. Hier breitete sich ein großes Angebot an verschiedensten Designs aus und wie ich da so stand und staunte, erinnerte ich mich an eine dunkle Zeit der Telekommunikation.
Meine früheste Erinnerung an ein Telefon ist wohl die meiner lächelnden Eltern bei meinem Versuch ein erstes Telefongespräch zu führen. Ich wählte zuerst und nahm dann den Hörer ab. Nun gut, ich war wohl 5 Jahre alt und mir war das Prinzip des Telefonierens noch nicht ganz eingängig. An das Telefon kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war farngrün und hatte, wie ich heute weiß, den ziemlich drögen Namen FeTAp 611 was soviel bedeutet wie “Fernsprechtischapparat”. Ich wuchs in dem Geiste auf, dass es hierzulande nur dieses einzige Design bei Telefonen gibt. Nur in der Farbe gab es Unterschiede, so sah ich es bei Besuchen bei befreundeten Familien und Verwandten in den Farben Kieselgrau, Hellrotorange oder ganz fies in Ockergelb. Überboten wurden diese Farben nur noch vom noch fieseren Brokat-Überzug! Bis 1986 in der nächst größeren Stadt die damalige “Deutsche Bundespost” den ersten “Telefonladen” eröffnete, in dem aber meist nur überforderte und genervte Bundespost-Beamte saßen, die man wohl dazu verdonnert hatte, den Kunden jetzt leibhaftig und auch noch mit Wünschen vor sich zu haben! Heute heißen die Läden “Telekom-Shop” sind jetzt ohne Beamte aber der Kunde ist immer noch irgendwie ein Fremdkörper. Jedenfalls damals standen in diesen ersten Läden endlich verschiedenste Designs zur Auswahl. Herausragend hier das völlig dem ansonsten immer noch drögen Design der Bundespost zuwiderlaufende “Mickey Mouse Telefon“. Meinen Eltern kam jedoch so ein neu modischer Quatsch nicht in die Wohnung, ich glaube sie haben sich erst 1997 endgültig von ihrem FeTAp611 getrennt. Mit der Mickey Mouse war es dann an Innovationen auch schon vorbei, was die Bundespost sich traute. Es war ja unter Strafandrohung verboten nur die Bundespost-Telefon-Dose an der Wand zu berühren! Sie gar zu öffnen und daran herum zu werkeln galt als schlimme Straftat. Es durften nur Geräte ans Netz die von der Bundespost kamen und kaufen konnte man sie auch nicht, nur mieten. All die schönen Design-Telefone aus Übersee waren Teufelswerk für den Staatsmonopolisten!
Mit der ersten Postreform 1989 wurde es dann endlich etwas schicker und bunter auf dem deutschen Telefonmarkt und die 1987 eingeführte TAE (Telekommunikations-Anschluss-Einheit) erlaubte es nun auch Geräte anzuschließen die nicht von der Bundespost kamen aber trotzdem noch strengen Auflagen unterlagen. Ein kurzer technischer Lichtblick war dann das 1990 eingeführte aber leider sündhaft teure “Bildtelefon“! Heute ist Video-Telefonie über das Internet nichts ungewöhnliches aber damals seinen Gesprächspartner nicht nur zu hören, sondern auch noch zu sehen war für mich technikbegeisterten etwas grandioses. Leider fanden das die Kunden der Bundespost nicht so interessant und es verschwand wieder. Mir hat ja immer das “Ericofon” besonders gut gefallen, weil es die Wählscheibe im Fuß hatte! Ist aber heute eher unpraktisch so ohne Nummernspeicher und Anrufbeantworter.
Ja und heute? Heute stehe ich vor lauter Design schon fast im Wald. Das hier wäre sehr stilvoll und bei einem Anruf blitzen zudem Discolichter auf! Oder doch eher dieses flauschige Etwas? Alles so schön bunt hier, kann mich mal wieder gar nicht entscheiden!
Fotos: Wikipedia
Durch den erfolgreichen Protest ist es dem Hass-Sänger nicht gelungen, eine Bühne für seine homosexuellen feindlichen Texte in Berlin zu bekommen!
Hier ein paar Eindrücke
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Die Massen schoben sich heute wie Brei vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor und ich schob mit. 20 Jahre Mauerfall wird gefeiert und die fettigen Bratwurstbuden dampften auf der Meile allerorten. Zwischen drin, 1000 übergroße bemalte Dominosteine, die morgen gegen 19:00 – 19:30 Uhr, also zur besten Sendezeit und eindrucksvoll vom ZDF in Szene gesetzt, umfallen sollen. Infos zum Dominoeffekt gibt es hier. Vorher ist gucken angesagt. Hier und da witzige Einfälle, wie man die Dominosteine gestaltet hat. Am Geländer davor, stehen kleine Erklärungstafeln. Ich picke mir die Gabriele-von-Bülow-Oberschule heraus und lese:
Die Aktion war eine großartige Möglichkeit, den Geschichtsunterricht interessant umzusetzen und die Schüler für das “eher langweilige” Thema zu begeistern.
Fand jetzt der Lehrer das Thema eher langweilig? Interessant!
Glühwein floss übrigens bereits in Strömen an den Ständen und der Heute-Journal Anchorman Steffen Seibert bibberte rotbackig im Cord-Anzug vor dem Brandenburger Tor herum. Morgen Abend soll dann die richtige Sause am Tor stattfinden, mit Feuerwerk, unzähligen Fernsehstationen und viel Tamtam. Das guck ich mir aber im Fernsehen an.
Wenn Sie einmal hineinschauen wollen:
Normal: 6,00 €, ermäßigt: 5,00
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Sehr gut gemachter Journalismus? Ja wo gibt´s denn so etwas? Na hier! Ausgezeichneter Einblick in die Welt der Ladenregale einer großen Buchhandelskette.
via engl@absurdum
Thomas Demand (*1964) habe ich ja bereits seit einiger Zeit in der Kunst-Blogroll. Nun führte mich mein Weg an diesem schmudeligen Sonntag in die Neue Nationalgalerie, da dort eine große Werkschau dieses international renommierten deutschen Künstlers noch bis zum 17.01.2010 zu sehen ist. Der Schwerpunkt der 40 Arbeiten liegt auf Deutschland. Was macht Thomas Demand denn nun genau? Er fertigt aus Papier, Karton und Pappe, Modelle detailgetreuer Tatort- und Pressefotos an, die er dann licht-technisch perfekt inszeniert und fotografiert um sie danach wieder zu vernichten. Nur seine Fotos bleiben. Auf diesen verstörenden Fotos sind stets keine Menschen zu sehen. Er dokumentiert unsere Medienwelt, er reproduziert.
Schwere riesige graue Vorhänge teilen das obere Stockwerk der Nationalgalerie in Segmente ein. Drinnen die gut 40 Arbeiten, großformatige Fotografien. Vor- und seitlich der Fotos stehen kleine Tische, in denen Bücher mit Texten von Botho Strauß zu lesen sind. Sie beziehen sich zwar auf die Bilder, erklären sie aber nicht. Was sie auch nicht brauchen, denn bei vielen Fotos erinnere ich mich an das abgebildete Ereignis. So zum Beispiel das Werk “Badezimmer“. Sofort denke ich an das Zeitungsfoto des Niedersächsischen Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Barschel, der tot in der Badewanne des Genfer Hotels Beau-Rivage liegt. Nur hier fehlt Barschel. Ein beeindruckender Moment.
Wenn man sehr dicht an die Fotos heran tritt, erkennt man, das die abgebildeten Objekte alle aus Papier, Karton oder Pappe sind. Ich denke mir, was für ein Aufwand. Bis ins kleinste Detail reproduziert, täuschend echt. Da sitzt jemand tagelang und schneidet, faltet, klebt, erschafft und reißt alles wieder ein.
Ein Text von Botho Strauß zu einem Foto möchte ich gern zitieren, da er mich nachdenklich machte. War nicht ganz einfach ihn auf zu schreiben. Verdächtigte mich das Personal der Neuen Nationalgalerie doch dreist, im Besitz eines iPhones zu sein und heimlich Fotos zu machen! Ich tippte jedoch lediglich den Text in die Notizfunktion meines iPod touch. Ich sage ihnen das war ein Aufstand! O.K keine Fotos verstehe ich aber dann wollte man mir sogar verbieten, Notizen zu machen, trotz Erklärung es handele sich bei dem Gerät um einen MP3 Player. Also bitte, irgendwo hört der Spaß auf. Ich komme zum Text:
Wir vermeiden in jeder Millisekunde Traum oder Wachen, die Hölle der Diffusion. In Wahrheit werden wir unentwegt mit unvergleichlichen katastrophal neuen Situationen konfrontiert, befeuert, und nur unser gütig vereinfachendes, brav schablonisierendes Hirn wählt aus dem wilden Unbekannten das Vergleichbare aus und formt daraus die gröbsten, vor allem aber stabilsten Begriffe, zu denen wir glücklich Zuflucht nehmen dürfen.
Thomas Demand – Nationalgalerie
Neue Nationalgalerie
Noch bis zum 17.01.2010
Schreck am Mittag beim Schloßplatz. Der Palast der Republik ist aus Ruinen wieder auferstanden! Dabei hat sich die nicht gerade von Erfolg gekrönte “Temporäre Kunsthalle Berlin” nur eine neue Fassade gegeben. “Echo”, so nennt sich die Fotoinstallation von Bettina Pousttchi.