Hoppla Frau Wulff

Ist aber auch unglücklich getroffen.

Mensch Hotte

1.06.2010 | 3 Kommentare | Gepostet in Der Augenblick, News, Politik, Zeitgeist

Bei Beckmann nannte man dich  Heulsuse, Schlossgespenst, König von Afrika, gar Feigling. Noch gemeiner der Spiegel, der dich Horst Lübke nannte. Das war fies und unter der Gürtellinie!

Ja gut, du hast dich etwas merkwürdig ausgedrückt, von wegen Handelswege notfalls militärisch zu verteidigen,  klang ein bisschen wie unser Katastrophen-Kaiser Wilhelm II in den schlimmsten Kolonialzeiten! Hätte man drüber diskutieren können! Man kann sich ja auch mal irren.

Die ganze Geschichte ist mal wieder völlig überzogen und ich kann und will dem Ganzen irgendwie auch nicht mehr folgen. Wer wem wo wie und wann auf die Füße getreten hat ist mir relativ egal, da ich diesem Amt eh etwas zwiespältig gegenüberstehe.

Nun bist du fort und ich wünsche dir, bei vollen Bezügen bis zum Lebensende, alles Gute!

Ich bin für ein Wildtierverbot in Zirkussen!

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Pressemitteilung vom 15.04. 2010 der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz:

Senatorin Lompscher für Wildtierverbot im Zirkus

“Berlin hat bereits 2003 im Bundesrat einer Entschließung zum Verbot der
Haltung bestimmter wildlebender Tierarten in Zirkussen und zur Errichtung
eines Zentralregisters zugestimmt. Der Bund hat diese Entschließung erst
teilweise umgesetzt. Das bundesweite Zentralregister für die Erfassung
wildlebender Tierarten in Zirkussen wird derzeit aufgebaut. Die
weitergehende Forderung nach einem bundesweiten Verbot der Haltung
bestimmter Arten von wildlebenden Tieren in Zirkussen lehnt der Bund mit
Hinweis auf die Freiheit der Berufsausübung bislang ab.
„Der Berliner Senat hält weiter an der Forderung nach einem solchen
Verbot fest. Das Verbot sollte sich insbesondere auf Affen, Elefanten,
Giraffen, Nashörner, Raubkatzen, Delfine, Seelöwen und Flusspferde
erstrecken.
Solange es aber keine bundesweit einheitlichen Regelungen gibt, setzen
wir in erster Linie auf Kontrolle durch die Veterinärämter der Bezirke. Dass
in Berlin nur Zirkusse auftreten dürfen, die ihre Tiere in Übereinstimmung
mit den deutschlandweit geltenden Vorschriften halten, ist
selbstverständlich. Darüber hinaus werde ich anregen, dass in Berlin
öffentliche Flächen nicht mehr an Zirkusse vermietet werden, die
insbesondere die oben genannten Wildtierarten halten“, sagte Katrin
Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz.
„Ich bin überzeugt, dass früher oder später ein bundesweites Verbot
kommen muss und wird. Dies verlangt aus meiner Sicht der Tierschutz. Die
Zirkusse sollten sich daher zumindest keine neuen Tiere mehr anschaffen.”

Siehe dazu auch den Beitrag in der RBB Klartext Sendung vom 14.04. 2010 Zirkustiere ohne Lobby Vorsicht: Der Beitrag enthält einige Szenen die für nichts für schwache Nerven sind!

Eine zaghafte Anregung von Frau Lompscher aber immerhin wird das Problem in Berlin erkannt. Ich hoffe nur das die einzelnen Bezirke dem Aufruf Folge leisten!

Mehr Informationen zum Thema gibt es bei Peta zum Thema.

Für ein Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen!

Haben Sie von dieser Idee gehört?

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Make finace Work  – for people and the planet. Hier unterzeichnen!

Guido im Glück

19.01.2010 | 4 Kommentare | Gepostet in News, Politik, Schwules

Übrigens, kann ich mir gut vorstellen, wie Guido Westerwelle sich abends nach seiner Inthronisation zum Außenminister eine Hermelin-Robe übergestreift hat und rufend mit den Worten: DAS GEHÖRT JETZT ALLES MIR! durch die Flure des Außenministeriums gelaufen ist.

Sizzla-Konzert im Kesselhaus abgesagt

smash-homophobia Das für heute geplante Konzert des jamaikanischen Dancehall- „Künstlers“ Sizzla im Kesselhaus in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg, ist nach Protesten des Bündnisses Smash Homophobia und des LSVD, abgesagt worden. Sizzla ist bekannt für seine homophoben, menschenverachtenden Songtexte, in denen er teilweise offen zum Mord an Homosexuellen aufruft. Mehr Informationen dazu hier. Eine Stellungnahme der Veranstalter des Konzertes ist hier nachzulesen. Das Bündnis Smash Homophobia sowie der LSVD hatten für den Abend zu einer Demonstration im Prenzlauer Berg gegen das Konzert des Hass-Sängers aufgerufen. Etwa 400-500 Menschen versammelten sich gegen 18:30 Uhr vor dem Eingang der Schönhauser Allee Arcaden. Ein großes Aufgebot der Polizei war vor Ort. Gegen 19:00 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung Richtung Kulturbrauerei und über die Lautsprecher ertönte die Nachricht, dass das Konzert abgesagt worden sei. Auch ein verlegter Aufführungsort des Sängers, ins Huxleys Neue Welt, wurde abgesagt. Unter großem Beifall wurde die Demo trotzdem fortgesetzt um ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Unterdrückung in jeder Form zu setzen!

Durch den erfolgreichen Protest ist es dem Hass-Sänger nicht gelungen, eine Bühne für seine homosexuellen feindlichen Texte in Berlin zu bekommen!

Hier ein paar Eindrücke

Mal richtig Abschalten!

Ich schaffte es heute nur zum Brandenburger Tor um an der Abschlusskundgebung der Demo gegen Atomkraft teil zu nehmen. Hier ein paar Eindrücke:

Angela

Sie wurde nicht als Kanzlerin geboren. Geisterhaft spiegelt sie sich ins Bild des mächtigen Reichstages. Sie wollte doch nur dienen! Die Macht hat ihr tiefe Falten unter die Augen gezeichnet. Erst wurde es sie Ministerin. Dann lernte Sie jeden Tag etwas dazu. Wie wichtig eine Frisur sein kann! Oder wie man sich emotionale Momente zu eigen macht. Auch nicht jede Aufregung mitzumachen, z.B. den Bundestagswahlkampf. Aus sitzen, so wie es der Dicke oft gemacht hat, so gewinnt man Wahlen! Die ganze Welt soll an unserer Marktwirtschaft genesen und am Schluss muss auch noch die Schöpfung bewahrt werden. Angela, ich habe Tränen in den Augen!

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Eine schwarze, tunnelartige Wurst

Über den Budenzauber und die Frittenschmieren am Pariser Platz berichtet der Tagesspiegel. Weltstädtisches Flair und prolligster Kommerz treffen aufeinander!

Sie können hier auf der rechten Seite an der Umfrage teilnehmen.

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Wahlkampfplakate 2009

Der Fotograf sagte vielleicht noch: Frau Högl, geben sie sich ganz locker, einfach ganz natürlich sein. Vielleicht etwas weniger verkrampft…ja so…klick.

Högl SPD

Transgenialer CSD 2009

Vom Boxhagener Platz zog heute gegen 14:45 Uhr der Transgeniale CSD 2009 los. Ich bin schlecht im Schätzen von Massen aber mehr als 2000 Menschen dürften es gewesen sein, die durch die Straßen zogen. Bunt und wie immer sehr politisch, machte der Zug an verschiedenen Stationen halt um über Lautsprecher Aktivisten zu Wort kommen zu lassen. Am U-Bahnhof Schlesisches Tor kam es dann zu einem Zwischenfall. Die Wortführerin des Hauptwagens entdeckte an einer Imbissbude am Zugweg den Rapper Bushido und begann sofort, ihn für seine Hass Songs gegen Schwule und Lesben, lautstark zur Rechenschaft zu ziehen. Es gab ein kleines Handgemenge das die Polizei aber sehr schnell unter Kontrolle hatte. Bushido ging offensichtlich so die Muffe das er den Schutz der Polizisten regelrecht suchte. Angesichts so vieler Menschen war er eingeschüchtert und versuchte nicht die Situation weiter an zu heizen. Nach etwa 10 Minuten und unter Protest gegen den Rapper, begann sich der Marsch wieder in Bewegung zu setzen. Später hörten wir noch, dass einige Leute angegriffen und verletzt wurden. Ob dies im Zusammenhang mit dem Vorfall an der Imbissbude steht, ist mir nicht bekannt. In der Oranienstraße endete der Transgeniale CSD 2009.

Wenn Sie einmal hineinschauen wollen:

Sperren statt Löschen – Wunderbar

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Lesbisch-Schwules-Stadtfest in der Motzstraße

Eigentlich ist es jedes Jahr das Gleiche. Außer, diesmal sind es weniger Nippes-Stände. Leider regnet und stürmt es gerade und viele Plakatständer machen sich selbstständig. Kurz unterstellen und weiter. Brav sind alle Parteien in der “Politik-Welt” vertreten. In die “Reise-Welt” konnten wir nur kurz eindringen. Schon wieder Regen. Dann entdecke ich einen Stand, der sich Wichstuch.de nennt. Es gibt dort Tücher (mit Sticklogo) die man sich auf den Bauch legt und…na Sie wissen schon. Stilvoll Wichsen? Ich fasse mir kurz an den Kopf. Dann fällt mir dieses Banner über der Straße auf: “Demokratie beginnt bei Sexualität!” Hä? Wieder so eine pauschale Bla-Bla Aussage. Albern. Ein “auch” hätte sicherlich noch Platz gefunden. “Ich liege oben! Nein ich! Nein ich! Gut, dann wählen wir. Dann fechte ich die Wahl an!”

14:00 Uhr Kranzabwurfzeit! Am Mahnmal “Rosa Winkel” am U-Bahnhof Nollendorfplatz findet sich eine Schar Leute ein. Holprig sind die Reden der Grünen-Vertreterin und der SPD-Vertreterin. Die Vertreter der CDU und der Linken sprechen nicht. Timm.tv ist auch nicht zu sehen. Kurze Schweigeminute. Kranzniederlegung. Um die Ecke biegt derweil ein Demonstrationszug des LSVD Berlin-Brandenburg. Die kommen gerade aus Kreuzberg wo sie vor einem Imbiss protestierten. Scheint jetzt die neue Praxis zu sein, so Stärke zu zeigen. Vor kurzem war es dort nach einem Bericht des Tagesspiegels zu einem schwulenfeindlichen Übergriff gekommen. Nun sind sie auf dem Weg zum Eismann, der seine Abrechnung bereits vor einiger Zeit bekommen hat. Auch bei ihm ist es wiederholt zu verbalen Übergriffen gekommen. Warum man jetzt schon wieder einen Auflauf vor der Eisdiele veranstaltet, bleibt mir schleierhaft. Man kann ein Geschäft auch ruinieren. Vielleicht liegt es daran das er mehrere Schilder auf dem Boden vor seinem Laden angeschraubt hat, auf denen „Privatgrundstück“ steht. Wenn er seine Lektion nicht gelernt hat, sollte man den Dialog suchen und nicht ständig einen Auflauf veranstalten. Der LSVD Berlin-Brandenburg geht mir in letzter Zeit oft zu weit mit seinen Aufrufen. Mehr Diskussionsveranstaltung sind meiner Meinung nach der bessere Weg als Aufmerksamkeit erheischende Aktionen.

Wir haben genug gesehen vom Straßenfest. Danke. Bis nächstes Jahr?

Trugbild an der Litfaßsäule

respect-games-poster.jpg In der heutigen Ausgabe der taz findet sich ein Artikel über die Respect Gaymes die heute im Jahn-Sportpark im Prenzlauer Berg stattfinden. Dort ist zu lesen das der junge Herr hier links im Bild, Erkut Ergiligür vom Sportverein Türkiyemspor e.V.,  arg erzürnt ist, dass man sein Konterfei ein zweites Mal für diese Plakataktion zur Ankündigung der Respect Gaymes genommen hat. Die gleichen Plakate hingen bereits im vergangenen Jahr aus. Im privaten Umfeld Ergiligürs wurde damals Häme und Spott über den 21-Jährigen ausgeschüttet, so die taz. Ein zweites Mal wollte er sich nicht mehr zur Verfügung stellen. Er sei stinksauer. Die Verantwortlichen sollen froh sein, dass ich sie nicht verklage, so der Fußballspieler. Beim Verein Türkiyemspor ist man überrascht, man habe erst letzten Sonntag von den schlechten Erfahrungen Ergiligürs gehört. Ebenso Alexander Zinn vom Lesben und Schwulen Verband Berlin-Brandenburg. Für ihn sei diese Information völlig neu. Rechtlich sei die Angelegenheit einwandfrei. Ergiligür hätte unterschrieben, dass das Plakat zwei Jahre verwendet werden darf, so Zinn. Weiter schreibt die taz, bei Türkiyemspor habe man versucht, den Unmut Ergiligürs nicht öffentlich werden zu lassen. Zu spät. Jetzt bitte man um Fairness , es gehe doch um eine wichtige gesellschaftspolitische Arbeit, so die Pressesprecherin des Vereins, Dündar-Isik. Alexander Zinn vom LSVD bemerkt, er fände es sehr schade, wenn dieses wichtige Anliegen, Respekt für Schwule und Lesben zu zeigen, von einer negativen Berichterstattung begleitet würde.

Anbei noch ein Bild von unserem Besuch bei den Respect Gaymes von heute Nachmittag:

Raumschiff SPD Zentrale

spd-homosexualitat

Etwas irritiert lese ich heute die neue Siegessäule. Auf den Seiten der “pride extra” sehe ich auf Seite 41 diese Anzeige der SPD. Schon die Überschrift macht mich stutzig: “Homosexualität allein macht auch nicht glücklich. Zu zweit schon” und darunter der Satz: “Es gibt nichts Schöneres, als einen Menschen zu finden, den man von ganzem Herzen liebt und mit dem man sein restliches Leben sicher und geregelt verbringen möchte“. Überschrift völlig daneben und es ist interessant, dass die SPD, Partnerschaft als quasi einzig erstrebenswerten Lebensentwurf nennt. Es ist ja gerade für viele Schwule und Lesben wichtig, eigene Lebens- und Beziehungsmodelle leben zu können und nicht 1:1 das heterosexuelle Modell als Norm vorgesetzt zu bekommen. Im übrigen schreibt sich die SPD das Lebenspartnerschaftsgesetz auf die eigene Fahne, wo doch die Grünen dafür gesorgt haben, dass es im Koalitionsvertrag überhaupt aufgenommen wurde! Verantwortlich für diese altbacken daher kommende Werbung, zeichnet der SPD Parteivorstand in der Wilhelmstraße. In welchem Raumschiff fliegen die denn?

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