Die dunkle Zeit der Telekommunikation

Neulich hatte mein Festnetz-Telefon einen schlimmen Unfall. Es glitt mir aus der Hand, schlug mit dem Kopf auf die Küchen-Fliesen auf und ist seit dem nicht mehr zu verstehen. Anrufer gibt es nur noch quietschend wieder. Nicht sehr schön! So zwang mich unser Unverständnis in einen Elektronikmarkt meines Vertrauens. Hier breitete sich ein großes Angebot an verschiedensten Designs aus und wie ich da so stand und staunte, erinnerte ich mich an eine dunkle Zeit der Telekommunikation.

Meine früheste Erinnerung an ein Telefon ist wohl die meiner lächelnden Eltern bei meinem Versuch ein erstes Telefongespräch zu führen. Ich wählte zuerst und nahm dann den Hörer ab. Nun gut, ich war wohl 5 Jahre alt und mir war das Prinzip des Telefonierens noch nicht ganz eingängig. An das Telefon kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war farngrün und hatte, wie ich heute weiß, den ziemlich drögen Namen FeTAp 611 was soviel bedeutet wie “Fernsprechtischapparat”. Ich wuchs in dem Geiste auf, dass es hierzulande nur dieses einzige Design bei Telefonen gibt. Nur in der Farbe gab es Unterschiede, so sah ich es bei Besuchen bei befreundeten Familien und Verwandten in den Farben Kieselgrau, Hellrotorange oder ganz fies in Ockergelb. Überboten wurden diese Farben nur noch vom noch fieseren Brokat-Überzug! Bis 1986 in der nächst größeren Stadt die damalige “Deutsche Bundespost” den ersten “Telefonladen” eröffnete, in dem aber meist nur überforderte und genervte Bundespost-Beamte saßen, die man wohl dazu verdonnert hatte, den Kunden jetzt leibhaftig und auch noch mit Wünschen vor sich zu haben! Heute heißen die Läden “Telekom-Shop” sind jetzt ohne Beamte aber der Kunde ist immer noch irgendwie ein Fremdkörper. Jedenfalls damals standen in diesen ersten Läden endlich verschiedenste Designs zur Auswahl. Herausragend hier das völlig dem ansonsten immer noch drögen Design der Bundespost zuwiderlaufende “Mickey Mouse Telefon“. Meinen Eltern kam jedoch so ein neu modischer Quatsch nicht in die Wohnung, ich glaube sie haben sich erst 1997 endgültig von ihrem FeTAp611 getrennt. Mit der Mickey Mouse war es dann an Innovationen auch schon vorbei, was die Bundespost sich traute. Es war ja unter Strafandrohung verboten nur die Bundespost-Telefon-Dose an der Wand zu berühren! Sie gar zu öffnen und daran herum zu werkeln galt als schlimme Straftat. Es durften nur Geräte ans Netz die von der Bundespost kamen und kaufen konnte man sie auch nicht, nur mieten. All die schönen Design-Telefone aus Übersee waren Teufelswerk für den Staatsmonopolisten!

Mit der ersten Postreform 1989 wurde es dann endlich etwas schicker und bunter auf dem deutschen Telefonmarkt und die 1987 eingeführte TAE (Telekommunikations-Anschluss-Einheit) erlaubte es nun auch Geräte anzuschließen die nicht von der Bundespost kamen aber trotzdem noch strengen Auflagen unterlagen. Ein kurzer technischer Lichtblick war dann das 1990 eingeführte aber leider sündhaft teure “Bildtelefon“! Heute ist Video-Telefonie über das Internet nichts ungewöhnliches aber damals seinen Gesprächspartner nicht nur zu hören, sondern auch noch zu sehen war für mich technikbegeisterten etwas grandioses. Leider fanden das die Kunden der Bundespost nicht so interessant und es verschwand wieder. Mir hat ja immer das “Ericofon” besonders gut gefallen, weil es die Wählscheibe im Fuß hatte! Ist aber heute eher unpraktisch so ohne Nummernspeicher und Anrufbeantworter.

Ja und heute? Heute stehe ich vor lauter Design schon fast im Wald. Das hier wäre sehr stilvoll und bei einem Anruf blitzen zudem Discolichter auf! Oder doch eher dieses flauschige Etwas? Alles so schön bunt hier, kann mich mal wieder gar nicht entscheiden!

Fotos: Wikipedia

Manchmal mache ich das auch

28.11.2009 | 2 Kommentare | Gepostet in Berlin, Berlin im Bild, Haushalt, News, Werbung

Sofa

Knollenbildung

Die Idee zu einem schönen Herbstspaziergang führte uns heute in den Park von Schloss Sanssouci. Ein farbenprächtiges Spiel der Blätter entzückte unsere Augen. Doch was ist das. Auf dem Grab Friedrich des Großen liegen Kartoffeln! Ein Scherz oder von Bewunderern mit der Knolle belegt? Es liegt wohl am Kartoffelbefehl! Ist es Bintje oder Linda? Bamberger Hörnchen sind nicht zu entdecken.

Grab Friedrich der Große

Leicht entzündlich

grillDie Grillzeit ist ja bereits im vollen Gange und so mit tauchen mit unter etwas drastische Warnbotschaften auf. Da ist es gleich vorbei mit dem munteren Dreirad fahren.

Weiße Ware

31.03.2009 | 1 Kommentar | Gepostet in Haushalt, News

Das Antiteilchen hat sich heute haushaltstechnisch rund erneuert. Es begrüßt in seinen Räumlichkeiten eine neue Waschmaschine, eine neue  Geschirrspülmaschine (purer Luxus) und einen im Stromverbrauch extrem günstigen neuen Kühlschrank. Finanzkrise hin oder her, Waschmaschine und Kühlschrank waren immerhin 15 Jahre alt und stellten ab und an ihre Funktion einfach ein. Tagelanges herumschwirren in Elektromärkten um die Preise zu studieren, um dann mit dem günstigsten bei einem Markt, der verspricht diesen zu unterbieten, zu zuschlagen, haben mich doch sehr ermattet. Gut, die Spülette hätte nicht sein müssen, aber ich als Handspüler seit 19 Jahren, bin es einfach leid, jeden Abend nach dem Essen mich noch an den Spülstein zu stellen! Etwas Luxus sei mir gegönnt. Ich habe bei allen Geräten natürlich auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Allerdings sind nicht alle Geräte “Made in Germany”. Hätte ich mich darauf  und auf den Umweltfaktor konzentriert, wäre jedes Gerät zweimal so teuer geworden. So dicke habe ich es nun auch wieder nicht.

Begehbare Kleiderschränke

Begehbare Kleiderschränke sind Werbetechnisch gerade stark in Mode!

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Dank an: Clamix und unbekannterweise Trevor für die Idee!

Dreiste Werbelügen

Aus für Happy Digits?

12.02.2009 | 3 Kommentare | Gepostet in Fragen des Alltags, Haushalt, News

Horizont.net meldet, dass Karstadt die baldige Aufgabe des Bonusprogramms Happy Digits plant. “Auch bei den Happy-Digits-Partnern gibt es Bewegung. Quelle bestätigt bereits seinen Rückzug, nach Informationen des Branchendients ”Der Versandhausberater” stehen auch Neckermann.de und Tengelmann vor dem Ausstieg. Weitere Partner sind unter anderem Sixt, Best Western und Yello Strom.” So auf der Seite von Horizont. Da fragt man sich natürlich, was aus all den Punkten wird, die noch auf den Karten gespeichert sind. Ein Anruf meinerseits bei der Kaiser´s Service-Hotline überrascht die Mitarbeiter. Man wisse von nichts! Man erfahre erst durch meinen Anruf von diesem Umstand. Klasse Nachrichtenpolitik in dieser Firma! Man will sich wieder bei mir melden.

Yes we can – reduziert

7.02.2009 | 7 Kommentare | Gepostet in Der Augenblick, Haushalt, News, Unterwegs, Werbung

hose

Etwas spät für diesen Werbeslogan aber dafür ein unschlagbarer Preis!
Mit Dank an Felix

8mm

Wahre Erinnerungsschätze lagern in meinem Schrank! Allerdings komme ich nicht an sie heran. Mitte der Achtziger bis Anfang der Neunziger gab es einmal das Videokamera-System Video 8. Für heutige Verhältnisse riesige Kameras, schwer und unhandlich, machten sie es dem kleinen Geldbeutel doch möglich alles was sich bewegte auf Film zu bannen. Irgendwann gab die Kamera den Geist auf und ich stieg um auf DV.

Dieser Tage kamen die alten Video 8 Kassetten wieder zum Vorschein. Jetzt interessiert es mich natürlich wahnsinnig, was auf diesen Bändern drauf ist. Ich brauche aber ein Abspielgerät. Im Internet konnte ich in Berlin noch keine Verleihmöglichkeit für dieses alte System finden. Nun die Frage an Euch in Berlin. Besitzt noch jemand eine Kamera dieses Typs und wenn ja, würde man sie mir für das Überspielen leihen?

Alles hat ein Ende…

…nur die Wurst hat zwei! Neulich, im Supermarkt des Vertrauens, griff ich wie gewohnt nach den Dingen die ich gerne esse. Irgendwie ist man ja schon konditioniert, also der Speichelfluss setzt bereits ein, bevor man an das begehrte Produkt überhaupt gedacht hat. So griff auch ich nach den von mir heiß geliebten “Schinken-Snackis”, natürlich im Naturdarm! Doch diesmal, oh Schreck, fiel mir auf, dass die Verpackung etwas anders aus sah als sonst! Plötzlich hießen die Dinger “Vesper-Snackis” und der Zusatz “mit feiner Pfeffernote” fehlte, nur der Naturdarm war geblieben. Ich wurde misstrauisch!

Zuhause dann, bei der gustatorischen Wahrnehmung, der Schock. Die Firma hatte nicht nur das äußere Erscheinungsbild der in Naturdarm gepressten Wurst verändert, nein, auch der Geschmack erinnerte so gar nicht mehr an das, was ich eigentlich gewohnt war und nach Herzenslust genießen wollte! Da fehlte nicht nur die Pfeffernote! Frechheit! Wer veränderte da ungefragt die Rezeptur? Schade, lieber Schinken-Vesper-Snackis Hersteller, ich muss dich nun leider verschmähen!

Foto: Claudecf

Das Leben als Leichtgewicht

29.08.2008 | 14 Kommentare | Gepostet in Fragen des Alltags, Haushalt

Wie ich dieses beneidende Lächeln der Jeansverkäuferinnen hasse, wenn ich nach Größe 30/36 frage! Ja, in Damengrößen, da hätten sie genug Auswahl sagen sie! Ja aber bei Herren, sorry. Ich frage mich, auf den Laufstegen dieser Welt rennen doch auch immer so männliche Hungerhaken in Jeans rum, warum gibt es diese Hosen dann nicht auch zu kaufen! Nein, ich habe keine Essstörung! Wenn ich zu nehmen will muss ich am Tag 4000 Kalorien zu mir nehmen, alles darunter verpufft. Ich weiß das Sie mir jetzt 10 bis 25 Kilo schenken wollen!

Deutschland wird fetter! Definitiv. Auch bei anderen Klamotten finde ich arg wenig in S oder M. Neulich bei C&A lief ich schreiend aus dem Laden weil die jetzt wohl nur noch XXXL anbieten. Nicht das ich bei C&A einkaufen würde aber in meiner Verzweiflung…..In Paris kann ich umsonst U-Bahn fahren, da ich mühelos durch das Absperrgitter an der Fahrkartenkontrolle passe, im Flugzeug kann ich getrost 20 Kilo Übergepäck mitnehmen und meine Matratze hält vermutlich ewig bei der geringen Gewichtsbelastung (mit Ausnahmen). Was gäbe ich dafür in einen Laden zu gehen, etwas an zu probieren, passt, kaufe ich! Aber vielen Übergewichtigen wird es wohl ähnlich ergehen, nur in umgekehrter Größe.

Kabelsalat

In letzter Zeit hat sich mein Gerätepark im Bereich Multimedia stark erweitert. Heute ist auch noch ein neues Handy dazu gekommen. Immer wieder neue Götzen braucht das Antiteilchen! Da zwar jeder Hersteller an einem Ende den gleichen USB Anschluss hat, heißt das aber noch lange nicht das es an der anderen Seite auch so schön kompatibel sein muss. So langsam kriecht ein Anschlusskabelwald an meinem Schreibtisch herab, der sich irgendwann um meine Beine schlingen wird um mich dann ein zu wickeln und aus zu saugen. Vermessen die Vorstellung alles könnte mit allem kompatibel sein! Glauben Sie nicht das z.B. Apple sich mit einem USB 1.0 Anschluss zufrieden geben würde um meinen iPod touch zu aktualisieren, aber nein! Da muss es schon ein USB 2.0 Anschluss sein, den ich nicht habe. Somit habe ich 7,99 Euro umsonst aus gegeben. Hätte ich auch das Fenster aufmachen können und gleich 8 Euro aus dem Fenster werfen können.

Rabatz im T-Punkt

Gerade vom schmerzhaften Ohrensausen gesundet, erwartete ich heute den ersehnten Anschluss meines T-Home Entertain Pakets. Zum zweiten mal übrigens! Und? Nichts! Nada! Niente! Wieder ist der Auftrag auf geheimnsivolle Weise storniert worden. Nachdem ich erkennen konnte das sich am bisherigen Anschluss nichts getan hat rief ich bei der Hotline an.
Die Dame am anderen Ende eröffnete mir das T-Home Entertain wieder storniert worden sei und es keine Leistungsschaltung geben würde. Es sei ein Fehler im System und ich solle es noch einmal probieren es zu beauftragen, da es sich gezeigt hätte das wenn man es mehrmals probiert es irgendwann einmal klappt. Ich erwiderte das ich ein Produkt bestellt hätte und nicht gewillt bin es so lange zu bestellen bis ich dann irgendwann einmal in den Genuss komme! Wenn ein Fehler im System vorliegt und dies bereits zweimal geschehen sei, dann wäre es angebracht den Kunden erstens zu benachrichtigen und zweitens diesen Fehler zu finden und abzustellen!
Dann bin ich in den T-Punkt und habe diesmal ordentlich Rabatz gemacht. Ich war laut, ich war sehr laut! Sogleich erschien hinter der verspiegelten Tür die Leiterin des T-Punkts, die man sonst niemals zu Gesicht bekommt, und bat überraschenderweise recht devot um Verzeihung. Ich war kaum zu beruhigen!  Verzeihung hin, kein Anschluss her, erstaunlich wie weit ich mich treiben lasse, eigentlich müsste ich den Leuten im T-Punkt ihre ganze Technik-Scheiße auf die Theke knallen und mein Geld zurück verlangen. Eigentlich! Da ich aber nun mal das Zeugs haben will, muss ich mich weiter gedulden. In der Zwischenzeit habe ich drei Beschwerden geschrieben. Einmal an die Ombudsfrau der Berliner Zeitung einmal an den Verbraucherservice der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation und an die Telekom selbst. Die Ombudsfrau winkte gleich ab, sie sei, was die Telekom angehe, völlig überlastet und könne sich deshalb meines Falles nicht annehmen. Mal schauen wie die beiden Anderen reagieren.

Technik, die begeistert

Was bitte, ist eine LCD Plasma Küche ?

Gesehen in Mitte

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