Little Big Berlin
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Berlin als Spielzeugland. Klasse gemacht!
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Berlin als Spielzeugland. Klasse gemacht!
Ich liebe Pixar Filme. Doch bei “Oben” bin ich etwas unschlüssig, ob es ein echter Brüller wird. Die Werbung zum Film halte ich schon mal für gelungen:
Am Potsdamer Platz.
Ich denke, das sind echte Luftballons. Klick vergrößert.
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.
Gesehen im Hauptstadtblog
Veit Harlan, sein Name ist verbunden, mit dem schändlichsten antisemitischen Spielfilm der NS-Zeit, Jud Süß. Gestern Abend besuchten wir im Kino in den Hackeschen Höfen die Premiere des Dokumentarfilms “Harlan – Im Schatten von Jud Süß”. Felix Moeller erzählt die Geschichte des umstrittenen Regisseurs und lässt Harlans Familie zu Wort kommen. Viele sprechen jetzt zum ersten Mal über das Vermächtnis, das ihnen Veit Harlan hinterlassen hat.
Schon in den ersten Minuten des Dokumentarfilms denke ich darüber nach, wie ich einen Film bewerten soll, den ich nie gesehen habe. In Deutschland wird die öffentliche Aufführung von Jud Süß vom Rechteinhaber, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, nur mit einem begleitenden Kommentar sowie unter Auflagen gestattet und der Vertrieb des Films untersagt. Jedoch schon nach wenigen Ausschnitten aus Jud Süß wird mir klar, was für ein menschenverachtendes Machwerk Harlan damals abgeliefert hat. Er ist voller antisemitischer Hetze. Heutzutage ist die Botschaft des Films zur Vorbereitung der Massen auf die weitergehende Verfolgungen der Juden, klar ersichtlich. Es fällt mir schwer zu glauben, das die 20 Millionen Zuschauer die den Film damals sahen, nicht begriffen, welche Absichten dieser Film verfolgte.
Wie geht man nun als Familie Harlan mit diesem Erbe um? Es ist sehr interessant den Ausführungen der einzelnen Familienmitglieder zu folgen und manchmal habe ich das Gefühl, einige sind froh endlich offen über das Thema reden zu können. Besonders Thomas Harlan beeindruckt mich, ist er es doch, der die Aufarbeitung am weitesten getrieben hat.
Ich kann diesen Dokumentarfilm sehr empfehlen, er ist ein einfühlsames Portrait einer Familie, die mit ihrer Geschichte verantwortungsvoll umgeht.
Harlan – Im Schatten von Jud Süß
Deutschland 2008, 100 Min.
Regie: Felix Moeller
ab 23.04.2009 im Kino
Foto: Edition Salzgeber
Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Wer erinnert sich nicht gern an diese Fernsehserie. „Star Trek“ ist ein milliardenschweres Gesamtprodukt. 10 Kinofilme, 6 Serien mit 726 Episoden sowie Comics, Zeitschriften, Computerspiele und anderen Merchandiseprodukten spülten den Konzernen Paramount Pictures und der CBS Corporation Milliarden von Dollar in ihre Kassen. Vor sechs Jahren flimmerte dann das letzte Mal ein Star Trek Film über die Filmleinwände und der war so grottenschlecht gemacht, das erst einmal Star Trek in der Versenkung verschwand. Auch die letzte Serie “Enterprise” brachte nicht die erhofften Einschaltquoten und wurde 2005 abgesetzt. Irgendwie war das Thema ausgelutscht! Jetzt versucht man dem Ganzen neues Leben einzuhauchen. Diesmal hat sich J.J. Abrams, bekannt von der Serie Lost, Alias etc. dem Thema angenommen und siedelt die Geschichte von Kirk, Pille, Spock, Scotty, Checkov, Uhura und Sulu in ihren Jugendjahren an. Ab dem 7. Mai läuft in Deutschland der 11. Film an, sein Titel: Star Trek
Ich spiele ungern den Zaungast. Allerdings war ich heute am Potsdamer Platz, genauer gesagt im Sony-Center. Dort war großer Bahnhof für die Darsteller des neuen Trek Films. Ich war dort um mir die Gestalten einmal an zu sehen, die dem Thema neues Leben einhauchen sollen. Am blauen Teppich nur wenige Menschen und eine mäßige Stimmung. Kein Jubel als die Hauptdarsteller aus ihren dunklen Limousinen stiegen, vielleicht lag es daran, dass noch niemand die Darsteller kennt. Ein Mann am Mikrofon bemühte sich vergebens die Menge in Wallung zu bringen. Ich kenne von den Herren und Damen die da auflaufen, niemanden aus Film oder Fernsehen. Allerdings Zachary Quinto, der Spock im Film spielt, ist eine äußerst attraktive Erscheinung!
Ich selbst habe mich nie als “Trekkie” gesehen, bin nie auf den Gedanken gekommen zu irgendwelchen Conventions zu fahren, das sind die Treffen wo sich die Fans so verkleiden wie ihre Stars im Film und die kommen dann vorbei und zeigen sich, wie sie in “echt” aussehen. Albern! Der Grundgedanke von Star Trek hat mich aber immer berührt:” Star Trek beschreibt eine utopische Zukunft, in der die Menschheit enorme technische Fortschritte erzielt hat. Erzählt werden die Geschichten von Offizieren und Reisenden auf Raumschiffen und -stationen der militärischen und wissenschaftlichen Sternenflotte. Von besonderer Bedeutung ist hierbei die Fähigkeit, mit Überlichtgeschwindigkeit das Weltall zu bereisen – was den Kontakt mit extraterrestrischen Spezies ermöglicht. Darüber hinaus hat die Menschheit die meisten der heutigen Probleme, wie etwa soziale Ungleichheit, Rassismus, Intoleranz, Armut und Krieg, überwunden. Auch Kapitalismus und Geldfunktion existieren nicht mehr.” Ach, wenn dem doch so wäre!
Die Regisseurin Maren Ade hat mich einmal schwer verstört. Ihr Debüt Film “Der Wald vor lauter Bäumen“, mit einer schauspielerischen Glanzleistung von Eva Löbau, die es einem wahrlich nicht einfach macht ihr zu zusehen, handelt von einer jungen Lehrerin die um alles in der Welt geliebt werden will. Eigentlich schrecklich, wie sie von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Unbedingt anschauen!
Nun zeigt Maren Ade ihren neuen Film auf der Berlinale, im Wettbewerb. Das machte uns neugierig und ich besorgte für Felix und mich Karten für die Aufführung heute um 18:00 Uhr im Friedrichstadpalast. Es war unser erster Wettbewerbsfilm! “Alle Anderen” erzählt die Geschichte von Gitti und Chris. Chris, gespielt von Lars Eidinger und Gitti, gespielt von Birgit Minichmayr, können unterschiedlicher nicht sein. Sie spontan und unternehmungslustig, er ängstlich und idealistisch. Sie arbeitet in der Presseabteilung eines Musikunternehmens, er als Architekt. Bei einem Urlaub auf Sardinien treffen sie eher zufällig Chris Studienkollegen Hans, gespielt von Hans-Jochen Wagner und dessen Freundin Sana, gespielt von Nicole Marischka in einem Supermarkt. Hans und Sana spielen das perfekte Paar, doch hinter der Fassade weiß Sana, eine erfolgreiche aber extremst oberflächliche Modedesignerin, nur zu genau das sie zu ihrem Hans aufschauen muss um im Rennen zu bleiben. Chris beginnt sich an den Beiden zu orientieren und verletzt damit Gitti, die mit solch einem aufgesetzten Verhalten zu erst so gar nichts anfangen kann. Doch dann verändert sich Gitti um Chris nicht zu verlieren.
Wir können hier Chris und Gitti 2 Stunden lang beim Scheitern ihrer Beziehung zu sehen, das hat witzige Momente allerdings zeigt es auch sehr tiefgehende Verletzungen. Mir persönlich ist der Film an einigen Stellen zu lang. Doch durch die gute schauspielerische Leistung der vier Darsteller ist es dennoch ein sehr guter Film. Vor allem die Veränderung von Gitti hat mir gut gefallen. Empfehlenswert! Ab 18.06.09 im Kino.
Fontanes “Effi Briest” in einer Neuverfilmung stand gestern auf meinem Berlinale Programm. Um 21:00 Uhr im riesigen Friedrichstadtpalast, der diesjährig zum ersten Mal als Filmsaal genutzt wird. Hermine Huntgeburth nimmt sich als erste Regisseurin dieses Stoffes an. Julia Jentsch spielt die Hauptrolle, an der sich schon Marianne Hoppe, Ruth Leuwerik, Angelica Domröse und Hanna Schygulla versuchten.
Es gab zwar einen roten Teppich, übrigens darf der Pöbel sowieso nicht über diesen Teppich laufen, nur war er ohne Glamour! Außer vielleicht das unser fleischgewordener Hosenanzug, Kanzlerin Merkel, uns mit ihrer Anwesenheit beglückte. Auch Kulturstaatssekretär Naumann gab sich die Ehre. Eine Reihe hinter mir brach eine Gruppe Senioren in verzückt schrillen Jubel aus, als die Kanzlerin begrüßt wurde! Albern! Grund der Anwesenheit von Merkel wohl ihr Interesse am Stoff und die Verleihung der Berlinale Kamera vor dem Film an den Produzenten Günter Rohrbach. Übrigens der Produzent, der Holocaust, die 4teilige US-Fernsehserie, damals ins deutsche Fernsehen brachte! Die Laudatio hielt der dreifach oscarnominierte Kameramann Michael Ballhaus.
Die gigantische Leinwand im Friedrichstadtpalast war hervorragend für diesen Film geeignet, sieht man doch viele Szenen vor der grandiosen Kulisse der rauhen Ostseeküste. Man atmet förmlich tief auf! Diese Weite! Im Sommer letzten Jahres waren wir zufällig an verschieden Schauplätzen die im Film zu sehen sind. Gedreht wurde am Strand und in den Dünen im polnischen Leba. Da der Saal im Friedrichstadtpalast konisch gebaut ist, ist das Sichtfeld für die Zuschauer rechts und links an der Wand doch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich saß relativ in der Mitte und hatte zum Glück wunderbare Sicht!
Julia Jentsch spielt Effi Briest mit starker Präsenz. Sie verleiht der Figur viel Tiefe. Vor allem in den auch sehr intimen Momenten des Films, die doch schon sehr heiß waren und die ich mit unserer Kanzlerin sah! Sebastian Koch spielt Geert von Innstetten, der Ehemann von Effi, sehr kühl, was aber gut zum Charakter zu von Innstetten paßt. Mísel Maticevic spielt den Major von Crampas, Effis heimliche Liebschaft. Ein schneidiger Bursche der in seinen Stiefeln wirklich sehr lecker aussieht! Barbara Auer als gestrenge Johanna überzeugt und Rüdiger Vogler als Apotheker Gieshübler kommt mit angenehm leichten Homo-Tendenzen daher.
Die Ausstattung der Szenen ist mit viel Liebe fürs Detail gemacht. Es rauschen zwar die Ballkleider nicht wie bei der letzten opulenten Buddenbrocks Verfilmung, dafür sind die Drehorte, auch die Innenaufnahmen, wirklich sehr eindrücklich. Außerordentlich passend die hervorragende Musik von Johan Soederqvist! Leider konnte ich den Namen der kleinen Schauspielerin noch nicht in Erfahrung bringen die Annie spielt, die Tochter von Effi und Geert. Dieses kleine Mädchen hat auf der Leinwand eine unglaubliche Ausdruckskraft, so klein ihre Rolle auch war!
Es gab langen Applaus nach der Premiere, vor allem als Julia Jentsch die Bühne betrat. Effi Briest ist ein sehr unterhaltsamer Film mit einem anderen Ende als in der Romanvorlage! Ob das dem Film gut tut, möge jeder für sich entscheiden. Für mich ein gut gemachter Film den ich empfehlen kann! Ab 12. Februar im Kino.
Unser erster Berlinale Film gleich ein Erfolg! “Achterbahn“ ein Dokumentarfilm von Peter Dörfler, der die Geschichte von Norbert Witte und seiner Familie erzählt, ist spannend und äußerst interessant. Witte, Schausteller von Beruf, kauft Anfang der neunziger Jahre in Berlin den Freizeitpark “Spreepark” im Plänterwald. 10 Jahre später ist er Pleite und hinterlässt 15 Millionen Euro Schulden. Er setzt sich 2002 mit seiner Familie und einigen Fahrgeschäften nach Peru ab, um neu anzufangen. Der Neubeginn glückt nicht und Witte versucht mit dem Schmuggel von 180 Kilo Kokain nach Deutschland, im Mast des “Fliegenden Teppich“, den Rückkauf des Spreeparks zu finanzieren. Die Sache fliegt auf und Wittes Sohn, der mit der ganzen Sache wenig zu tun hatte, wird in Peru zu 20 Jahren Haft verurteilt. Norbert Witte wird in Deutschland zu 7 Jahren Haft verurteilt, die er zum Teil als Freigänger absaß. Sein Sohn Marcel, befindet sich weiterhin in Peru, unter schwersten Bedingungen, in Haft.
Interessant für mich auf der Berlinale, das nach der Aufführung des Films alle an der Produktion beteiligten auf der Bühne waren. Auch Witte und seine Tochter Sabrina. Man konnte Fragen stellen und erfuhr noch einiges über den Film. Der Saal mit 500 Sitzplätzen war übrigens voll besetzt. Der Film kommt in den nächsten Wochen ins Kino. Sehr empfehlenswert!
Dreimal ist die Berlinale bereits an mir vorbei geflimmert. Ein viertes Mal sollte es nicht geben! Heute habe ich die Karten abgeholt. Wartezeit war erträglich und nun hoffen Felix und ich auf feine Unterhaltung! Unsere Auswahl an Filmen:

Photo:NASA/ Polyband
Am 21. Juli dieses Jahres ist es 40 Jahre her, das der erste Mensch seinen Fuß auf einen anderen Himmelskörper setzte. Mir läuft immer noch ein Schauer über den Rücken wenn ich die Bilder der ersten Mondlandung sehe. Was für ein Kraftakt in den Zeiten des Kalten Krieges, der, genau genommen, erst dafür sorgte, dass man in den russisch-amerikanischen Wettlauf zum Mond eintrat. Von 1969 bis 1972 besuchten 12 Menschen unseren Trabanten und sie brachten neue Erkenntnisse mit zurück auf die Erde und das Wissen darüber, wie man unseren Planeten verlässt und sicher wieder zurückkehrt. Das Apollo-Programm kostete 25 Milliarden Dollar und beschäftigte bis zu 400.000 Menschen. Der Film “Im Schatten des Mondes” der in Deutschland am 29.01.09 seine Premiere haben wird, zeigt visuell beeindruckendes Archivmaterial zahlreicher, originaler NASA Filmaufnahmen, die größtenteils noch nie zuvor zu sehen waren. Digital aufgearbeitet und mit gestochen scharfen Bildern von den einzelnen Mondlandungen, erzählen viele ehemalige Astronauten von ihren sehr persönlichen Erlebnissen. Bedenkt man, dass die Steuer-Technik der Mondlandefähren die Kapazität eines heute gängigen Mobiltelefons hatte, wird klar, wie wagemutig diese Menschen damals waren!
Im Schatten des Mondes
Dokumentarfilm Großbritannien 2007
99 Minuten
Regie Christopher Riley, David Sington
Cinestar am Potsdamer Platz zeigt den Film auch in der Originalversion!
Nachtrag: Angesehen und begeistert! Sehr emotional wie die Astronauten von damals ihre persönlichen Eindrücke schildern. Ein interessanter und empfehlenswerter Film!
Ja, nun habe ich ihn endlich gesehen. Vor Monaten schwärmte ich bereits über diesen Film und meine Vorstellungen und Erwartungen wurden voll erfüllt. Handwerklich perfekt ist dieser Film ein Augenschmaus. Wenn Sie einen lustigen Abend mit einem Touch Herz genießen wollen, besuchen Sie Wall-E im Kino! Mir ist dieser kleine Kerl sehr ans Herz gewachsen! Eine schar Kinder war im Kino und an bestimmten Stellen im Film war es so still, das man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Schön, wenn man Kinder und Erwachsene beidermaßen so begeistern und fesseln kann!
Na warte wenn Schwanzus Longus das hört!
Ein Film nach dem ich duschen musste. Eben haben wir den Film “Sieben Mulden und eine Leiche” gesehen. Zwei Brüder müssen nach dem Tod ihrer Mutter die völlig vermüllte Wohnung wieder in Ordnung bringen. Dabei kommt die Familiengeschichte an den Tag. Etwas respektlos, oft ekelig, meist hoch interessant und amüsant halten die Brüder die Kamera auf das Geschehen. Sehenswert aber besser vorher nix essen!
Ich liebe Pixar-Filme und dieser kleine Kerl hier ist mir schon jetzt ans Herz gewachsen. Die Erde ist unbewohnbar geworden und die Menschen sind auf andere Planeten gezogen und haben die Roboter zurück gelassen. Ein technischer Defekt sorgt dafür das alle zerstört werden. Nur WALL-E bleibt funktionstüchtig und geht 700 Jahre einsam seiner Arbeit nach bis ein Raumschiff kommt. So weit die Geschichte. Gut, die Musik haben sie bei Brazil geklaut und das Ganze erinnert ein wenig an Nummer 5 lebt gepaart mit E.T aber ich denke das wird wieder eine klasse Abendunterhaltung. Wie er dieses WALL-E am Ende sagt! Deutschlandstart am 02. Oktober 2008.
War der erste Film im Kino, der meine 5 jährige kindliche Netzhaut traf, der 1970 gedrehte harmlose Disney-Klassiker Aristocats, folgte im Jahr darauf ebenfalls von Disney, die schon etwas frechere Tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett, gespielt von Angela Lansbury. Immer mit meinen Eltern, die schon in ihrer Jugend begeisterte Kinogänger waren und mich so an das Medium heranführten. Behüteter kinematographischer Anfang also!
1975 dann, mit neun Jahren, durfte ich schon alleine in unser wunderschönes großes Dorfkino, welches schon lange nicht mehr steht, da es einer Umgehungsstrasse Platz machen musste. Ich wollte eigentlich in einen anderen Film, doch ich staunte nicht schlecht als man mir ohne Probleme auf meine Nachfrage, eine Eintrittskarte für den Film „Feuerkäfer“ gab. Jugendschutz war in diesem Kino damals wohl noch gänzlich unbekannt. Zeichentrick genügte mir jedenfalls nicht mehr und ich wollte etwas Neues sehen!
Was ich zu sehen bekam war nach heutigen Maßstäben ein Horrorfilm der B-Klasse, aber doch arg traumatisierend für mein kindliches Gemüt. Nach einem Erdbebeben werden Käfer an die Oberfläche gebracht die mit ihrem Hinterteil Feuer erzeugen können. Sie klettern in Autoauspuffrohre oder sitzen fies versteckt an Telefonhörern und bringen feurigen grausigen Tod. Daheim bei meinen Eltern auf die Frage wie der Film war, brach ich in Tränen aus und war kaum noch zu beruhigen. Von nun an war erst einmal Schluss mit Horrorfilmen und die Betreiber des Kinos wurden von meinen Eltern heftigst zurecht gewiesen. Dann kam auch schon 1977 Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung mit der dritten Art und George Lukas Star Wars, die ich allerdings beide mit meinem zu Tode gelangweilten Vater ansehen musste. Vom Vater dann als harmlos eingestufte Filme , durfte ich von da an wieder alleine ins Kino.
Geneigte Leserinnen und Leser, erinnert Ihr Euch an die ersten Filme die Ihr gesehen habt?