Jud Süß – Film ohne Gewissen

jud-suss-film-ohne-gewissen Du meine Güte. Da waren Felix und ich doch tatsächlich auf dem roten Teppich am Berlinale Palast am Potsdamer Platz! Andrea Sawatzki lächelte gerade im Blitzlichtgewitter krampfhaft in die Kameras, als wir hinter ihr ins Kino huschten und ich sage ihnen so ein Gewitter ist warm, also all diese Blizlichter entwickeln eine ganz schöne Wärme! Im letzten Jahr durfte der gemeine Pöbel bei “Effie Briest” im Friedrichstadtpalast noch an der Seite vorbei in den Saal und den roten Teppich nur anschauen. Da wir recht spät waren zur Premiere, hatten wir zwar die zweifelhafte Ehre ins Blitzlichtgewitter zu geraten aber dann leider in Reihe zwei zu landen. Ich habe jetzt noch Nackenschmerzen!

Wie macht man einen Film über einen Film den niemand gesehen hat, jedenfalls niemand, der unter 85 Jahre alt ist, denn der Film “Jud Süß” ist 1940 entstanden. Ich habe immer nur kleine Ausschnitte daraus in Dokumentarfilmen gesehen, es soll einer der schlimmsten antisemitischen Propagandawerke der NS-Zeit sein. Den Film, der nur unter Vorbehalt gezeigt werden darf, haben damals ungefähr 20 Millionen Menschen in Europa gesehen. Als Vorbehaltsfilme werden diejenigen Filme nationalsozialistischer Produktion bezeichnet, deren Aufführung in Deutschland wegen ihres starken propagandistischen Gehalts bis auf den heutigen Tag Einschränkungen unterliegt. So dürfen diese Filme nur in geschlossenen Bildungsveranstaltungen mit sachkundiger Einführung aufgeführt werden.

Nun also “Jud Süß – Film ohne Gewissen“, ein Film über das, was um den Film herum geschah, hauptsächlich um den Schauspieler Ferdinand Marian, seiner Frau Anna Marian, dem Regisseur Veit Harlan und um Joseph Goebbels.

Ferdinand Marian wird von Tobias Moretti äußerst eindrucksvoll gespielt. Die nachgestellten Szenen mit Moretti  aus dem Originalfilm, lassen erahnen wie perfide diese unterschwellige Propaganda damals gewirkt haben muss und heute noch bei einigen wirken könnte! Eine überzeugende Arbeit leistet auch Armin Rohde, der den Schauspieler Heinrich George spielt. Hin und her gerissen war ich bei Moriz Bleibtreu, der Joseph Goebbels spielt. Goebbels rheinischer Dialekt wird von Bleibtreu etwas zu stark betont. Sprachlich nah kommt er Goebbels immer nur dann, wenn er in Rage gerät und zu schreien beginnt. Die Gestik, das typische Goebbelsche Fingerschütteln bis hin zum Hinkefuß, ist Moritz Bleibtreu wirklich gut gelungen.

Abgesehen von einer Szene, die man sich hätte sparen können, Gudrun Landgrebe hat als Frau eines KZ-Kommandanten am geöffneten Dachfenster vor der Kulisse des im Bombenhagel untergehenden Berlin derben Sex mit Marian, ist der Film sehenswert. Der Deutschlandstart ist für den 23. September 2010 geplant.

Nach dem Film kamen noch viele Beteiligten am Film auf die Bühne. Eine etwas merkwürdige Darbietung lieferte dabei Tobias Moretti ab, mehr stammelnd als eine kleine Rede haltend gab er dem Film-Abend einen etwas skurrilen Abschluss. Einem ZDF-Reporter, der mich am Ausgang zu einem Interview nötigen wollte, winkte ich kurzerhand ab. Ich würde knallrot werden, wenn ich in eine laufende Kamera sprechen müsste!

Foto: © Internationale Filmfestspiele Berlin

Dringende Eilmeldung

Feuer brennt eben doch nicht nur im Kamin. Ireen Sheer heiratet! Ich zitiere:

“Das Problem ist, einen Termin zu finden, an dem Ireens Kalender nicht so voll ist, alle Freunde mitfeiern können und die Locations nicht ausgebucht sind”, erzählt Kahl dem Magazin. “Wir hatten uns schon einen Tag ausgeguckt, an Sonnwend im Juni, das wäre schön gewesen – aber da heiratet Victoria von Schweden.” Und Ireen wünscht sich, dass sie die Aufmerksamkeit an ihrem großen Tag, um den sie so lange kämpfen musste, für sich allein hat.

Lesen sie den Rest dieser aufregenden Liebesgeschichte hier.

Quelle: Frau im Spiegel

Metropolis

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Manchmal klingt ein Abend perfekt aus! Mit zeitlicher Verzögerung, dank Festplattenrekorder aber nicht verloren, einen hervorragenden Spielfilmabend mit Arte genossen: METROPOLIS! Einen herzlichen Dank an das Rundfunk-Sinfonieorchester-Berlin!!!

Mauerfall-Spezial bei der Bahn

9.11.2009 | 7 Kommentare | Gepostet in Berlin, Events, Ich glotz TV, News, Unterwegs

Was für ein Kampf! Nach Schweiß, Tränen und gefühlten 1000 Klicks hat es dann doch noch ein gutes Ende gefunden. Saß ich doch bereits um 18:57 Uhr vor dem Rechner, um das Angebot der Deutschen Bahn in Empfang zu nehmen zum Jubiläum des 20. Jahrestages des Mauerfalls für nur 20 Euronen durch die Republik zu reisen! Brach auch für etwa 3 Stunden der Server der Bahn zusammen, brachte mich doch beharrliches Klicken auf den Buchungsbutton, gegen 22:00 Uhr, meinem Ziel Köln näher. 3 Stunden für 2 Fahrkarten! Oh frohlockt, ich reise Berlin – Köln – Berlin für 40 Euronen! In der Zwischenzeit lugte ich ab und an auf den Bildschirm, der im Hintergrund vor sich hin lief. War es Wetten das…? mit Thomas Gottschalk oder History mit Guido Knopp oder gar Domino Day von RTL? Nein, es waren die vor Pathetik triefenden Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls! Du meine Güte, was planen die denn zum 25. Jahrestag?

Einheitsbrei

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plakat-maueroeffnung Die Massen schoben sich heute wie Brei vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor und ich schob mit. 20 Jahre Mauerfall wird gefeiert und die fettigen Bratwurstbuden dampften auf der Meile allerorten. Zwischen drin, 1000 übergroße bemalte Dominosteine, die morgen gegen 19:00 – 19:30 Uhr, also zur besten Sendezeit und eindrucksvoll vom ZDF in Szene gesetzt, umfallen sollen. Infos zum Dominoeffekt gibt es hier. Vorher ist gucken angesagt. Hier und da witzige Einfälle, wie man die Dominosteine gestaltet hat. Am Geländer davor, stehen kleine Erklärungstafeln. Ich picke mir die Gabriele-von-Bülow-Oberschule heraus und lese:

Die Aktion war eine großartige Möglichkeit, den Geschichtsunterricht interessant umzusetzen und die Schüler für das “eher langweilige” Thema zu begeistern.

Fand jetzt der Lehrer das Thema eher langweilig? Interessant!
Glühwein floss übrigens bereits in Strömen an den Ständen und der Heute-Journal Anchorman Steffen Seibert bibberte rotbackig im Cord-Anzug vor dem Brandenburger Tor herum. Morgen Abend soll dann die richtige Sause am Tor stattfinden, mit Feuerwerk, unzähligen Fernsehstationen und viel Tamtam. Das guck ich mir aber im Fernsehen an.

Wenn Sie einmal hineinschauen wollen:

Nicht darin nur daran vorbei

Zeitlich schaffte ich es heute nicht ins neue Neue Museum. Ich kam nur daran vorbei und lichtete schnell drei Eindrücke ab.

Thomas Demand – Nationalgalerie

thomas-demand-nationalgalerie Thomas Demand (*1964) habe ich ja bereits seit einiger Zeit in der Kunst-Blogroll. Nun führte mich mein Weg an diesem schmudeligen Sonntag in die Neue Nationalgalerie, da dort eine große Werkschau dieses international renommierten deutschen Künstlers noch bis zum 17.01.2010 zu sehen ist. Der Schwerpunkt der 40 Arbeiten liegt auf Deutschland. Was macht Thomas Demand denn nun genau? Er fertigt aus Papier, Karton und Pappe, Modelle detailgetreuer Tatort- und Pressefotos an, die er dann licht-technisch perfekt inszeniert und fotografiert um sie danach wieder zu vernichten. Nur seine Fotos bleiben. Auf diesen verstörenden Fotos sind stets keine Menschen zu sehen. Er dokumentiert unsere Medienwelt, er reproduziert.

Schwere riesige graue Vorhänge teilen das obere Stockwerk der Nationalgalerie in Segmente ein. Drinnen die gut 40 Arbeiten, großformatige Fotografien. Vor- und seitlich der Fotos stehen kleine Tische, in denen Bücher mit Texten von Botho Strauß zu lesen sind. Sie beziehen sich zwar auf die Bilder, erklären sie aber nicht. Was sie auch nicht brauchen, denn bei vielen Fotos erinnere ich mich an das abgebildete Ereignis. So zum Beispiel das Werk  “Badezimmer“. Sofort denke ich an das Zeitungsfoto des Niedersächsischen Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Barschel, der tot in der Badewanne des Genfer Hotels Beau-Rivage liegt. Nur hier fehlt Barschel. Ein beeindruckender Moment.

Wenn man sehr dicht an die Fotos heran tritt, erkennt man, das die abgebildeten Objekte alle aus Papier, Karton oder Pappe sind. Ich denke mir, was für ein Aufwand. Bis ins kleinste Detail reproduziert, täuschend echt. Da sitzt jemand tagelang und schneidet, faltet, klebt, erschafft und reißt alles wieder ein.

Ein Text von Botho Strauß zu einem Foto möchte ich gern zitieren, da er mich nachdenklich machte. War nicht ganz einfach ihn auf zu schreiben. Verdächtigte mich das Personal der Neuen Nationalgalerie doch dreist, im Besitz eines iPhones zu sein und heimlich Fotos zu machen! Ich tippte jedoch lediglich den Text in die Notizfunktion meines iPod touch. Ich sage ihnen das war ein Aufstand! O.K keine Fotos verstehe ich aber dann wollte man mir sogar verbieten, Notizen zu machen, trotz Erklärung es handele sich bei dem Gerät um einen MP3 Player. Also bitte, irgendwo hört der Spaß auf. Ich komme zum Text:

Wir vermeiden in jeder Millisekunde Traum oder Wachen, die Hölle der Diffusion. In Wahrheit werden wir unentwegt mit unvergleichlichen katastrophal neuen Situationen konfrontiert, befeuert, und nur unser gütig vereinfachendes, brav schablonisierendes Hirn wählt aus dem wilden Unbekannten das Vergleichbare aus und formt daraus die gröbsten, vor allem aber stabilsten Begriffe, zu denen wir glücklich Zuflucht nehmen dürfen.

Thomas Demand – Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie
Noch bis zum 17.01.2010

Hinter den Kulissen

Nanu, da ist es doch etwas still im Blog des Antiteilchen  geworden. Der Grund: Das Antiteilchen hat sich einer neuen Aufgabe zugewandt. Vor vier Monaten hörte ich davon, dass sich in Berlin ein neues Theater gründen will. Die legendären O-TonPiraten wollen sich in der Kulmer Straße eine eigene Spielstätte schaffen. Theater O-TonArt genannt. Helfer wurden gesucht und ich bot meine Hilfe an. Als ich das erste Mal die Fabriketage in der Kulmer Straße sah, dachte ich nur: Du meine Güte, daraus soll ein Theater werden? Hier muss jemand eine unglaubliche Vorstellungskraft haben! Ich vertraute auf diese Vorstellungskraft und begann den Pinsel zu schwingen.

Nach einiger Zeit, fragten die Jungs mich, ob ich mir nicht vorstellen könnte, die Büroorganisation zu übernehmen. Ich konnte. Und schon war ich dabei das neue Büro erst einmal farblich zu gestalten. Als dann der PC besorgt war und ans Netz ging, fing die Arbeit für mich richtig an. Ticketverkauf, Reservierungen, Mails etc. hielten mich auf Trab. In der Zwischenzeit vollzog sich im Saal eine regelrechte Metamorphose. Aus einer staubigen, heruntergekommenen Fabriketage entstand durch unzähliger Helfer Hände, ein zauberhaftes kleines Theater mit einer wundervollen Atmosphäre.

Jetzt haben wir die Premiere hinter uns, die über 3 Abende ging und mit vielen Gaststars und den O-TonPiraten ein voller Erfolg war. Tolle Gäste, klasse Künstler, super Stimmung! Natürlich macht man nicht mal so eben ein neues Theater auf! Da reden ein paar Ämter mit. Einige Bestimmungen sind noch zu erfüllen und dann geht es richtig los. Anfang November ist angepeilt. Also zwischen durch immer mal wieder auf die Website des O-TonArt schauen!

Mal richtig Abschalten!

Ich schaffte es heute nur zum Brandenburger Tor um an der Abschlusskundgebung der Demo gegen Atomkraft teil zu nehmen. Hier ein paar Eindrücke:

U55 Eröffnung

Reger Betrieb herrschte heute zur Eröffnung der U55 auf den neuen Bahnhöfen Hauptbahnhof – Bundestag – Brandenburger Tor. An den Stationen fanden für viele, Programmpunkte statt wie Bier trinken, Wurst essen, Infomaterial einstecken und jede Station auf Herz und Nieren prüfen. Besonders beliebt, die kleinen Bauarbeiter im U55 Look von Playmobil, in dreifacher Ausführung. Die Leute rissen sich darum. Ich denke man wird die Bahnhöfe lange Zeit nicht mehr so voller Menschen sehen. Oder doch? Wird die Strecke trotz fehlender Anbindung an den Rest des U-Bahnnetzes angenommen? Nur heute war kostenloses Fahren möglich, ab morgen kostet die Fahrt für 1470 Meter Kurzstreckentarif 1,30 Euro.

Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:

Ich bin dann mal weg

29.07.2009 | 3 Kommentare | Gepostet in Events, News, Unterwegs

50 Jahre sind meine Eltern nun verheiratet und sie sind immer noch glücklich miteinander. Respekt! Das muss gefeiert werden. Bis Dienstag nächster Woche herrscht hier Funkstille. Schnuppern Sie derweil doch etwas im Archiv.

Bilder Träume

Der Blick durchs Schlüsselloch Die Ausstellung “Bilder Träume” in der Neuen Nationalgalerie, zeigt die Privatsammlung des sympathischen Paars Ulla und Heiner Pietzsch. In ihrem geschmackvollen Haus in Dahlem hängen die Mirós, Magrittes, Picassos, Dalis etc. an den Wänden, darunter ihr Sofa, wie auf einer Fotografie zu sehen. Wie muss so ein Wohnen mit den Bildern sein? Sie täglich sehen zu können und sich an ihnen zu erfreuen? Ich denke sehr angenehm! Zur Zeit muss das Haus in Dahlem allerdings sehr leer aussehen. Die Nationalgalerie zeigt 200 Werke des Sammlerpaars. Das Paar hatte lange Zeit gezögert, die in vierzig Jahren zusammengetragenen Werke in der Neue Nationalgalerie, zu zeigen. „Ach, jetzt kommt der auch noch“, war die von Heiner Pietzsch befürchtete Reaktion, denn in Berlin waren in den letzten Jahren die Privatsammler wie nirgendwo aktiver.

Heiner Pietsch über sich selbst:

“Ich hatte nur mit Kunst zu tun. Mein Geld habe ich verdient in dem ich Kunststoffe verkauft und verarbeitet habe und das dort verdiente Geld habe ich in die Kunst investiert. Gott sei Dank nicht in Aktien!”

Berlin hat mit dieser Sammlung wahrlich einen Schatz. Das Paar, hoch in den Siebzigern, sähe sie gerne in Berlin, allerdings nicht im Depot verstauben. Da sollten Kulturverantwortliche aufmerken! Die Ausstellung zeigt ein reiches Spektrum des Surrealismus und des abstrakten Expressionismus. Sehr empfehlenswert!

Wie Sie sehen, sehen Sie nicht viel Was mich allerdings etwas irritierte, war eine Schau im Obergeschoss, in der Haupthalle der Neuen Nationalgalerie. Dort läuft die Ausstellung “Zu Hilfe, zu Hilfe” des Künstlers Imi Knoebel. Die kostet 4 Euro extra. Als ich in der Halle stand kam eine Angestellte auf mich zu und forderte die Eintrittskarte,  die ich für diese “Ausstellung” nicht hatte. Ich fragte wo denn die Kunst wäre? Nun die Glasscheiben seien bemalt! Und in den Ecken stünden Holzkonstruktionen! Ich muss gestehen, ich habe das als “Gerümpel” wahrgenommen. Eher Verpackung der noch zu zeigenden Kunst. Wenn man aus dem Untergeschoss kommt, nach einer so großartigen Schau und diesen “Minimalismus” sieht, fragt man sich schon wer hier die Eintrittspreise kalkuliert! Sparen Sie sich das Zusatzticket!

Bilder Träume

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50
bis 22.11., Di/Mi/So 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr, Fr/Sa 10-20 Uhr.
Eintritt: 10 Euro/ermäßigt 5 Euro

Sternfahrt 2009-Blogger on bikes

Sternfahrt-2009 Gerne weise ich hier auf die diesjährige 33. Sternfahrt am 7. Juni hin. Die Sternfahrt steht diesmal unter dem Motto “Berlin fährt Rad!” und ist die größte Fahrraddemonstration weltweit! Auf 18 Routen werden die Radfahrer aus dem Berliner Umland via Avus und Autobahn-Südring zum Großen Stern radeln und dort gegen 14:00 Uhr ankommen. Ich selbst war bereits zweimal dabei 2007 und 2008 und es hat mir beide Mal sehr viel Spaß gemacht mit mehr als hunderttausend Radfahrern, 2008 sogar fast 1 Million,  eine starke Gemeinschaft zu bilden. Apropos Gemeinschaft. Wie wäre es mit einer diesjährigen Gruppe “Blogger on bikes” ;-) Wer hat Lust, bitte melden!

Alle Infos zur Sternfahrt 2009 hier:

Der Routenplan Sternfahrt 2009
Die Kinderroute 2009
Die Seite des ADFC

Dank an das Rad-Spannerei Blog für den Hinweis

Nachtrag: Womöglich kann die Route über die A100 nicht gefahren werden. Bitte lesen!

Prinz goes BSR

Wie angekündigt waren wir heute in der Deutschen Oper um dem Staatsballett bei der Darbietung von Schneewittchen zu zuschauen.
Quälend langsam vollzieht sich Schneewittchens Geburt auf der Bühne. Alles ist in schwarz gehüllt und man ahnt bereits, die Mutter wird den Geburtsakt nicht überleben. Das Ganze zieht sich hin und ich denke wenn es in dem Tempo weitergeht kann es ja heiter werden. Auch der Tanz am Hofe des Königs, als Schneewittchen bereits eine junge Dame ist, ist etwas lang geraten und das Bühnenbild ist auch nicht gerade ein echter Hingucker. Doch dann, der Auftritt der bösen Stiefmutter! Feurig jagt sie über die Bühne begleitet von ein paar Blitzen und zwei geschmeidigen Katzen. Endlich kommt Schwung in die Sache. Als sich die böse Stiefmutter das erste Mal vor den Spiegel stellt, bin ich auch zum ersten Mal überrascht. Gut gelungen diese Umsetzung. Das karge Bühnenbild gefällt mir in dieser Szene sehr. Kein einziges Wort wird gesprochen aber man versteht alles was sich dort abspielt. Ich sag nur: Perfekt synchron!

Dann eine Szene um ein paar Steinhaufen herum, leicht bekleidete Männer und ebenso spärlich umhüllte Frauen tanzen sehr erotisch. Doch Schneewittchen taucht auf und zerstört die ganze Szene. Sie tanzt ein wenig herum bis endlich der Prinz auftaucht. Wieso jetzt schon, denke ich, als mir schlagartig auffällt das der Prinz einen Overall an hat, in dem er zwar einen sehr sehr festen Po hat, aber der leider in einem Orange gehalten ist, das arg nach Berliner Stadtreinigung (BSR) aussieht! Ich bin kurz irritiert, allerdings die böse Stiefmutter versöhnt mich wieder und wir kommen zur Jäger Szene, in der Schneewittchen getötet werden soll aber der Jäger hat halt ein gutes Herz und lässt sie laufen. Dafür trabt ein Tier über die Bühne, mehr Robotertanz als anmutiges Reh. Ich sag nur: Sehr langatmig!

Die sieben Zwerge Darstellung hat mich besonders überzeugt! Klasse Bühnenbild. Es sind halt Bergbau Zwerge und das wird auch sehr deutlich. Hier auch der erste Szenenapplaus. Verdient! Inzwischen wundern wir uns das es noch keine Pause gab, denn Schneewittchen feiert schon munter mit den Zwergen. Die böse Stiefmutter kommt bereits herein, verwandelt natürlich, damit Schneewittchen sie nicht erkennt. Der Apfel wird gereicht. Ich sag nur: Sehr mitschleifend das Ganze denn Schneewittchen beißt extrem gut zu!

Siehe da der Prinz ist wieder da. Immer noch im BSR Outfit. Er müht sich schon arg an dem leblosen Schneewittchen ab, wirft es hin und her, ab und an auch einfach weg, verliert schließlich die Lust und gibt auf. Doch plötzlich regt sie sich! Letztes Bild am Hofe des Königs, es flittert Goldregen vom Himmel, Prinz und Schneewittchen verheiratet und die böse Stiefmutter bekommt rote Schuhe an und tanzt sich tot. Vorhang.

Wir fanden es kurzweilig, trotz einiger langen Szenen aber es war unterhaltend. Eine Pause hätte das Ganze wirklich zu langatmig gemacht. Von den Kostümen hatte ich mehr erwartet, da ja Jean Paul Gaultier verantwortlich war. Einzig die Stiefmutter kommt farbenprächtig rüber.

Alles in allem: Sehenswert.

Alexander Rybak schafft es mit Fairytale

Nach Jahren machte mir der Grand Prix, der ja nun Eurovision Song Contest heisst, heute mal wieder Spaß! Besonders wenn ein so hübscher und natürlich daher kommender Norweger aus Weißrussland ein so schönes Lied singt und fiedelt! Und du meine Güte, wie der lächelt!

Leider machte das hier überhaupt keinen Spaß!

      • Kulturtipp