Gott und sein Management

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Das hat Gott nun davon!

CSD Berlin 2010

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Einer der Gründe warum ich in diesem Jahr nicht beim CSD dabei war, kann man hier nachlesen. Der Tagesspiegel wird genauer:

Man werde ihr die Nichtannahme des Preises nicht übel nehmen, sondern das Gespräch suchen. Vielleicht sei Butler wegen des bunten und lauten Paraden-Rummels nicht ganz klar gewesen, dass der CSD auch in Berlin sehr wohl klare Inhalte und Forderungen vertrete und diese auch im Vorfeld thematisiert worden seien.

so Sprecherin Claudia Rische vom CSD Veranstalter.
Vielleicht hat Frau Butler auch nur ein kommerzielles buntes Sommerfest gesehen und klare Inhalte und Forderungen einfach vermisst!

Nachtrag: Hier ein interessanter taz Bericht.

Nachtrag: Hier das Video zu Judith Butlers Ansprache.

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Nachtrag: Judith Butler im taz Interview

Rassismus als Schlüsselanhänger

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Auch so etwas gab es auf dem Lesbisch-Schwulen Stadtfest!


Sternfahrt 2010

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Frisch aufgepumpt radelte ich heute wieder in guter alter Tradition bei der Sternfahrt 2010 mit. Nach Angaben der Organisatoren vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) fuhren bis zu 200.000 Menschen mit und das bei fantastisch gutem Wetter. Ab Buschkrugallee ging es diesmal auf die Autobahn A100. Allerdings erwies sich zum wiederholten Mal diese Stelle als Nadelöhr. Lange Wartezeit bis es endlich hinauf auf die Bahn ging! Kurzweilige Gespräche mit zufälligen Bekanntschaften machten aber das Warten erträglich. Und wie man so mit hunderten von Radlern durch einen Tunnel fährt habe ich hier aufgenommen:

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Eurovision Song Contest 2010 – Madcon – Glow – Flash Mob Dance

Erst dachte ich, was soll denn dieses Gehampel bei der Performance vor der Punktevergabe beim ESC.  Peter Urban stellte das Lied als “Eurodance” der Gruppe Madcon vor.  Nach ein wenig Recherche, stellte sich heraus, dass der Titel “Glow” heißt.  Mir hat nach anfänglichem Zögern dieser Song und auch die Flash Mobs in den europäischen Städten außerordentlich gut gefallen. Hatte was von europäischem Gemeinschaftsgefühl. Das war eine klasse Idee und es ist ein Hammer Lied!

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Stadtpark Tempelhofer Feld eröffnet

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Nach 85 Jahren öffnete sich heute das Tempelhofer Feld wieder der Bevölkerung. Mein erster Eindruck: Trotz Fahrrad ein gigantisch großes Gelände! Völlig verloren darauf das Volksfest. Auf einer der beiden ehemaligen Start- und Landebahnen war eine Fress- und Saufbude nach der anderen aufgereiht. Dazwischen einige Stände verschiedenster Gruppen. Die schiere Größe des Geländes lässt den Himmel über Berlin in seiner ganzen Größe erblicken. Der Blick geht auch in die Ferne, was im Innenstadt Bereich oft schwierig ist. Berlin hat nun einen neuen Stadtpark, der größer ist, als der Central Park in New York!

Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:

Innen Stadt Außen – Der Rundgang

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nebel3 Die Schau “Innen Stadt Außen” des in Berlin lebenden isländischen Künstlers Olafur Eliasson, lockte an diesem Frühlingstag, bei freiem Eintritt, Tausende in den schmucken Martin Gropius Bau. Auch in den Abendstunden, als ich die Schau besuchte, war noch sehr großer Andrang zu verspüren. Ich beschränke mich hier bei der Schilderung auf die Bereiche, die mich besonders beeindruckt haben. Gleich zu Beginn im ersten Ausstellungsraum wird man in Nebel gehüllt, der, oh Wunder, weder in den Augen brennt, noch Atembeschwerden verursacht. Menschen irren gut gelaunt und neugierig im Farbenrausch umher, zufällige Begegnungen nicht ausgeschlossen. Drei große Räume lang geht das so. Dann erwarten mich zwei hübsch gewerkelte Kugeln an der Decke, alles schaut nach oben. Als Esstischlampe bestimmt ein echter Hingucker. In einem stockfinsteren Raum dann ein sich rotierender Gartenschlauch aus dem Wasser spritzt. Ja das klingt jetzt nicht so überwältigend, allerdings blitzt eine Stroboskop-Lampe hektisch auf und das macht dieses Schauspiel wiederum optisch äußerst interessant! Man verweilt und lässt sich betören. Hier hätte man gerne etwas Musik dazu gehabt!

Als nächstes heißt es wieder anstehen, zum “Mikroskop” genannten Highlight der Schau: Ein mit Spiegelfolie ausgekleideter Raum in der Haupthalle des Martin Gropius Baus, der bis an die Kuppel, das Oberlicht des Saales, reicht. Beim Eintreten stoßen viele meiner Mitbesucher Ohs und Ahs aus. Ich versuche mich erst mal zu orientieren. Beeindruckend hier, wie in einem Kristallpalast! Da es schon etwas dämmert, denke ich, dass der Effekt bei vollem Tageslicht noch heftiger sein muss. Flott ist man wieder draußen, die Nachrückenden wollen auch in den Genuss kommen.

Schnöde Gehweg Platten liegen jetzt vor mir, die einem in Berlin, meist im Osten, ständig nötigen vorsichtig zu sein um nicht auf die Fresse zu fallen. Hier braucht es kein Schild “Gehweg-schäden”! Alle liegen akkurat ausgerichtet nebeneinander. Muss man ins Museum gehen um zu sehen wie so etwas im Normalfall aussehen sollte! Jetzt ein paar hübsche Lichtspiele an der Wand. In ihrem Schein wird viel hin und her gezappelt, mit wie wenig man Menschen doch eine Freude machen kann! Ein Video wird gezeigt, was ich mir aber aus Platzmangel nicht anschaue, inzwischen drängt es doch ganz schön in den Räumen. Ich beschließe meinen Rundgang zu beenden, nicht ohne darüber nach zu denken, was das alles denn nun mit Innen Stadt Außen zu tun hatte. Gut, an ein paar Stellen wurde ich recht nachdenklich und mir wurde auch der Sinn klar über das, was man mir da zeigte. Vieles hat mich aber auch einfach nur ratlos davor stehen lassen.

Tipp: Sehenswert, wenn es regnet!

Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:

Jud Süß – Film ohne Gewissen

jud-suss-film-ohne-gewissen Du meine Güte. Da waren Felix und ich doch tatsächlich auf dem roten Teppich am Berlinale Palast am Potsdamer Platz! Andrea Sawatzki lächelte gerade im Blitzlichtgewitter krampfhaft in die Kameras, als wir hinter ihr ins Kino huschten und ich sage ihnen so ein Gewitter ist warm, also all diese Blizlichter entwickeln eine ganz schöne Wärme! Im letzten Jahr durfte der gemeine Pöbel bei “Effie Briest” im Friedrichstadtpalast noch an der Seite vorbei in den Saal und den roten Teppich nur anschauen. Da wir recht spät waren zur Premiere, hatten wir zwar die zweifelhafte Ehre ins Blitzlichtgewitter zu geraten aber dann leider in Reihe zwei zu landen. Ich habe jetzt noch Nackenschmerzen!

Wie macht man einen Film über einen Film den niemand gesehen hat, jedenfalls niemand, der unter 85 Jahre alt ist, denn der Film “Jud Süß” ist 1940 entstanden. Ich habe immer nur kleine Ausschnitte daraus in Dokumentarfilmen gesehen, es soll einer der schlimmsten antisemitischen Propagandawerke der NS-Zeit sein. Den Film, der nur unter Vorbehalt gezeigt werden darf, haben damals ungefähr 20 Millionen Menschen in Europa gesehen. Als Vorbehaltsfilme werden diejenigen Filme nationalsozialistischer Produktion bezeichnet, deren Aufführung in Deutschland wegen ihres starken propagandistischen Gehalts bis auf den heutigen Tag Einschränkungen unterliegt. So dürfen diese Filme nur in geschlossenen Bildungsveranstaltungen mit sachkundiger Einführung aufgeführt werden.

Nun also “Jud Süß – Film ohne Gewissen“, ein Film über das, was um den Film herum geschah, hauptsächlich um den Schauspieler Ferdinand Marian, seiner Frau Anna Marian, dem Regisseur Veit Harlan und um Joseph Goebbels.

Ferdinand Marian wird von Tobias Moretti äußerst eindrucksvoll gespielt. Die nachgestellten Szenen mit Moretti  aus dem Originalfilm, lassen erahnen wie perfide diese unterschwellige Propaganda damals gewirkt haben muss und heute noch bei einigen wirken könnte! Eine überzeugende Arbeit leistet auch Armin Rohde, der den Schauspieler Heinrich George spielt. Hin und her gerissen war ich bei Moriz Bleibtreu, der Joseph Goebbels spielt. Goebbels rheinischer Dialekt wird von Bleibtreu etwas zu stark betont. Sprachlich nah kommt er Goebbels immer nur dann, wenn er in Rage gerät und zu schreien beginnt. Die Gestik, das typische Goebbelsche Fingerschütteln bis hin zum Hinkefuß, ist Moritz Bleibtreu wirklich gut gelungen.

Abgesehen von einer Szene, die man sich hätte sparen können, Gudrun Landgrebe hat als Frau eines KZ-Kommandanten am geöffneten Dachfenster vor der Kulisse des im Bombenhagel untergehenden Berlin derben Sex mit Marian, ist der Film sehenswert. Der Deutschlandstart ist für den 23. September 2010 geplant.

Nach dem Film kamen noch viele Beteiligten am Film auf die Bühne. Eine etwas merkwürdige Darbietung lieferte dabei Tobias Moretti ab, mehr stammelnd als eine kleine Rede haltend gab er dem Film-Abend einen etwas skurrilen Abschluss. Einem ZDF-Reporter, der mich am Ausgang zu einem Interview nötigen wollte, winkte ich kurzerhand ab. Ich würde knallrot werden, wenn ich in eine laufende Kamera sprechen müsste!

Foto: © Internationale Filmfestspiele Berlin

Dringende Eilmeldung

Feuer brennt eben doch nicht nur im Kamin. Ireen Sheer heiratet! Ich zitiere:

“Das Problem ist, einen Termin zu finden, an dem Ireens Kalender nicht so voll ist, alle Freunde mitfeiern können und die Locations nicht ausgebucht sind”, erzählt Kahl dem Magazin. “Wir hatten uns schon einen Tag ausgeguckt, an Sonnwend im Juni, das wäre schön gewesen – aber da heiratet Victoria von Schweden.” Und Ireen wünscht sich, dass sie die Aufmerksamkeit an ihrem großen Tag, um den sie so lange kämpfen musste, für sich allein hat.

Lesen sie den Rest dieser aufregenden Liebesgeschichte hier.

Quelle: Frau im Spiegel

Metropolis

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Manchmal klingt ein Abend perfekt aus! Mit zeitlicher Verzögerung, dank Festplattenrekorder aber nicht verloren, einen hervorragenden Spielfilmabend mit Arte genossen: METROPOLIS! Einen herzlichen Dank an das Rundfunk-Sinfonieorchester-Berlin!!!

Mauerfall-Spezial bei der Bahn

9.11.2009 | 7 Kommentare | Gepostet in Berlin, Events, Ich glotz TV, News, Unterwegs

Was für ein Kampf! Nach Schweiß, Tränen und gefühlten 1000 Klicks hat es dann doch noch ein gutes Ende gefunden. Saß ich doch bereits um 18:57 Uhr vor dem Rechner, um das Angebot der Deutschen Bahn in Empfang zu nehmen zum Jubiläum des 20. Jahrestages des Mauerfalls für nur 20 Euronen durch die Republik zu reisen! Brach auch für etwa 3 Stunden der Server der Bahn zusammen, brachte mich doch beharrliches Klicken auf den Buchungsbutton, gegen 22:00 Uhr, meinem Ziel Köln näher. 3 Stunden für 2 Fahrkarten! Oh frohlockt, ich reise Berlin – Köln – Berlin für 40 Euronen! In der Zwischenzeit lugte ich ab und an auf den Bildschirm, der im Hintergrund vor sich hin lief. War es Wetten das…? mit Thomas Gottschalk oder History mit Guido Knopp oder gar Domino Day von RTL? Nein, es waren die vor Pathetik triefenden Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls! Du meine Güte, was planen die denn zum 25. Jahrestag?

Einheitsbrei

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plakat-maueroeffnung Die Massen schoben sich heute wie Brei vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor und ich schob mit. 20 Jahre Mauerfall wird gefeiert und die fettigen Bratwurstbuden dampften auf der Meile allerorten. Zwischen drin, 1000 übergroße bemalte Dominosteine, die morgen gegen 19:00 – 19:30 Uhr, also zur besten Sendezeit und eindrucksvoll vom ZDF in Szene gesetzt, umfallen sollen. Infos zum Dominoeffekt gibt es hier. Vorher ist gucken angesagt. Hier und da witzige Einfälle, wie man die Dominosteine gestaltet hat. Am Geländer davor, stehen kleine Erklärungstafeln. Ich picke mir die Gabriele-von-Bülow-Oberschule heraus und lese:

Die Aktion war eine großartige Möglichkeit, den Geschichtsunterricht interessant umzusetzen und die Schüler für das “eher langweilige” Thema zu begeistern.

Fand jetzt der Lehrer das Thema eher langweilig? Interessant!
Glühwein floss übrigens bereits in Strömen an den Ständen und der Heute-Journal Anchorman Steffen Seibert bibberte rotbackig im Cord-Anzug vor dem Brandenburger Tor herum. Morgen Abend soll dann die richtige Sause am Tor stattfinden, mit Feuerwerk, unzähligen Fernsehstationen und viel Tamtam. Das guck ich mir aber im Fernsehen an.

Wenn Sie einmal hineinschauen wollen:

Nicht darin nur daran vorbei

Zeitlich schaffte ich es heute nicht ins neue Neue Museum. Ich kam nur daran vorbei und lichtete schnell drei Eindrücke ab.

Thomas Demand – Nationalgalerie

thomas-demand-nationalgalerie Thomas Demand (*1964) habe ich ja bereits seit einiger Zeit in der Kunst-Blogroll. Nun führte mich mein Weg an diesem schmudeligen Sonntag in die Neue Nationalgalerie, da dort eine große Werkschau dieses international renommierten deutschen Künstlers noch bis zum 17.01.2010 zu sehen ist. Der Schwerpunkt der 40 Arbeiten liegt auf Deutschland. Was macht Thomas Demand denn nun genau? Er fertigt aus Papier, Karton und Pappe, Modelle detailgetreuer Tatort- und Pressefotos an, die er dann licht-technisch perfekt inszeniert und fotografiert um sie danach wieder zu vernichten. Nur seine Fotos bleiben. Auf diesen verstörenden Fotos sind stets keine Menschen zu sehen. Er dokumentiert unsere Medienwelt, er reproduziert.

Schwere riesige graue Vorhänge teilen das obere Stockwerk der Nationalgalerie in Segmente ein. Drinnen die gut 40 Arbeiten, großformatige Fotografien. Vor- und seitlich der Fotos stehen kleine Tische, in denen Bücher mit Texten von Botho Strauß zu lesen sind. Sie beziehen sich zwar auf die Bilder, erklären sie aber nicht. Was sie auch nicht brauchen, denn bei vielen Fotos erinnere ich mich an das abgebildete Ereignis. So zum Beispiel das Werk  “Badezimmer“. Sofort denke ich an das Zeitungsfoto des Niedersächsischen Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Barschel, der tot in der Badewanne des Genfer Hotels Beau-Rivage liegt. Nur hier fehlt Barschel. Ein beeindruckender Moment.

Wenn man sehr dicht an die Fotos heran tritt, erkennt man, das die abgebildeten Objekte alle aus Papier, Karton oder Pappe sind. Ich denke mir, was für ein Aufwand. Bis ins kleinste Detail reproduziert, täuschend echt. Da sitzt jemand tagelang und schneidet, faltet, klebt, erschafft und reißt alles wieder ein.

Ein Text von Botho Strauß zu einem Foto möchte ich gern zitieren, da er mich nachdenklich machte. War nicht ganz einfach ihn auf zu schreiben. Verdächtigte mich das Personal der Neuen Nationalgalerie doch dreist, im Besitz eines iPhones zu sein und heimlich Fotos zu machen! Ich tippte jedoch lediglich den Text in die Notizfunktion meines iPod touch. Ich sage ihnen das war ein Aufstand! O.K keine Fotos verstehe ich aber dann wollte man mir sogar verbieten, Notizen zu machen, trotz Erklärung es handele sich bei dem Gerät um einen MP3 Player. Also bitte, irgendwo hört der Spaß auf. Ich komme zum Text:

Wir vermeiden in jeder Millisekunde Traum oder Wachen, die Hölle der Diffusion. In Wahrheit werden wir unentwegt mit unvergleichlichen katastrophal neuen Situationen konfrontiert, befeuert, und nur unser gütig vereinfachendes, brav schablonisierendes Hirn wählt aus dem wilden Unbekannten das Vergleichbare aus und formt daraus die gröbsten, vor allem aber stabilsten Begriffe, zu denen wir glücklich Zuflucht nehmen dürfen.

Thomas Demand – Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie
Noch bis zum 17.01.2010

Hinter den Kulissen

Nanu, da ist es doch etwas still im Blog des Antiteilchen  geworden. Der Grund: Das Antiteilchen hat sich einer neuen Aufgabe zugewandt. Vor vier Monaten hörte ich davon, dass sich in Berlin ein neues Theater gründen will. Die legendären O-TonPiraten wollen sich in der Kulmer Straße eine eigene Spielstätte schaffen. Theater O-TonArt genannt. Helfer wurden gesucht und ich bot meine Hilfe an. Als ich das erste Mal die Fabriketage in der Kulmer Straße sah, dachte ich nur: Du meine Güte, daraus soll ein Theater werden? Hier muss jemand eine unglaubliche Vorstellungskraft haben! Ich vertraute auf diese Vorstellungskraft und begann den Pinsel zu schwingen.

Nach einiger Zeit, fragten die Jungs mich, ob ich mir nicht vorstellen könnte, die Büroorganisation zu übernehmen. Ich konnte. Und schon war ich dabei das neue Büro erst einmal farblich zu gestalten. Als dann der PC besorgt war und ans Netz ging, fing die Arbeit für mich richtig an. Ticketverkauf, Reservierungen, Mails etc. hielten mich auf Trab. In der Zwischenzeit vollzog sich im Saal eine regelrechte Metamorphose. Aus einer staubigen, heruntergekommenen Fabriketage entstand durch unzähliger Helfer Hände, ein zauberhaftes kleines Theater mit einer wundervollen Atmosphäre.

Jetzt haben wir die Premiere hinter uns, die über 3 Abende ging und mit vielen Gaststars und den O-TonPiraten ein voller Erfolg war. Tolle Gäste, klasse Künstler, super Stimmung! Natürlich macht man nicht mal so eben ein neues Theater auf! Da reden ein paar Ämter mit. Einige Bestimmungen sind noch zu erfüllen und dann geht es richtig los. Anfang November ist angepeilt. Also zwischen durch immer mal wieder auf die Website des O-TonArt schauen!

      • Kulturtipp