Schrippenkirche

Schrippenkirche

Für solche Motive ist man ja dankbar! Schrippenkirche? Gut, die Kirche zum „Fliegenden Spaghettimonster“ ist mir ein Begriff. Aber Schrippenkirche? Vater unser, deine Schrippe geschehe! Nein, hier betet man nicht die im Vorgarten liegende „heilige Schrippe“ an. Die Kirche erhielt ihren Namen, als Berlin zur Industriestadt heranwuchs. Die Menschen strömten vom Land in die Stadt und viele irrten umher ohne Lohn und Brot.

Im Herbst 1882 gründen einige christlich denkende Handwerker mit dem Journalisten Konstantin Liebich (*9.6.1847 †29.12.1928) den Verein „Dienst an Arbeitslosen“. Sie veranstalten für die Obdachlosen Berlins sonntägliche Gottesdienste. Vor dem Gottesdienst wird ein einfaches Frühstück gereicht: Kaffee und zwei Schrippen. So nennt der Volksmund den Verein bald die „Schrippenkirche“. Erst kommen 25, bald Hundert. Im Winter 1902/03 sind es 1055 Bedürftige an einem Tag.

Zitat von der Webseite der Schrippenkirche in der Ackerstraße.

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