Berlin Art Week 2012

Ich war bei der Berlin Art Week, die noch bis zum Sonntag 16.09.12 zu bestaunen ist und leider muss ich ihnen mitteilen das mir bei all den vielen Kunstwerken mich nur wirklich eines tief berührt und auch zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe es am Ende meines Rundgangs entdeckt, ich stand plötzlich davor und war gefesselt.

abw19 Es handelt sich um die Arbeit von Ulf Aminde mit dem Titel “urban tai chi”. Sieben hochkant stehende Flachbildschirme sind zu einer Gruppe angeordnet.Man sieht Menschen die in einem rauschartigen Zwischenzustand verharren. Ausgelöst durch eine Überkonsumierung von Drogen bleiben sie in dieser Position und nehmen ihre Umwelt nicht mehr wahr. Mir sind solche Menschen schon oft begegnet, ich sehe sie fast täglich im Straßenbild und stehe ihnen einerseits entsetzt aber auch verwundert gegenüber. Es sieht für mich immer wie ein innerer Kampf aus, einerseits den Körper im hier und jetzt lassen zu wollen und nach außen das Bild von “noch da sein” zu suggerieren, andererseits völlig im Rausch auf zu gehen. Irgendwie hat es auch etwas von Pause Taste drücken. Wenn ich sie sehe halte ich immer für einen kurzen Moment inne und ich frage mich dann, wo diese Menschen gerade sind? Was hat dazu geführt das sie sich dermaßen aus der Gesellschaft heraus schießen?

Das Video könnt Ihr Euch auf dieser Seite ansehen.

Bei meinem Rundgang habe ich so einiges zu sehen bekommen. Ans Herz legen möchte ich Ihnen die witzigen Portrait Skulpturen von Gerard Mas, oder die Köpfe von Samuel Salcedo. Vielleicht mögen Sie ja mal hinein schauen:

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