Das für heute geplante Konzert des jamaikanischen Dancehall- „Künstlers“ Sizzla im Kesselhaus in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg, ist nach Protesten des Bündnisses
Smash Homophobia und des LSVD, abgesagt worden. Sizzla ist bekannt für seine homophoben, menschenverachtenden Songtexte, in denen er teilweise offen zum Mord an Homosexuellen aufruft. Mehr Informationen
dazu hier. Eine Stellungnahme der Veranstalter des Konzertes ist
hier nachzulesen. Das Bündnis Smash Homophobia sowie der LSVD hatten für den Abend zu einer Demonstration im Prenzlauer Berg gegen das Konzert des Hass-Sängers aufgerufen. Etwa 400-500 Menschen versammelten sich gegen 18:30 Uhr vor dem Eingang der Schönhauser Allee Arcaden. Ein großes Aufgebot der Polizei war vor Ort. Gegen 19:00 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung Richtung Kulturbrauerei und über die Lautsprecher ertönte die Nachricht, dass das Konzert abgesagt worden sei. Auch ein verlegter Aufführungsort des Sängers, ins
Huxleys Neue Welt, wurde abgesagt. Unter großem Beifall wurde die Demo trotzdem fortgesetzt um ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Unterdrückung in jeder Form zu setzen!
Durch den erfolgreichen Protest ist es dem Hass-Sänger nicht gelungen, eine Bühne für seine homosexuellen feindlichen Texte in Berlin zu bekommen!
Hier ein paar Eindrücke
27.11.2009 um 00:16
Ganz ehrlich, bis gerade eben habe ich noch nie von Sizzla, dem jamaicanischen Jah-Rastafarai-Hass-Sänger gehört oder gelesen. Dafür erst mal danke
Die Protest-Aktion finde ich natürlich sehr gut, ein voller Erfolg würde ich sagen. Aber ich finde es auch bedenklich dass ein Reggaesänger so abgeht. Sizzler würde ich spontan in die Hardcore-Gangstar-Rappende Ecke stellen.
Peace.
27.11.2009 um 02:36
hey ihsan , stop talkin crap man. Jeder der nur ein wenig ahnung von der materie hat, wird wohl die Texte einschätzen können. Ach und übrigens an alle verfickten klugscheißer: “Jamiaca besteht nicht nur aus schwulen!” und desweiteren haben wir deutschen, die ja sowieso immer beschwerde auf höchsten niveau überhauptkeine ahnung was dort von statten geht.
Danke an euch klappspaten und viel spaß beim Lanza hören
27.11.2009 um 18:45
@dal
Dein Wortgebrauch alleine lässt schon tief blicken! Interessant ist lediglich, dass dein Kommentar von einer Universitätsadresse abgeschickt wurde.
27.11.2009 um 19:49
Chippendales statt Sizzler, genau!
Papierkrieger ihr. Macht ihm ein Angebot, dass er nicht ausschlagen kann, was?
29.11.2009 um 13:34
“HEY DAL, lächerlich!!”
sorry antiteilchen
LG,
Ihsan.
30.11.2009 um 17:47
hallo…
ich will mal meinen senf dazugeben.
also, nichts gegen die demo, das ist alles richtig und wichtig!!
aber, was ich mich frage, was hat die absage des sizzla konzertes gebracht??
mehr toleranz??….nein, eher im gegenteil!!!
eine änderung des homosexuellen verbotes auf jamaika??….nein!!
ist es nicht immer sinnvoller, das problem an der wurzel zu packen, also das homo-gesetz auf jamaika zu kippen, als die die darraus entstehenden zu verurteilen???
wenn die leute, die das sizzla konzert verbieten lassen wollten, die gleiche energie in einen dialog mit der jamaikanischen regierung gesteckt hätten, wäre das sicher sinnvoller gewesen.
meiner meinung nach wurde hier ohne vorher zu überlegen politik gemacht.
nochmal, ich will hier niemanden verurteilen nur mal ne frage in den raum stellen!!!
und ja, ich halte sizzla für einen großartigen musiker!!!
beschimpft mich!!!
lasst es euch gutgehen
6.12.2009 um 01:47
danke alex
7.12.2009 um 14:26
@alex:
Da hast Du sogar recht: die erfolgreiche Unterbindung des Sizzla-Konzertes ändert natürlich an der schwulenfeindlichen Einstellung auf Jamaica nichts und bleibt so bloße, halbherzige Symbol-Politik.
Trotzdem halte ich die Aktion (an der ich nicht beteiligt war, ich lebe nicht in Berlin) für richtig. Würde man Hassprediger wie Sizzla (und das ist der Mann nunmal, so lange er in seinen Liedtexten zum Homo-Mord auffordert) einfach so durchkommen lassen, müsste er ja annehme, die Europäer wären mit seinen Aussagen einverstanden.
Und für die Sizzla-Fans, die ihn gerne live gesehen hätten, sollte das Anlass sein, sich zu überlegen, ob sie so einen Künstler wirklich gut finden wollen. Ich gebe zu, ich mag auch einzelne Stücke von Eminem und Bushido, obwohl das auch schwulenfeindliche Arschlöcher sind, aber die rufen zumindest nicht zum Töten auf. Da liegt für mich eine Grenze, da ist Protest nötig, und ich bin froh, dass die Berliner auf die Straße gegangen sind.
30.12.2009 um 02:27
Also ehrlich gesagt, kenne ich diesen – ich sag mal – Künstler überhaupt nicht.. und das ist wohl auch ganz gut so…
Dennoch ist imho die hier gewählte Form der Konfrontation unglücklich gewählt… abgesehen davon *Satire ein* sollte doch auch Homophoben mit Toleranz begegnet werden, wenn man sich schon so vehement für Toleranz einsetzt */Satire aus*
Ernsthaft… diese Demo hat imho rein garnichts gebracht, wer drauf steht, lässt sich so oder so von dieser Musik und den dazugehörigen Texten aus der Konserve berieseln bis sich das Gedankengut im Stammhirm eingenistet hat… besser wäre – wie oben schon angesprochen – auf politischer Ebene und auf globaler Ebene mehr Toleranzarbeit zu leisten – wobei ich mich der Frage des “Wie?” in Ermangelung von Antworten nur ungern stellen würde…
lg
Marc