Voronoi Touch Ball

Ich liebe elektronische Spielereien. Anfassen, verändern, staunen, könnte ich stundenlang. Hier im Video hat die Londoner Künstlergruppe Seeper eine interaktive Kugel geschaffen. Auf der Weltausstellung 2010, in Shanghai, wird es im deutschen Pavillon eine ähnliche, nur viel größere Attraktion geben. Die “Energiezentrale”. Ein Pendel mit einer Kugel, Durchmesser 3 Meter, 1,2 Tonnen schwer und bestückt mit 400 000 LEDs, schwingt in einem Raum. Die LEDs projizieren Farben, Formen und Bilder auf die Kugel. Durch Bewegung und Töne kann man die Kugel beeinflussen. Einen Test habe ich in einer Nachrichten Sendung gesehen und war schwer beeindruckt!

YouTube Preview Image

Tagestipp für Mittwoch

.

Humorvoll sterben – wie kann das gehen?

Normal: 6,00 €, ermäßigt: 5,00

Warum werden Homosexuelle eigentlich ständig mit Tieren verglichen?

Leider musste ich auf die “Welt” klicken. Gibt es dort doch wieder einen Artikel der sich vermeintlich mit Homosexualität auseinander setzt. Es geht um Ekel, wobei mir der Klick auf die “Welt” schon Ekel verursachte!, unmoralisches und unbiblisches Verhalten, gar um den Neid, wir wären glücklicher!

Besonders scheint es dem Autor das Tierreich angetan zu haben. Werden Homosexuelle doch folglich mit Makakenweibchen, Königspinguine, Gorillas, Delfine, Flamingos und Graugänse gleichgestellt.

Er kommt zu dem Schluß:

So groß die Vielfalt solcher Verhaltensweise bei dem Tieren ist, so vielschichtig sind auch die Gründe: Manche Tiere üben mit diesen Praktiken für den heterosexuellen Geschlechtsakt, anderen dienen sie zur Klärung der Hierarchie, bei einigen wiederum helfen die Lebensgemeinschaften, sich gegen eine lebensfeindliche Umwelt zu behaupten. Die Makaken hingegen schienen die homosexuellen Praktiken häufig nur aus einem Grund zu betreiben, beobachteten Forscher: einfach nur zum Spaß.

Mir fehlen die Worte!

In der Anonymität der Ketten kaufen Menschen Bücher, die vorher keine gekauft haben.

.

Sehr gut gemachter Journalismus? Ja wo gibt´s denn so etwas? Na hier! Ausgezeichneter Einblick in die Welt der Ladenregale einer großen Buchhandelskette.

via engl@absurdum

Auf Wiedersehen – Ihre Quelle

YouTube Preview Image

Der vermeintliche Kult ums Schwule

.

Du meine Güte. Ich denke, Philipp Gut verachtet Menschen von Grund auf. Gerade sind es mal wieder die Schwulen und Lesben, die seinen Menschenhass ab bekommen. Der scheint auch nur mit und aus seiner Hose zu denken. Ekelerregend!

Ich verweise gerne auf diesen und diesen Post!

Nicht darin nur daran vorbei

Zeitlich schaffte ich es heute nicht ins neue Neue Museum. Ich kam nur daran vorbei und lichtete schnell drei Eindrücke ab.

Hirschlederhandschuhe

14.10.2009 | 7 Kommentare | Gepostet in Berlin, Der Augenblick, News, Unterwegs

Auf der Suche nach ein paar schicken Lederhandschuhen begab ich mich heute in das Kaufhaus des Vertrauens. Am Regal der feinen Händewärmer angekommen, belagerte bereits eine Mutter, der Vater und der etwa 15jährige Sohn diesen eng zugestellten Bereich. So kam es unweigerlich zum Mithören meinerseits. Der Sohn, von Kleidung her mit Stil und Geschmack ausgestattet, wünscht sich Handschuhe.

Mutter: So, was willst du denn jetzt hier?
Sohn: Schwarze Lederhandschuhe!
Mutter: Dann schau mal durch was dir gefällt.
Vater: Müssen es denn ausgerechnet Lederhandschuhe sein?
Sohn: Verdreht die Augen.
Mutter: So etwas hier vielleicht? (hält dicke grobe Lederhandschuhe hoch)
Sohn: Nein. Sie müssen sehr eng anliegen. (Probiert das Regal durch)
Vater: Stoffhandschuhe reichen doch völlig.
Sohn: (Hat sich sehr stilvolle Hirschlederhandschuhe herausgefischt) Die hier gefallen mir.
Mutter: Muss es denn Leder sein?
Sohn: Ja! Eng anliegende schwarze Lederhandschuhe!
Vater: Die sind so glatt. Da kannst du mit spurlos einbrechen oder jemanden erwürgen.
Sohn: (Schaut entsetzt)
Mutter: Vielleicht schauen wir nochmal da drüben bei den Baumwollhandschuhen.
Vater: Baumwolle ist gut. Die hält schön warm!
Mutter: Muss es denn Leder sein. Warum denn nur Leder.
Sohn: (Verdreht die Augen)

Hier schalte ich mich kurz in das Familien-Gespräch ein und werfe in die Runde: Weil es einfach cool aus sieht!

Sohn: (Sein Gesicht erhellt sich, als würde die Sonne aus seinem Hintern scheinen, er kann kaum aufhören zu Grinsen)
Mutter: (Schaut mich böse an) Was kosten die denn überhaupt.
Vater:Ich hatte nie Lederhandschuhe.
Mutter: Waaas?! 99 Euro für ein paar Lederhandschuhe!! Kommt gar nicht in Frage!
Sohn: Mama!!
Mutter:  Nein, nein. Die sind ja viel zu teuer.
Sohn: (Steigen die Tränen in die Augen)
Vater: Nu heul nicht.

Mutter, Vater und Sohn ziehen von dannen. Noch einmal blickt der junge Mann zurück und lächelt mich mit traurigen Augen an.

Thomas Demand – Nationalgalerie

thomas-demand-nationalgalerie Thomas Demand (*1964) habe ich ja bereits seit einiger Zeit in der Kunst-Blogroll. Nun führte mich mein Weg an diesem schmudeligen Sonntag in die Neue Nationalgalerie, da dort eine große Werkschau dieses international renommierten deutschen Künstlers noch bis zum 17.01.2010 zu sehen ist. Der Schwerpunkt der 40 Arbeiten liegt auf Deutschland. Was macht Thomas Demand denn nun genau? Er fertigt aus Papier, Karton und Pappe, Modelle detailgetreuer Tatort- und Pressefotos an, die er dann licht-technisch perfekt inszeniert und fotografiert um sie danach wieder zu vernichten. Nur seine Fotos bleiben. Auf diesen verstörenden Fotos sind stets keine Menschen zu sehen. Er dokumentiert unsere Medienwelt, er reproduziert.

Schwere riesige graue Vorhänge teilen das obere Stockwerk der Nationalgalerie in Segmente ein. Drinnen die gut 40 Arbeiten, großformatige Fotografien. Vor- und seitlich der Fotos stehen kleine Tische, in denen Bücher mit Texten von Botho Strauß zu lesen sind. Sie beziehen sich zwar auf die Bilder, erklären sie aber nicht. Was sie auch nicht brauchen, denn bei vielen Fotos erinnere ich mich an das abgebildete Ereignis. So zum Beispiel das Werk  “Badezimmer“. Sofort denke ich an das Zeitungsfoto des Niedersächsischen Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Barschel, der tot in der Badewanne des Genfer Hotels Beau-Rivage liegt. Nur hier fehlt Barschel. Ein beeindruckender Moment.

Wenn man sehr dicht an die Fotos heran tritt, erkennt man, das die abgebildeten Objekte alle aus Papier, Karton oder Pappe sind. Ich denke mir, was für ein Aufwand. Bis ins kleinste Detail reproduziert, täuschend echt. Da sitzt jemand tagelang und schneidet, faltet, klebt, erschafft und reißt alles wieder ein.

Ein Text von Botho Strauß zu einem Foto möchte ich gern zitieren, da er mich nachdenklich machte. War nicht ganz einfach ihn auf zu schreiben. Verdächtigte mich das Personal der Neuen Nationalgalerie doch dreist, im Besitz eines iPhones zu sein und heimlich Fotos zu machen! Ich tippte jedoch lediglich den Text in die Notizfunktion meines iPod touch. Ich sage ihnen das war ein Aufstand! O.K keine Fotos verstehe ich aber dann wollte man mir sogar verbieten, Notizen zu machen, trotz Erklärung es handele sich bei dem Gerät um einen MP3 Player. Also bitte, irgendwo hört der Spaß auf. Ich komme zum Text:

Wir vermeiden in jeder Millisekunde Traum oder Wachen, die Hölle der Diffusion. In Wahrheit werden wir unentwegt mit unvergleichlichen katastrophal neuen Situationen konfrontiert, befeuert, und nur unser gütig vereinfachendes, brav schablonisierendes Hirn wählt aus dem wilden Unbekannten das Vergleichbare aus und formt daraus die gröbsten, vor allem aber stabilsten Begriffe, zu denen wir glücklich Zuflucht nehmen dürfen.

Thomas Demand – Nationalgalerie

Neue Nationalgalerie
Noch bis zum 17.01.2010

Mensch will kontrollieren

Zeitschrift

Und die Erde ist eine Scheibe.

Mehr Farbe!

Immer dieses Grau! Ihr Firefox Browser könnte doch bestimmt etwas Farbe gebrauchen, oder? Vielleicht hilft Ihnen dabei diese schicke Anwendung. 30.000 verschiedene Designs stehen zur Auswahl. Wer will, kann sich auch sein eigenes Design bauen.

Hinter den Kulissen

Nanu, da ist es doch etwas still im Blog des Antiteilchen  geworden. Der Grund: Das Antiteilchen hat sich einer neuen Aufgabe zugewandt. Vor vier Monaten hörte ich davon, dass sich in Berlin ein neues Theater gründen will. Die legendären O-TonPiraten wollen sich in der Kulmer Straße eine eigene Spielstätte schaffen. Theater O-TonArt genannt. Helfer wurden gesucht und ich bot meine Hilfe an. Als ich das erste Mal die Fabriketage in der Kulmer Straße sah, dachte ich nur: Du meine Güte, daraus soll ein Theater werden? Hier muss jemand eine unglaubliche Vorstellungskraft haben! Ich vertraute auf diese Vorstellungskraft und begann den Pinsel zu schwingen.

Nach einiger Zeit, fragten die Jungs mich, ob ich mir nicht vorstellen könnte, die Büroorganisation zu übernehmen. Ich konnte. Und schon war ich dabei das neue Büro erst einmal farblich zu gestalten. Als dann der PC besorgt war und ans Netz ging, fing die Arbeit für mich richtig an. Ticketverkauf, Reservierungen, Mails etc. hielten mich auf Trab. In der Zwischenzeit vollzog sich im Saal eine regelrechte Metamorphose. Aus einer staubigen, heruntergekommenen Fabriketage entstand durch unzähliger Helfer Hände, ein zauberhaftes kleines Theater mit einer wundervollen Atmosphäre.

Jetzt haben wir die Premiere hinter uns, die über 3 Abende ging und mit vielen Gaststars und den O-TonPiraten ein voller Erfolg war. Tolle Gäste, klasse Künstler, super Stimmung! Natürlich macht man nicht mal so eben ein neues Theater auf! Da reden ein paar Ämter mit. Einige Bestimmungen sind noch zu erfüllen und dann geht es richtig los. Anfang November ist angepeilt. Also zwischen durch immer mal wieder auf die Website des O-TonArt schauen!

      • Kulturtipp