Wien
Am Samstag ein Streifzug durch die Stadt. Zuerst das pittoresk gelegene obere Belvedere des Prinzen Eugen (Mars ohne Venus). Vermutlich gehörte der Prinz zur Innung. Einen Blick für das Schöne hatte er jedenfalls. Danach, einmal beim Thema Schwul, suchte ich die Argentinierstraße, die ich auch wiederfand. Liegt sie doch nur zwei Straßen vom Belvedere entfernt. Ich staunte nicht schlecht als ich den Laden von damals wieder entdeckte. Es befindet sich nun ein Blumenladen an dem Ort wo ich die ersten Sekunden meines Lederbarons sah. Dann zum Karlsplatz und hinaus nach Schönbrunn. Einst kaiserlicher Sommersitz Maria Theresias ist es heute eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien. Ein anstrengender Spaziergang zur Gloriette hinauf, wird mit einem grandiosen Blick auf Schloss Schönbrunn belohnt. Im Schloss selbst buchte ich die Grand Tour mit Audio Guide. Ich sah zirka 60 Räume und war äußerst überrascht, wie Franz Joseph I, der vorletzte Kaiser samt seiner Elisabeth (Sissi) dort wohnten. Ziemlich normal. Eher kleinbürgerlich, mit Wohnzimmer und Schlafzimmer. Im Schlafzimmer ein Bett das so aussah, wie das meiner Urgroßeltern. Mächtige Eiche aber schmucklos. Zwei kleine Schränke mit Bettwäsche, ein Waschzuber, that´s all. Kein Pomp, kein Budenzauber. Danach mit Felix und Pieter in den Prater (Wurstelprater). Natürlich Riesenrad gefahren! Der Wurstelprater selbst ist eine große Dauerkirmes, die mir persönlich zu laut war. Viele Fahrgeschäfte sehen geradezu halsbrecherisch aus! Am Abend gigantisch großes leckeres echtes Wiener Schnitzel verspeist.
Am Sonntag Zugfahrt nach Melk. Dort das Stift Melk (hier mächtiger Budenzauber) besucht, welches mit der Wachau zum Weltkulturerbe gehört. Die Benediktiner-Mönche haben sich hier oben ein feines Fleckchen Erde ausgesucht um ihrem Ora et Labora nachzugehen. Man hat von hier oben eine prächtige Aussicht. Am Nachmittag umstieg auf ein Fahrgastschiff auf der Donau und Fahrt durch die wundervolle Wachau. Die Landschaft erinnerte mich stark an das Rheintal, nur eben das es nicht so eng ist. Unser Schiff hieß übrigens Prinz Eugen und legte in Spitz und Dürnstein an. Endstation war Krems und von dort Rückfahrt mit der Bahn nach Wien.
Am Montag dann ein Spaziergang über die imposante Ringstraße und ein weiteres Museum besucht. Das Leopold Museum. Ein sehr gelungener lichter Bau. Gustav Klimt, Egon Schiele, Jugendstil und Wiener Werkstätten werden unter anderem gezeigt. Im Tiefgeschoss eine sehr schöne Retrospektive über Leopold Hauer! Am Nachmittag sündhaft teuer beim Demel eine Melange getrunken, dazu ein Ministück Walnuss-Schoko-Torte. Serviert von einer Demelinerin (Haben schon gewählt?). Bummel durch die Hofburg und im Burggarten, mit Blick auf das Palmenhaus, ließen wir die Zeit mit Freunden aus Wien bis zum Abflug ausklingen. Im Flugzeug nach Berlin, dann noch ein kleines Zusammenzucken. Auf die Frage eines Passagiers, die wir aber nicht verstanden, antwortete die Stewardess, dass es sich hierbei um einen “Inlandsflug” handeln würde! Aua.
Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:








15.07.2009 um 23:05
Sehr schön war’s
16.07.2009 um 08:54
Wien ist eine Reise wert. Eine vielsagende Beschreibung, die mich fast schon die Koffer packen lässt …. aber erst einmal geht es ja nach Graal-Müritz….
P.S. Schöne Fotos! Kurth
16.07.2009 um 23:53
@Felix
Nicht wahr!
@Kurth
Viel Spaß Euch dreien in Graal-Müritz!
Danke
17.07.2009 um 08:46
gulasch und wiener schnitzl. sehr fein euer ausflug.
und ja: prinz eugen spielte in unserer band. hat das ziemlich offen getan. muss aber ein so guter feldherr gewesen sein, dass alle es irgendwie tolerierten.
17.07.2009 um 19:18
Auf die Sachertorte habe ich damals nicht verzichtet, auf die Faiakerrundfahrt ebenfalls nicht. Leider gab es das Leopoldmuseum noch nicht – Schiele hätte ich gern gesehen
.
28.07.2009 um 10:54
Wien – die schönste, die herrlichste und das faszinierendste Stadt der Welt! Die erste zwei Bilder sind ja super toll! Im Netz gefunden vielleicht oder selbst hast du sie gemacht?