Bilder Träume

Der Blick durchs Schlüsselloch Die Ausstellung “Bilder Träume” in der Neuen Nationalgalerie, zeigt die Privatsammlung des sympathischen Paars Ulla und Heiner Pietzsch. In ihrem geschmackvollen Haus in Dahlem hängen die Mirós, Magrittes, Picassos, Dalis etc. an den Wänden, darunter ihr Sofa, wie auf einer Fotografie zu sehen. Wie muss so ein Wohnen mit den Bildern sein? Sie täglich sehen zu können und sich an ihnen zu erfreuen? Ich denke sehr angenehm! Zur Zeit muss das Haus in Dahlem allerdings sehr leer aussehen. Die Nationalgalerie zeigt 200 Werke des Sammlerpaars. Das Paar hatte lange Zeit gezögert, die in vierzig Jahren zusammengetragenen Werke in der Neue Nationalgalerie, zu zeigen. „Ach, jetzt kommt der auch noch“, war die von Heiner Pietzsch befürchtete Reaktion, denn in Berlin waren in den letzten Jahren die Privatsammler wie nirgendwo aktiver.

Heiner Pietsch über sich selbst:

“Ich hatte nur mit Kunst zu tun. Mein Geld habe ich verdient in dem ich Kunststoffe verkauft und verarbeitet habe und das dort verdiente Geld habe ich in die Kunst investiert. Gott sei Dank nicht in Aktien!”

Berlin hat mit dieser Sammlung wahrlich einen Schatz. Das Paar, hoch in den Siebzigern, sähe sie gerne in Berlin, allerdings nicht im Depot verstauben. Da sollten Kulturverantwortliche aufmerken! Die Ausstellung zeigt ein reiches Spektrum des Surrealismus und des abstrakten Expressionismus. Sehr empfehlenswert!

Wie Sie sehen, sehen Sie nicht viel Was mich allerdings etwas irritierte, war eine Schau im Obergeschoss, in der Haupthalle der Neuen Nationalgalerie. Dort läuft die Ausstellung “Zu Hilfe, zu Hilfe” des Künstlers Imi Knoebel. Die kostet 4 Euro extra. Als ich in der Halle stand kam eine Angestellte auf mich zu und forderte die Eintrittskarte,  die ich für diese “Ausstellung” nicht hatte. Ich fragte wo denn die Kunst wäre? Nun die Glasscheiben seien bemalt! Und in den Ecken stünden Holzkonstruktionen! Ich muss gestehen, ich habe das als “Gerümpel” wahrgenommen. Eher Verpackung der noch zu zeigenden Kunst. Wenn man aus dem Untergeschoss kommt, nach einer so großartigen Schau und diesen “Minimalismus” sieht, fragt man sich schon wer hier die Eintrittspreise kalkuliert! Sparen Sie sich das Zusatzticket!

Bilder Träume

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50
bis 22.11., Di/Mi/So 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr, Fr/Sa 10-20 Uhr.
Eintritt: 10 Euro/ermäßigt 5 Euro

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6 Kommentare zu “Bilder Träume”

  1. r|obNo Gravatar schreibt:

    Schönes Foto der “leeren” Nationalgalerie – und ein “must” für mich – ich sollte die Ausstellung nicht verpassen…


  2. rich rubinNo Gravatar schreibt:

    mit diesem foto machst du (ungewollt?) echt lust auf diese installation.
    sieht spannend aus.


  3. antiteilchenNo Gravatar schreibt:

    Auf Fotos sieht oft etwas schöner aus als in der Wirklichkeit ;-)


  4. lonoNo Gravatar schreibt:

    im Obergeschoss, in der Haupthalle der Neuen Nationalgalerie läuft die Ausstellung “Zu Hilfe, zu Hilfe” des Künstlers Imi Knoebel. Sparen Sie das Ticket dafür und kaufen sich statt dessen ein BVG Ticket zur Bauwagensiedlung an der Lohmühle, da kann man wenn man Glück hat auch Kunst zwischen dem sich auftürmenden Zeug finden, nicht so wie zur Zeit In der Haupthalle, in der sowas beim besten Willen nicht zu finden ist.


  5. antiteilchenNo Gravatar schreibt:

    Ah, noch einer der es doof fand! ;-)


  6. Bilderträume « news from distruktur schreibt:

    [...] antiteilchen blog [...]


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