Ich bin dann mal weg
50 Jahre sind meine Eltern nun verheiratet und sie sind immer noch glücklich miteinander. Respekt! Das muss gefeiert werden. Bis Dienstag nächster Woche herrscht hier Funkstille. Schnuppern Sie derweil doch etwas im Archiv.
50 Jahre sind meine Eltern nun verheiratet und sie sind immer noch glücklich miteinander. Respekt! Das muss gefeiert werden. Bis Dienstag nächster Woche herrscht hier Funkstille. Schnuppern Sie derweil doch etwas im Archiv.
Kommen wir nun zu etwas völlig anderem: Erinnern Sie sich an die Geierwally von Walter Bockmayer? Wenn nicht, unbedingt mal in der Videothek ausleihen! Im Kino lag ich damals bei diesem Film vor Lachen zumeist auf dem Boden. Mehr Trash geht kaum! Nur noch getoppt von “Im Himmel ist die Hölle los“. Die Tante Luckard mit dem lustigen Kuhfladen-Hut ist übrigens Ralph Morgenstern.
Im Kinoprogramm beim Rundgang 09 im Medienhaus der UdK an der Grunewaldstraße, waren einige witzige und unterhaltsame Filme zu sehen. Aber auch in diesem Jahr, hier nicht der große Hingucker für mich dabei. Jemand hat sich an einer Wand verewigt mit dem Spruch “Was zum Teufel lernt ihr hier überhaupt?”. So krass würde ich es nicht formulieren.
Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:
Morgen gehe ich in die Grunewaldstraße, dort sind die Arbeiten der Abteilung Visuelle Kommunikation ausgestellt. Ich bin gespannt was mich dort erwartet!
Wenn Sie einmal hinein schauen wollen:
Bielefeld, die Metropole der Region Ostwestfalen-Lippe, glänzt mit Hinweistafeln der besonderen Art!

Bisexuelle Radfahrer zur Quelle bitte rechts abbiegen!

Bitte verhalten Sie sich so, wie auf den Abbildungen angegeben!
(Dank an Felix)
Ueber das Wochenende gab es für uns über viele Stunden Kaiserwetter in Wien. Für mich war es eine Rückkehr in die Stadt an der Donau nach 26 Jahren und was sage ich Ihnen, ich hatte immer noch das Gefühl, dass jeden Moment der Kaiser um die Ecke kommt. Gleich am ersten Tag hinein in die Kunstwelt. Die prächtige Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums kommt äußerst erhaben daher. Riesige Säle mit Bruegel, Rubens, van Eyck, Rembrandt etc. Diese Meisterwerke so wie der schwer knarzende Parkettboden und die äußerst gemütlichen Sofas (die ich mir auch in Berliner Museen zu sehr wünsche) machten den Besuch für mich zu einem Genuss. Am Abend dann ein sehr leckeres Gulasch verputzt. Danke Robert, für den tollen Restaurant Besuch!
Am Samstag ein Streifzug durch die Stadt. Zuerst das pittoresk gelegene obere Belvedere des Prinzen Eugen (Mars ohne Venus). Vermutlich gehörte der Prinz zur Innung. Einen Blick für das Schöne hatte er jedenfalls. Danach, einmal beim Thema Schwul, suchte ich die Argentinierstraße, die ich auch wiederfand. Liegt sie doch nur zwei Straßen vom Belvedere entfernt. Ich staunte nicht schlecht als ich den Laden von damals wieder entdeckte. Es befindet sich nun ein Blumenladen an dem Ort wo ich die ersten Sekunden meines Lederbarons sah. Dann zum Karlsplatz und hinaus nach Schönbrunn. Einst kaiserlicher Sommersitz Maria Theresias ist es heute eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien. Ein anstrengender Spaziergang zur Gloriette hinauf, wird mit einem grandiosen Blick auf Schloss Schönbrunn belohnt. Im Schloss selbst buchte ich die Grand Tour mit Audio Guide. Ich sah zirka 60 Räume und war äußerst überrascht, wie Franz Joseph I, der vorletzte Kaiser samt seiner Elisabeth (Sissi) dort wohnten. Ziemlich normal. Eher kleinbürgerlich, mit Wohnzimmer und Schlafzimmer. Im Schlafzimmer ein Bett das so aussah, wie das meiner Urgroßeltern. Mächtige Eiche aber schmucklos. Zwei kleine Schränke mit Bettwäsche, ein Waschzuber, that´s all. Kein Pomp, kein Budenzauber. Danach mit Felix und Pieter in den Prater (Wurstelprater). Natürlich Riesenrad gefahren! Der Wurstelprater selbst ist eine große Dauerkirmes, die mir persönlich zu laut war. Viele Fahrgeschäfte sehen geradezu halsbrecherisch aus! Am Abend gigantisch großes leckeres echtes Wiener Schnitzel verspeist.

Gesehen in Schöneberg (Dank an Felix)
Wien naht unaufhörlich! Ich befinde mich in den un-hektischen Reisevorbereitungen in die Donau Metropole. Die Wäsche ist gewaschen, die Unterlagen sind beisammen und die Akkus sind geladen. Als Museum habe ich mir das Kunsthistorische Museum ausgesucht. Ich habe es dann doch eher mit den alten Meistern! Viel Zeit bleibt für Museen nicht. Wenn es zeitlich doch noch klappt, vielleicht hängt der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek noch dran, inspiriert durch Ondamaris. Als Highlight werden wir mit dem Zug von Wien zum Stift Melk fahren, es besuchen und dann auf ein Donauschiff wechseln um durch die herrliche Wachau flussabwärts nach Krems zu fahren. Das gesamte Gebiet steht als “Kulturlandschaft Wachau” unter dem Schutz des Weltkulturerbes! In Krems besteigen wir wieder den Zug und fahren zurück nach Wien. Ein schöner Tagesausflug. Natürlich will ich dann auch noch in die Argentinierstraße
Bis nächste Woche Dienstag, herrscht hier also Funkstille.
Die Ausstellung “Bilder Träume” in der Neuen Nationalgalerie, zeigt die Privatsammlung des sympathischen Paars Ulla und Heiner Pietzsch. In ihrem geschmackvollen Haus in Dahlem hängen die Mirós, Magrittes, Picassos, Dalis etc. an den Wänden, darunter ihr Sofa, wie auf einer Fotografie zu sehen. Wie muss so ein Wohnen mit den Bildern sein? Sie täglich sehen zu können und sich an ihnen zu erfreuen? Ich denke sehr angenehm! Zur Zeit muss das Haus in Dahlem allerdings sehr leer aussehen. Die Nationalgalerie zeigt 200 Werke des Sammlerpaars. Das Paar hatte lange Zeit gezögert, die in vierzig Jahren zusammengetragenen Werke in der Neue Nationalgalerie, zu zeigen. „Ach, jetzt kommt der auch noch“, war die von Heiner Pietzsch befürchtete Reaktion, denn in Berlin waren in den letzten Jahren die Privatsammler wie nirgendwo aktiver.
Heiner Pietsch über sich selbst:
“Ich hatte nur mit Kunst zu tun. Mein Geld habe ich verdient in dem ich Kunststoffe verkauft und verarbeitet habe und das dort verdiente Geld habe ich in die Kunst investiert. Gott sei Dank nicht in Aktien!”
Berlin hat mit dieser Sammlung wahrlich einen Schatz. Das Paar, hoch in den Siebzigern, sähe sie gerne in Berlin, allerdings nicht im Depot verstauben. Da sollten Kulturverantwortliche aufmerken! Die Ausstellung zeigt ein reiches Spektrum des Surrealismus und des abstrakten Expressionismus. Sehr empfehlenswert!
Was mich allerdings etwas irritierte, war eine Schau im Obergeschoss, in der Haupthalle der Neuen Nationalgalerie. Dort läuft die Ausstellung “Zu Hilfe, zu Hilfe” des Künstlers Imi Knoebel. Die kostet 4 Euro extra. Als ich in der Halle stand kam eine Angestellte auf mich zu und forderte die Eintrittskarte, die ich für diese “Ausstellung” nicht hatte. Ich fragte wo denn die Kunst wäre? Nun die Glasscheiben seien bemalt! Und in den Ecken stünden Holzkonstruktionen! Ich muss gestehen, ich habe das als “Gerümpel” wahrgenommen. Eher Verpackung der noch zu zeigenden Kunst. Wenn man aus dem Untergeschoss kommt, nach einer so großartigen Schau und diesen “Minimalismus” sieht, fragt man sich schon wer hier die Eintrittspreise kalkuliert! Sparen Sie sich das Zusatzticket!
Bilder Träume
Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50
bis 22.11., Di/Mi/So 10-18 Uhr, Do 10-22 Uhr, Fr/Sa 10-20 Uhr.
Eintritt: 10 Euro/ermäßigt 5 Euro
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.
Gesehen im Hauptstadtblog