Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um

Berge sind wohl anscheinend nur dazu da, um bestiegen zu werden! Das glauben immer noch viele Selbstdarsteller. Bewegt mich dieses Schicksal deshalb nur am Rande? Ich sehe die Berge gerne von unten. Vielleicht gerade noch von einer Aussichtsplattform in halber Höhe. Einen Euro oder Franken in den Feldsstecher einwerfen und Gipfel gucken reicht mir von dortiger Stelle völlig. Höher bekomme ich Lunge. Weiter zu gehen als 4000 Meter grenzt an Albernheit, denn  alle höchsten Berge der Welt sind bereits erklommen! Da gehört Mensch einfach nicht mehr hin, da gibt es nichts mehr zu entdecken, außer sich selbst und wenn interessiert das schon! Ist die Gegend um den Mount Everest schon zu einer Müllkippe verkommen, glänzt nun der Nanga Parbat als Berg der Wahl, gilt er doch als besonders schwer zu bezwingender Fels. Das Witjastief 1 mit mehr als 11 Kilometer Tiefe oder das All hinter dem Mond, das sind Orte, die der Entdeckung noch harren.

14 Kommentare zu “Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um”

  1. AnsgarNo Gravatar

    So sieht’s aus!

  2. Hubert GrützenhuberNo Gravatar

    Ich muss immer sehr lachen, wenn ich Reiseangebote für geführte Besteigungen irgendwelcher hohen Berge sehe. Da tragen zwanzig Tensing Norgays den Touristenkrempel zum Gipfel und wieder runter, nur damit die Leute hinterher erzählen können, wie toll sie den Gipfel erklommen haben. Weltmännisch…

  3. rich rubinNo Gravatar

    raufgehen, um einmal runter schauen zu können, das mag der österreicher schon gern. was könnte er sonst tun, wenn ihm fad ist?
    aber alles in maßen, klar.

  4. ClamixNo Gravatar

    Ich stell mich mit auf die Aussichtsplattform - die reicht mir auch!

  5. AnsgarNo Gravatar

    Für einen Westfalen reicht der Kahle Asten völlig aus! ;-)

  6. lieber_katerNo Gravatar

    @ rich rubin

    er - der fade österreicher - könnte einfach ein wieder aufgewärmtes wiener würstel essen :-)

  7. rich rubinNo Gravatar

    lieber lieber_kater, frankfurter gegen fadesse ist ein guter tipp, danke.

  8. traudlNo Gravatar

    So übel sind sie gar nicht, die Berge, und wer rauf will, soll halt rauf.

    Nürnberger Bratwürstel im Gipfelhaus - super! :-)

    Und natürlich wird auch gerettet, was sich freiwillig in die Gefahr begeben hat. Alles wird gerettet, was noch zu retten ist. Einfach alles.

  9. antiteilchenNo Gravatar

    Ja gut dann rettet sie, bin ja kein Unmensch.
    Aber dann sollen die für Ihre Rettung auch die Kosten tragen! ;-)

  10. Magic M.No Gravatar

    @ antiteilchen: Genauso, ich sehe nicht ein wenn die Kosten für die “Extratouren” irgendwelcher Abenteurer, oder im Endeffekt private Reisen in irgendwelche Krisengebiete bzw. die Rettung dieser Personen der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Wie auch schon meine Grossmutter sagte: Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um (und ist in vielen Fällen auch noch dumm).

  11. ondamarisNo Gravatar

    nun seid mal ein bisschen vorsichtig mit eurem “dann sollen sie auch selbst bezahlen” - das fällt schnell auf die eigenen füße zurück … ;-)

    egal ob raucher, sportler, zu dick, oder “heute noch mit hiv infiziert” - da könnte man -bösartig- ja immer schnell die frage stellen, warum soll denn die solidargemeinschaft zahlen, musste selbst zahlen.
    nicht umsonst heisst die solidar-gemeinschaft solidarisch … und nicht ‘versicherung’ …

  12. antiteilchenNo Gravatar

    Ja da hast du recht. Man kann nicht einzelne Bereiche herausnehmen, dann wird das ein Selbstläufer und schnell steht das Solidaritäts-Prinzip auf dem Spiel. Obwohl meiner Meinung nach die Entwicklung eines Tages genau daraufhin auslaufen wird. Alle werden sich auf ihr persönliches Risiko hin versichern müssen. Es wird nur noch eine Grundversorgung geben. Schön ist das nicht aber bei den explodierenden Preisen wohl irgendwann unabwendbar. Da wird dann wohl auch die Solidarität flöten gehen.

    Ich halte es weiterhin für absolut sinnlos Berge zu besteigen!

  13. ondamarisNo Gravatar

    das mit den bergen - ich auch ;-)

  14. antiteilchenNo Gravatar

    Könnte man nicht auch einen persönlichen Eigenanteil an risikobehafteten Vorhaben geltend machen? Bergsteigen ist ja so keine Sportart!

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