Tief in den Osten

Unsere Reiseroute für die diesjährige große Urlaubsfahrt steht! Am 1.September geht es mit dem Mietwagen los. Neun Tage polnische Ostseeküste. Gleich am ersten Tag in einer Fahrt von Berlin nach Danzig (Gdansk). Vom dortigen Hotel, das wir für 3 Tage gebucht haben, wollen wir nach Gdingen (Gdynia), zur Halbinsel Hela (Hel) und nach Zoppot (Sopot) sowie ins umliegende Gebiet. Von Danzig dann am dritten Tag über Marienburg (Malbork) weiter nach Elbing (Elblag). Dort übernachten wir, um am nächsten Tag in einer Fahrt durch nach Leba (Leba) wieder zurück an die Ostseeküste zu kommen. Dort bleiben wir zwei Tage um dann nach Kolberg (Kolobrzeg) zu fahren. Von dort am späten Nachmittag nach Stettin (Szczecin) und Übernachtung. Am nächsten Tag Stadtbesichtigung Stettin und am Nachmittag Rückfahrt nach Berlin. Hurra, wir sind gesund und munter wieder daheim.

So stellen wir uns das vor. Es ist auch genügend Zeit eingeplant um auch einmal von dieser Route ab zu  weichen, man will ja flexibel sein. Alle Hotels in denen wir nächtigen, haben kostenloses WLAN, womit gesichert wäre das ich während der Reise bloggen kann. Ich bin frohen Mutes, habe aber ein wenig Bedenken bei den Straßenschildern. Die polnische Sprache ist doch recht schwierig, auch was das Lesen angeht und so ein Straßenschild ist ja schnell vorbeigehuscht beim Fahren. Ich vertraue darauf, das vier Augen mehr sehen als zwei!

Kategorie(n): News, Unterwegs

21 Antworten auf Tief in den Osten

  1. na … gut durchgeplant … bin gespannt auf polnische reiseberichte :-)

    antiteilchen sagt:

    Hat auch Spaß gemacht das mit Felix heraus zu arbeiten. Aufgrund der Entfernungen und der kurzen Zeit können wir leider leider einige Orte nicht besuchen. Vielleicht beim nächsten mal.

  2. nach meiner polnischen reise-erfahrung kann man dort gar nicht so schnell fahren, dass man nicht zum lesen eines schildes kommt. die schotterpisten (selbst die autobahn) geben einem ein recht gemäßigtes reisetempo vor. außerdem kommt alle nase lang ein ort.

    was die autobahn angeht, da habe ich ein recht bizarres phänomen erlebt, auf das ich Sie mal ansprechen werde, wenn Sie wieder zurück sind. bon voyage!

  3. Ich habe einen kleinen Kritikpunkt am Bericht für die Reiseplanung:
    Ich hätte statt der polnischen die ehemals deutschen Städtenamen in Klammnern gesetzt. Die Städte heissen nun mal Gdansk, Gdingen usw., da führt kein Weg dran vorbei.

  4. stimmt, hans-georgs anmerkung hat imo was, aus respekt vor polen und heutigen realitäten …

  5. Hm, habe gerade einen Fehler in meinem vorherigen Kommentar bemerkt. Es sollte natürich heissen “… Gdansk, Gdynia usw.,…”.

  6. @ Hans-Georg und Ondamaris
    Ich glaube, ich weiss, was ihr im Kopf habt, finde den Kritikpunkt aber offengesagt politisch etwas zu überkorrekt. Schließlich würde Otto-Normalreisender ja vermutlich auch nicht sagen: “Ich fahre nach Roma, Praha oder Москва!” (auch alles Städte, die in der Vergangenheit von ungebetenem deutschem Überraschungsbesuch heimgesucht wurden), sondern zur besseren Verständlichkeit die deutschen Namen verwenden.

  7. @ Felix:
    guter punkt … andererseits sagen wir zb auch nicht Neu-Yorck ;-)

  8. @Felix:
    Für mein Empfinden ist es etwas anderes, ob ich die Namen im Sprachgebrauch benutze oder ob ich darüber schreibe. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das zum Teil auch unterschiedlich handhabe. Ich sage z.B. Milano und nicht nicht Mailand, spreche anderseits aber von Rom.
    Was die polnischen Hafenstädte betrifft, bin ich beruflich sicherlich vorbelastet.
    Szczecin, Swinoujscie, Gdanks und Gdingen – damit habe ich sehr viel zu tun. Und diese Städte werden eben schriftlich so genannt und bei uns im Büro auch so ausgesprochen.
    @ondamaris:
    An New York musste ich auch denken. Und es gibt sicher noch ein paar andere Beispiele wenn man länger darüber nachdenkt, z.B. wer spricht denn schon die beiden “ll” mit, wenn wir Mallorca sagen oder Sevilla.

  9. Ach ja, es ist ein weites Feld, um mit in Danzig/Gdansk bzw Gdansk (Danzig) geborenen Grass zu sprechen. Wikipedia ist da bei seiner Namenskonvention auch nicht eindeutig. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Namenskonventionen
    Einerseits heißt es: “Oberste Richtschnur sollte der allgemeine Sprachgebrauch sein. Wenn im allgemeinen Sprachgebrauch der deutsche Name geläufiger ist (z. B. Rom, Warschau, Venedig, Elsass), sollte er auch verwendet werden. Dies gilt aber nur für Orte oberhalb einer gewissen Bedeutsamkeit” [wie auch immer man "gewisse Bedeutsamkeit" definieren will]. Andererseits rät Wikipedia: “Im Titel und im Artikeltext sollte ansonsten prinzipiell die aktuelle Landessprache bevorzugt sein (also: „Kwidzyn“ und nicht „Marienwerder“). Wichtig ist diese Regel insbesondere bei Gebieten, die im Lauf der Geschichte öfter den Besitzer gewechselt haben und Namen in mehreren Sprachen besitzen. Das gilt auch für Gebiete, in denen einmal deutsch gesprochen wurde.
    Die weiteren üblichen Namen können dahinter in Klammern gesetzt werden: Ljubljana (deutsch Laibach) ist …”
    Im selben Artikel folgt dann ” Sollte es Zweifel über die Anwendungshäufigkeit geben, ist eine Überprüfung mit dem Wortschatzlexikon der Uni Leipzig sinnvoll (Wortschatz-Lexikon). Hier kann jeder Begriff nach seiner Häufigkeit nachgeschlagen werden. Dabei zählt das Auftreten des deutschsprachigen Begriffes in der bundesdeutschen Presse.

    Deutsche Ortsbezeichnungen, die in der Häufigkeitsklasse 16 oder mehr liegen, sollen nicht verwendet werden, in solchen Fällen wird der Name in der Landessprache verwendet. Bei Schweizer Ortschaften soll nicht auf die Häufigkeitsklasse bezogen werden, da diese keine Schweizer Medien berücksichtigt.

    Beispiele:

    * Warschau: Häufigkeitsklasse (HK) 11 / Man verwendet Warschau statt Warszawa.
    * Danzig: HK 13 / Man verwendet Danzig statt Gdańsk.
    * Laibach: HK 16 / Man verwendet Ljubljana, nicht Laibach!

    Bei Namensänderungen – vor allem in neuerer Zeit – sollte man bedenken, dass die neue Bezeichnung in den Medien noch seltener verwendet wurde. In einzelnen Fällen kann dies sogar bei länger zurückliegenden Umbenennungen der Fall sein. So verwendet man für das ehemalige Königsberg (HK 13) den heutigen Namen Kaliningrad (HK 21), sofern nicht von historischen Ereignissen vor 1945 die Rede ist.”

    Aber ich denke, solange Georg und ich am 1. September weder mit Feldstechern nach der “Schleswig-Holstein” ausschau halten oder in braunen Tarnuniformen in Gliwice (Gleiwitz) herumrennen, ist alles im grünen Bereich.
    In diesem Sinne: szerokiej drogi!

  10. @ Felix:
    nun – da sind wir denn ja nun bestens und sachkundig aufgeklärt – danke! und euch schon mal schöne reise :-)

  11. @ondamaris. Vielen Dank. Bin auch schon sehr gepannt auf die Reise. Vorher geht es ja noch ins Saarland und nach Oberbayern.

  12. So gepannt, dass ich gerade das “s” vergessen hab, ich pöser Pube. Zum Glück sind wir hier nicht bei Orthographie.com

    antiteilchen sagt:

    Wäre das auch geklärt.
    Ach Glam, an bizarren Phänomenen bin ich immer interessiert. Ich werde berichten! ;-)

  13. Vielen Dank für die Aufklärung und gute Reise.

    lieber_kater sagt:

    @felix
    beim vorhergehenden ausflug ins bayerische könnt ihr ja schonmal den unterschied zwischen geschriebenen ortsnamen und deren aussprache üben. dann kann in polen sicher nichts mehr schiefgehen.

    was sagen denn eigentlich die autovermietungen zu solchen reiseplänen unter einbeziehung ihrer autos? oder sind mit der offenen grenze auch mit einem plopp alle vorbehalte weggefallen?

    antiteilchen sagt:

    Man sagte uns beim Autoverleiher das wir keinen Mercedes oder BMW erwarten dürften wenn wir nach Polen einreisen. Wir bekommen einen Peugeot!

  14. Der kluge Autoverleiher baut vor.

    lieber_kater sagt:

    pah, wer will denn schon mit solchen protzmöhren fahren?

  15. Beim Autoverleiher in Oberbayern gibt´s auch weder Mercedes noch BMW – wer bedauert das mehr als ich? :-)

    antiteilchen sagt:

    Die halten Oberbayern für Polen?

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