Auf die Couch gezwungen

28.06.2008 | 19 Kommentare | Gepostet in News

Wollte ich heute vom Transgenialen CSD berichten, dem CSD der noch wirklich politisch ist, liege ich doch mit einer sogenannten Schwimmbad-Otitis, also einer Entzündung des äußeren Gehörgangs, daheim auf der Couch. Dabei war ich  gar nicht im Schwimmbad. Ach schade das es dieses Jahr nicht klappt!

Ich fasse es nicht

25.06.2008 | 5 Kommentare | Gepostet in News

B I L D S T Ö R U N G

Berlin im Licht

Vorweg, ich mag den Bau nicht. Mag sich der Architekt noch soviel dabei gedacht haben, ich halte mich im Märkischen Museum nicht gerne auf. Rein bin ich trotzdem, da die Ausstellung “Berlin im Licht” mich anzog wie Motten das Licht. Die Schau unternimmt einen Streifzug durch Berlins Kulturgeschichte der letzten einhundert Jahre aus der Perspektive einer technischen Innovation: der Erfindung des künstlichen Lichts. Zur Eröffnung war viel Volk gekommen, dementsprechend warm war es in den Räumlichkeiten. Die Eröffnungsansprachen sparte ich mir und ging gleich auf Entdeckungstour. Vorbei an mittelalterlichen Handlaternen und den Anfängen der Gasbeleuchtung hinein ins Zeitalter des elektrischen Lichts! Siemens und AEG sind da für Berlin zu nennen. Anschaulich wie die ersten Leitungen in Berlin, Strom für Licht in die Wohnstuben der Reichen brachten. Viele interessante Ausstellungsstücke und viele Fotografien erzählen anschaulich den Weg des elektrischen Lichts in Berlin, über die Kaiserzeit und der Weimarer Republik sowie dem Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit in Ost- und Westberlin hin zum modernen Lichtlabor unserer Zeit.

Einige gezeigte Stücke waren sehr beeindruckend für mich. So etwa ein Plakat zur Verdunkelung im 2. Weltkrieg oder die Lichtmasten im Grenzstreifen der Berliner Mauer oder die Größe der Lampen auf den Kandelaber der Karl-Marx Allee. Was mir fehlte waren mehr Filme! Es gibt soviel Filmmaterial über diese Zeit, da hätte man ein kleines provisorisches Kino installieren können. Die drei gezeigten kurzen Filme sind zwar interessant aber leider ist der Ton so leise gestellt das man fast kein Wort versteht! Wenn man dann den Ausgang aus dem verschachtelten Gebäude findet, hat man tatsächlich etwas gelernt. Wie wertvoll doch elektrisches Licht ist, denn früher gab es nur schummeriges Kerzenlicht und nach Sonnenuntergang war auf den Straßen nichts mehr los. Gut, in vielen deutschen Kleinstädten ist das auch mit elektrischem Licht heute noch der Fall.

Berlin im Licht
24.06.08 bis 01.01.2009
Di, Do, So: 10-18 Uhr | Mi: 12-20 Uhr | Fr+Sa: 14-22 Uhr
6 € | ermäßigt 3 €

Jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei!

Märkisches Museum| Am Köllnischen Park 5| 10179 Berlin|
U Märkisches Museum| S+U Jannowitzbrücke| Bus 248,347|
www.stadtmuseum.de/berlinimlicht

Technik, die begeistert

Was bitte, ist eine LCD Plasma Küche ?

Gesehen in Mitte

Ne wat is dat schön

23.06.2008 | 12 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Zeitgeist

Kurze Zeit nach meinem Umzug in diese schöne Stadt sagte mir ein ebenfalls zugezogener Schwabe im perfekten Hochdeutsch, ich müsste mir ganz schnell in dieser Stadt meinen Dialekt abgewöhnen. Ich begriff nicht ganz, plötzlich immer gestelzt hochdeutsch reden, wo ich sonst privat quasele wie mir der Schnabel gewachsen ist? Nix da! Ja, ich komme vom Niederrhein, da spricht man rheinisch. Ich kann diesen Dialekt zwar auch ausschalten aber dort redet man eben so! Mein das hat ein t und mein G ist wie ein J, desweilen. Jut, ich jlaube sie wissen wat ich meine.

In der Zeit lese ich nun, das der Dialekt wieder auf dem Vormarsch ist. Galt er früher als bäuerlich, glaubt man heute sich damit vom Rest zu unterscheiden. Interessant, in einer Welt wo alles gleich zu werden scheint z.B. Einkaufshöllen, Wohnungseinrichtungen, Autos, Apple Design etc. will Mensch sich unterscheiden und das in Zukunft also über den Dialekt. Selbst die Werbung hat den Dialekt entdeckt.

Uns hat man noch in der Schule das Platt sprechen fast herausgeprügelt, heutzutage wird es an Schulen in Kursen wieder gelehrt. Ich finde es schön in einer Stadt wie Berlin viele verschiedene Dialekte zu hören. Das macht die Vielfalt dieser Stadt doch auch aus! Wie schön ist es einem Schwaben oder einem Sachsen am Nebentisch beim herzaften Plaudern zu lauschen und wie schön ist es für mich einen Niederrheiner zu treffen und beim erzählen ein wenig an die alte Heimat erinnert zu werden. Für mich ist Dialekt ein Ausdruck der Vielfalt in diesem Land. Wie steht es mit Euch. Redet ihr ständig hochdeutsch oder “verfallt” Ihr schon mal in alte Gewohnheiten? Ist Euch das peinlich?

Fragen des Alltags

22.06.2008 | 6 Kommentare | Gepostet in Berlin, Fragen des Alltags, News, Unterwegs

Wie gießt man so etwas?

Verschollen in den Tiefen der Telekom

Heute sollte mein T-Home Entertain Paket der Telekom freigeschaltet werden. Also Fernsehen über das Internet. Warum? Darum! Habe ich vor 2 Wochen beauftragt. Und nun raten Sie mal was heute nicht geschehen ist. Am Morgen habe ich mich auf den Weg unter meinen Schreibtisch gemacht. Alle benötigten Geräte ordnungsgemäß angeschlossen und auf die automatische Konfiguration gewartet…und gewartet…und gewartet! Als sich nach zehn Minuten nichts tat, rief ich die Hotline an. Ja mein Internetanschluss wird heute fristgerecht abgeschaltet, alles richtig. Wie abgeschaltet? belle ich entsetzt in den Fernsprecher. Ich habe doch T-Home beauftragt. Ich habe doch bereits die neue Anschlusskennung hier liegen und die Bestätigung halte ich in Händen! Die peinlichst berührte Dame erwiderte nach einigen Minuten wildem Tastaturgeklappere, das mein T-Home Auftrag in der Buchung verschollen sei. Warum, wüsste sie nicht. Heute und in den nächsten 2 Wochen wird das nichts mit T-Home. Sie könne gerade noch die Kündigung meines DSL-Anschlusses zurück ziehen. Aber ich habe niemals meinen DSL-Anschluss gekündigt, erwiderte ich. Das, sagte sie mir, geschehe automatisch! Muahahaaa….

Früher habe ich mich über so etwas sehr aufgeregt, heute schreibe ich sowas ins Blog und alle Welt kann lesen wie peinlich und dumm diese Firma Telekom ist. Ich habe also alle Geräte wieder abgebaut und das alte System wieder in Betrieb genommen. Das Internet funktioniert wieder und ich erwarte dann in 3 Jahren meinen T-Home Anschluss. Das einzig praktische an der ganzen Aktion ist, ich habe mal hinterm Schreibtisch frisch gewischt.

Fußball oder Krieg

19.06.2008 | 12 Kommentare | Gepostet in Der Augenblick, News, Zeitgeist

O-Ton 22:50 Uhr ARD Günter Netzer: Mit deutschen Tugenden verbreiten wir Angst und Schrecken Die deutschen Tugenden beherrschen wir am besten, dafür fürchtet man uns und damit verbreiten wir Angst und Schrecken!

Täglich geöffnet

Ja was denn nun?

Faszination des Grauens

Ich mag Frau Celine Dion nicht besonders. Zu glatt zu perfekt irgendwie steril. Aber hat sie so eine bitterböse Kritik nach ihrem Waldbühne Konzert wirklich verdient?

Werbung kann so schlecht sein

Also ich weiß nicht so recht! Ob man da lebend wieder rauskommt?

The Day There Was No News

15.06.2008 | 2 Kommentare | Gepostet in Der Augenblick, Ich glotz TV, News

Telekom iPhone verarsche

Wie verstehe ich das denn jetzt. Die bisherige iPhone-Götze der Telekom ist nun also altes Eisen? So irgendwie von vor vorgestern. Es war doch gerade ein paar Monate auf dem Markt! Kaum Zeit damit an zu geben! Kann man das demnächst zu Ramschpreisen bei ebay ersteigern? Ab 11.Juli verkauft die Telekom dann nur noch das iPhone 3G? Außerdem soll das neue Gerät nur noch 199 Dollar kosten. Wie verarscht müssen sich die ersten iPhone-Kunden der Telekom eigentlich vorkommen?

Ich kaufe ein e

10.06.2008 | 10 Kommentare | Gepostet in Berlin, Der Augenblick, News, Unterwegs

Und verschenke ein n !

Nachtrag: r|ob spendiert noch einen Bindestrich!

Gesehen in Neukölln

Berliner Tempo

9.06.2008 | 2 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Theater, Unterwegs

Nun sind sie wieder weg, die lieben Eltern. Im Vergleich zu ihrem letzten Besuch in Berlin vor 3 Jahren sind sie zu meinem Bedauern zu Fuß nicht mehr so belastbar. Das musste ich in den letzten Tagen erkennen. Mit 70 Jahren ist das auch schon eine Leistung, mein Programm zu absolvieren. Wobei ich darauf geachtet habe so wenig wie möglich zu laufen. Trotzdem, ich musste meine eigene Geschwindigkeit, eigentlich die Geschwindigkeit dieser Stadt, der man sich ja anpasst wenn man hier lebt, stark herunter drosseln. Ungewohnt für mich und ich erkannte wie hektisch man eigentlich zuweilen in der Stadt unterwegs ist. Die große Müggelsee-Schiffstour war ein voller Erfolg. Meine Eltern staunten nicht schlecht, wie viel Wasser in Berlin vorhanden ist und wie unglaublich grün diese Stadt doch ist. Pfaueninsel und Schiffstour nach Potsdam kamen am Donnerstag auch prächtig an. Das Bode Museum mussten wir aus zeitlichen Gründen aus fallen lassen, dafür sahen meine Eltern bei einem ausführlichen Rundgang durch die Gebäude des Bundestages wo hier zu Lande Politik gemacht wird.

Das Highlight zum 70 meines Vaters am Samstag kam dann ganz hervorragend an! In den ersten 15 Minuten von Kiss me, Kate an der Komischen Oper seufzte mein Vater zwar einmal und ich dachte, oh je, habe ich das richtige ausgewählt aber spätestens nach 30 Minuten war er hin und weg! In der Pause bedankte er sich für den schönen Abend den ich meinen Eltern bereitet habe. Einig waren sich meine Eltern darin, Opernhaus des Jahres hin oder her, 4 Euro für eine kleine Flasche Bier, das sei wirklich frech! Nun ja dachte ich mir, da ich 150 Euro für drei Karten zahlte, wären 12 Euro für drei Bier doch noch moderat! Am Sonntag setzte ich dann meine Eltern am Hauptbahnhof in den Zug und winkte ihnen brav hinterher um mich danach wieder langsam an das Berliner Tempo zu gewöhnen. In drei Jahren wollen sie wieder kommen. Ich freu mich! Ach so, in Dortmund blieben sie dann noch mit einem ICE-Triebkopfschaden hängen. Mit zweistündiger Verspätung erreichten sie heimatliche Gefilde.

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