Völklinger Kreis
Dieser Völklinger Kreis war mir schon immer irgendwie unheimlich. Merkt man ja schon in dem Interview, besonders für mich die Stelle: „Ich lernte erstmals Schwule kennen, zu denen ich aufblicken konnte, beruflich wie menschlich“. Grusel. Einst wurde ich von einem schwulen NRW-Ex-Landtagsabgeordneten mitgeschleppt um einem Treffen dieses Vereins in Köln bei zu wohnen. Steife Anzugträger die aussahen als wären sie in der CDU-Zentrale geclont worden, nippten überheblich an ihren Champagnergläsern. Der Eine wollte schöner sein als der Andere, man sah viel glänzendes Make Up. Ich, in schwulem Führungskräftesmaltalk gänzlich talentlos, langweilte mich zu Tode. Die Jungs taten eindeutig so als ob sie tatsächlich irgendwo wichtig wären, versuchten mich durch ihre Stellung irgendwie zu beeindrucken. Vergeblich, ich bin da resistent. Wenn manch schwuler Mann etwas Macht bekommt wird er zuweilen unerträglich. Ja ich weiß, auf der anderen Seite macht der Verein ja auch gute Arbeit z.B. die politische Lobbyarbeit zum Erreichen von Rechts- und Chancengleichheit von Schwulen. Ist die Zeit des Völklinger Kreises also nun vorbei nach erreichen des Lebenspartnerschaftsgesetzes, gibt es noch etwas wofür es zu kämpfen lohnt?
am 8. April 2008 um 15:28 Uhr.
klingt gruselig, wie du das treffen beschreibst. kann mir diesen typ mann gut vorstellen, kenne auch ein paar davon.
eine frage: glaubst du wirklich, dass rechts- und chancengleichheit herrscht?
am 8. April 2008 um 15:41 Uhr.
Das glaube ich mitnichten. Aber wie in dem Interview zu lesen, denken das einige Mitglieder dieses Vereins. Unter anderem Adoptionsrechtlich und Steuerrechtlich liegt ja noch einiges im Argen.
am 8. April 2008 um 16:56 Uhr.
oh sorry, das hab ich voll missverstanden, weil ich es für deine meinung hielt. ich dachte auch adoption und steuerrecht.
am 9. April 2008 um 02:26 Uhr.
Völklinger Kreis (VK)…
Völklingen liegt im Saarland, nahe an der französischen Grenze - bei einem Treffen dort, vermutlich bei leckerem Essen, ist die Idee für die “gay managers” wohl entstanden - so war früher der Zusatzname des Verbands. Gegründet wurde e…
am 22. April 2008 um 19:44 Uhr.
tja … aus dem projekt hätte was nützliches werden können … ich bin auch nach guten anfängen früh ausgestiegen, da die richtung einfach nicht stimmte
http://www.ondamaris.de/?p=1263
am 12. November 2008 um 17:03 Uhr.
Der Völklinger Kreis ist nicht “bei einem leckeren Essen in Völklingen” gegründet worden, sondern in Hamburg, mit Sitz in Köln.
Ich weiß zwar nicht, bei welcher Veranstaltung sie gewesen sind - Anzugtragende, Champagner trinkende CDU-Klone sind üblicherweise nicht zu finden, im Gegenteil: Es geht i. d. R sehr locker, freundschaftlich und leger zu…
Übrigens - ein Verband lebt immer von seinen Mitgliedern, vom Willen der einzelnen etwas erreichen zu wollen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Es wird sehr viel getan, es wird sehr viel erreicht. Vieles davon nicht medienwirksam, sondern still und leise - und auch für einzelne Personen. Da wird schon mal ein Gerichtverfahren für jemanden Bezahlt, der aufgrund seiner Homosexualität seinen Job verloren hat; sich zum Weltaidstag mit einer Dose in die Stadt gestellt und Geld gesammelt; CSD’s finanziell unterstützt,…
Etwas mehr Recherche würde vielleicht gut tun.
am 12. November 2008 um 17:29 Uhr.
Lieber Marc,
ich habe hier über ein Treffen des Völklinger Kreises in Köln berichtet und zwar aus meiner Sichtweise! Wenn du Einwände zu Kommentaren hast, dann wende dich bitte an den Verfasser dieses Kommentars und unterstelle mir bitte nicht schlechte Recherche!
am 12. November 2008 um 19:20 Uhr.
@ Marc:
nun - ich bin eines der gründungsmitglieder des völklinger kreises - und kann Ihnen versichern, das erste treffen, aus dem dieser verein entstand, fand in völklingen statt. deswegen ja nunmal auch der name …
am 12. November 2008 um 22:43 Uhr.
@ondamaris: definitiv: der verein wurde in hamburg gegründet. als gründungsmitglied weiß man, dass die idee auf jemanden zurück geht, der in einer versicherung in völklingen angestellt war.
@antiteilchen: wenn man etwas veröffentlicht, dann muss man eben auch mit kritik rechnen. die darstellung ist nicht objektiv gewesen, sondern erweckt den eindruck, als sei der komplette völklinger kreis so, wie sie ihn subjektiv wahrgenommen haben. dem ist nicht so, und sie sollten vor dem schreiben eben besser recherchieren.
am 12. November 2008 um 23:51 Uhr.
@Marc
Die Darstellung meines Besuches “eines” Treffens des Kreises sollte auch nicht objektiv sondern zutiefst subjektiv sein! Sie haben den Kreis anders erlebt, das kann ich so annehmen. An meinem Empfinden ändert sich indes nichts!
am 13. November 2008 um 01:01 Uhr.
…dann sollte man aber auch nicht angepisst sein, wenn sich jemand zur wort meldet, der es besser weiß.
sie haben ein treffen, irgendein treffen, erlebt… schreiben aber: “dieser völklinger kreis war mir schon immer unheimlich”… nachfolgend über champagner-trinkende anzugträger, cdu-klone, etc…
sind nicht unvoreingenommen, nein… sie finden diesen verein von vorne herein nicht gut, sind in eine veranstaltung gekommen die Ihnen nicht passte - und in die sie nicht passten… und schon ist ein kleiner artikel verfasst.
na, ja… und dann wagt es jemand, dazu etwas kritisches zu äußern. ich bleibe dabei: sie haben ein kleines erlebnis gehabt, dazu eine schlußfolgerung gezogen - und hier veröffentlicht. ohne ordentliche recherche.
jetzt können sie angepisst sein weil es mal jemand wagt, und ihrem blog nicht ihrer meinung ist. damit kann ich gut leben.