Marktforschung am Kunden vorbei

28.02.2008 Gepostet in Berlin, Der Augenblick, News

Das Telefon klingelt gegen 21:30 Uhr….

Er: Guten Abend, mein Name ist xxx und ich bin vom Marktforschungsinstitut xxx. Könnte ich ihnen ein paar Fragen zu ihrem Rundfunkverhalten stellen?

Ich: Öh….Ist aber schon spät, nicht!

Er: Ja, das wissen wir!

Ich: Was wollen sie denn von mir wissen?

Er: Ich spiele ihnen nun 7 verschiedene Musikzusammenstellungen vor.

Ich: Unentgeltlich? Kurzes kichern auf der anderen Seite. Dann höre ich mir 5 minutenlang eine nicht zu identifizierende Pop-Musiksuppe an.

Er: Können sie diese Musikzusammenstellung Radiosendern zuordnen?

Ich: Nein!

Er: Ich spiele ihnen nun weitere 7 Musikzusammenstellungen vor.

Ich: Höre weitere Pop-Musiksuppe, die sich aber nicht wesentlich von der Ersten unterscheidet!

Er: Können sie diese….

Ich: Unterbreche ihn und frage ob er keine Klassikmusik im Angebot hat.

Er: Klassik? Nein danach wird in der Studie nicht gefragt. Das kann ich nirgendwo ankreuzen!

Ich: Ich höre nämlich Klassik Radio, meist beim putzen, bügeln oder Geschirr spülen! Außerdem Deutschlandfunk, wo ja bekanntlich tagsüber keine Musik gespielt wird.

Er: Nun, dann hat sich die Umfrage ja erledigt. Klick.

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Ein Kommentar zu “Marktforschung am Kunden vorbei”

  1. ondamarisNo Gravatar schreibt:

    immer dies sch… bildungsbürgertum, mensch! womöglich kennst du auch noch inforadio? wenn das jeder machen würde! mensch, wo kämen wie (nein, die werbeindustrie) dann denn hin …


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