Marktforschung am Kunden vorbei

Das Telefon klingelt gegen 21:30 Uhr….

Er: Guten Abend, mein Name ist xxx und ich bin vom Marktforschungsinstitut xxx. Könnte ich ihnen ein paar Fragen zu ihrem Rundfunkverhalten stellen?

Ich: Öh….Ist aber schon spät, nicht!

Er: Ja, das wissen wir!

Ich: Was wollen sie denn von mir wissen?

Er: Ich spiele ihnen nun 7 verschiedene Musikzusammenstellungen vor.

Ich: Unentgeltlich? Kurzes kichern auf der anderen Seite. Dann höre ich mir 5 minutenlang eine nicht zu identifizierende Pop-Musiksuppe an.

Er: Können sie diese Musikzusammenstellung Radiosendern zuordnen?

Ich: Nein!

Er: Ich spiele ihnen nun weitere 7 Musikzusammenstellungen vor.

Ich: Höre weitere Pop-Musiksuppe, die sich aber nicht wesentlich von der Ersten unterscheidet!

Er: Können sie diese….

Ich: Unterbreche ihn und frage ob er keine Klassikmusik im Angebot hat.

Er: Klassik? Nein danach wird in der Studie nicht gefragt. Das kann ich nirgendwo ankreuzen!

Ich: Ich höre nämlich Klassik Radio, meist beim putzen, bügeln oder Geschirr spülen! Außerdem Deutschlandfunk, wo ja bekanntlich tagsüber keine Musik gespielt wird.

Er: Nun, dann hat sich die Umfrage ja erledigt. Klick.

Ein Kommentar zu “Marktforschung am Kunden vorbei”

  1. ondamarisNo Gravatar

    immer dies sch… bildungsbürgertum, mensch! womöglich kennst du auch noch inforadio? wenn das jeder machen würde! mensch, wo kämen wie (nein, die werbeindustrie) dann denn hin …

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