Endlich: Liechtenstein nun auch mit Geld zurück Garantie

Also ich finde es schon ganz schön dreist, wie sich da der Erbrinz Alois Philipp Maria des 160 km² großen Steuerparadieses Liechtenstein (hübsches Video mit “Für Gott, Fürst und Vaterland”) dem zwischen Österreich und der Schweiz eingebetteten Zwergstaat in dem rund 35 000 Menschen leben und die Zahl der Briefkastenfirmen, die dort lediglich eine Postadresse haben, Lästerzungen zu Folge höher sein soll, aufregt.

Der Erbrinz heute:Es ist ein vollkommen überrissener Angriff gestartet worden gegen Liechtenstein” und weiter “Es ist sicher eine Krise, wenn man von diesem Großstaat so angeschossen wird.” Ziemlich militärische Sprache die der Blaublütige da anschlägt, dabei will unser Staat nur sein Geld zurück das unrechtmäßig ins kleine Fürstentum verschoben wurde und nicht mit Liechtenstein Krieg führen!

Herr von und zu Liechtenstein weiter: “Solchen Vorgehensweisen seien in Liechtenstein und anderen Staaten rechtlich völlig undenkbar. ” Ja so wie auf den Kanalinseln oder Cook Inseln, Marshall-Inseln, Anguilla, Antigua & Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Grenada, Jungferninseln (US und GB), Montserrat, Niederl. Antillen, Panama, St. Kitts, St. Lucia, St. Vincent, Turks & Caicos ……

Ich halte es da mit Jean-Claude Juncker der zum Thema sagte: “Man darf sich nicht auf Kosten der Nachbarn bereichern.” Denn auch mit den Millionen an hinterzogenen Steuern die in Liechtenstein gebunkert wurden und werden, erreicht dieses kleine Land das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf weltweit, es liegt bei 90′000 Euro (2006).

Ein wenig Finanz-Statistik über den Zwergstaat: 14,3 Prozent aller Beschäftigten Liechtensteins arbeiten in Banken, Versicherungen oder Treuhandunternehmen. Es gibt 15 Banken, 405 Vermögensverwalter und Treuhandunternehmen. Gesamtbilanzsumme 34 Milliarden Schweizer Franken, Verwaltete Kundenvermögen 107 Milliarden Schweizer Franken, 30 liechtensteinische Versicherungsunternehmen, 17 Fondsleitungsgesellschaften mit rund 300 Anlagefonds und letztlich 9 Anlagegesellschaften! (Quelle)

5 Kommentare zu “Endlich: Liechtenstein nun auch mit Geld zurück Garantie”

  1. StefanNo Gravatar

    Ohne die Liechtensteiner in Schutz nehmen zu wollen: Mann stelle sich vor, jemand hätte in Deutschland - aus welchem Gesichtspunkt auch immer - hoch sensible Daten gestohlen und diese einem anderen Staat teuer verkauft. Dieser andere Staat würde die Daten nicht etwas zurück geben, sondern für seine Zwecke nutzen. Was wäre denn dann hier in Deutschland los? Würde nicht Schäuble unter dem Beifall von Struck den Jung zwingen, dass letzte, noch nicht in Afganistan verheizte bisschen Armee in Bewegung zu setzen?

  2. antiteilchenNo Gravatar

    Solange es sich um Daten die mit Steuerhinterziehung oder Verrat an der dem Land handelt, sehe ich da keine Probleme! Da kann Schäuble sich mit dem voran rollen zurückhalten. Andererseits halte ich Schäuble weiterhin für wahnsinnig! ;-)

    Und wieso hoch sensible Daten? In Liechtenstein sind das Daten von Kunden die in Deutschland kriminell sind!

  3. StefanNo Gravatar

    Nein, nein, ich habe nicht geschrieben, dass die Daten, die dort gestohlen wurden, hochsensibel sind, ich schrieb, wenn jemand hoch sensible Daten in Deutschland stehen würde.

  4. StefanNo Gravatar

    Ok, um dem ’stehen’ gönne ich noch ein ‘l’.

  5. StefanNo Gravatar

    Und aus dem ‘um ‘ möchte ich gerne ein ‘und’ machen. Sorry, ich gehe heute wohl besser frühzeitig ins Bett…

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