Clown Alarm

Berlin, heijo! Der 11.11 naht und seine Tollität ist dummerweise gefunden. Prinz Martin I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Gerti I. Er Rechtsanwalt, sie Gastwirtin. Am Sonntag um 11.11 Uhr steht der Sturm auf das Rote Rathaus auf dem Programm. Die Berliner/Bonner Jecken werden einfach nicht müde, dieses importierte karnevalesk alberne Ritual jedes Jahr zu wiederholen. Karneval oder auch Fastnacht genannt ist eine zutiefst katholische Angelegenheit! Mit der Reformation im 16. Jahrhundert verschwand in den überwiegend evangelischen Gebieten mit dem Aschermittwoch auch die Fastnacht. Zum Glück! Doch die Bonner Beamten, die mit dem Umzug der Regierung in die Hauptstadt kamen, brachten 2001 leider auch ihr skurilles Spektakel mit an die Spree. Samt Karnevals-Umzug der diesmal am 3. Februar 2008 rund um den Kurfürstendamm stattfindet. Allerdings herrscht in Berlin ein absolutes Konfetti-Verbot um die Kosten in Grenzen zu halten, denn der Karnevals-Verein muss für die Sauberkeit nach dem Umzug sorgen. Das Epizentrum wird wie immer das Restaurant Ständige Vertretung am Schiffbauerdamm in Mitte sein. Also, seien Sie gefasst auf clowneske Verkleidungen und Kappenträger im Stadtbild. Diese Menschen glauben, sie wären lustig. Diese Narren.

Kategorie(n): Berlin, Berlin von unten, Da hingehen wo es weh tut, News

6 Antworten auf Clown Alarm

  1. DAS sollte in köln mal jemand versuchen – konfetti-verbot, und die karnevalsgesellschaften müssen selbst für die reinigungskosten aufkommen … das wär ne gaudi, diese diskussion .-))

    antiteilchen sagt:

    Ja das liebe Brauchtum. Ich kann nur hoffen das es in Berlin irgendwann wieder einschläft!

  2. Ich, die ich nur 10 km Luftlinie von einer der Kappen-Hochburgen lebe, weiss genau, wovon Sie reden. Graesslich!!
    Schon als Kind habe ich mich vehement geweigert, ein Funkenmariechen zu werden, wie es meine Grossmutter so gerne gehabt haette. Und meine Aversion hat sich bis heute nicht gelegt. Im Gegenteil…

    antiteilchen sagt:

    Es wird doch nicht etwa Mainz sein?
    Als kleiner Junge wurde ich gegen meinen Willen als Cowboy verkleidet. Ich hätte im Erdboden versinken können als ich erfuhr das die Übersetzung Kuhjunge bedeutet. Mein erstes Trauma!

  3. In unmittelbarer Nähe der beiden Karnevalshochburgen am Rhein wohnend sowie deren umliegender Städte kann ich mich nur durch zwei Dinge dem entziehen: Zuhause bleiben und den freien Tag genießen oder über ein verlängertes Wochenende wegfahren, was ich beides abwechselnd regelmäßig tue.

    antiteilchen sagt:

    Das ist wahrlich das Beste was man machen kann. Früher als ich noch am Niederrhein lebte bin ich über “die Tage” auch abgehauen.

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