Akustischer Terror

Jetzt geht dieses Weihnachtsmusik-Dauergedudel in den Kaufhäusern wieder los. Jedes Jahr der gleiche Müll. Selbst mein bevorzugter Supermarkt bleibt nicht davon verschont.   Letztes Jahr um diese Zeit platze übrigens mein Email-Postfach fast vor Online-Weihnachtskalender. Dieses Jahr nix..gar nix.

Träumereien

29.11.2007 | 5 Kommentare | Gepostet in Berlin, News

Im Allgemeinen und überhaupt spiele ich kein Lotto. Außer, der Jackpot strebt astronomische Höhen an, wie zur Zeit auf 38 Millionen Euro. Ein Rest von Umrechnung steckt mir immer noch im Hirn und so komme ich auf 74,4 Millionen DM! Hört sich doch gleich unverschämter an.

Und was mache ich nun mit all dem Geld. Ich gründe eine Stiftung. Damit verfolge ich allerdings nicht die Sicherung des eigenen Seelenheils! Eine Universal-Stiftung im Bereich Kultur Bildung Forschung und Medien soll es sein. Ich denke 10 Millionen Euro werden reichen. So habe ich die Möglichkeit gezielt mit den Zinsen, Projekte Ideen und Konzepte zu fördern die nach meinem empfinden Förderungswürdig sind. Wenn ich schon Zinsen bis zum abwinken damit habe dann will ich auch entscheiden was damit passiert, also setze ich mich als Alleinvorstand ein und beschäftige einen Privatsekretär. Auto fahre ich selbstverständlich weiterhin selber! Nichts protziges eher umweltfreundlich aber schon etwas Größer als der Smart der mein letztes Auto war.

Danach kriegen alle in meinem Freundeskreis 100.000 Euro geschenkt. Ich kaufe mir eine Wohnung in Berlin und eine in New York. In New York etwas kleines! Dann fehlt mir nur noch die American Express Centurion Card und schwups bin ich auf Weltreise mit Felix. In der Zwischenzeit kann mein Anlageberater mir günstige Möglichkeiten heraussuchen wo ich den Rest des Geldes gewinnbringend anlegen kann.

Wo ist der Tippschein……………..

Gefühlte 1000 Jahre

27.11.2007 | 8 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Unterwegs

Gestern besuchte ich den Vortrag “Kaiserstadt Berlin – Eine Metropole zwischen Reaktion und Moderne” in der Urania. Manchmal interessieren mich solch abenteuerlichen Themen. Die Altersstruktur der Zuhörer lag bei gefühlten 1000 Jahren. Ich sprengte klar den Altersdurchschnitt. So kam es zu grimmigen Zwischenrufen betagter Mitbürger, man könne die Dias nicht richtig erkennen was zur Folge hatte das der Medienbeauftragte minutenlang versuchte Schärfe in die Bilder zu bekommen die allen Dioptrinzahlen im Saal gerecht wurde. 25 zeitlich verschiedene Zwischenrufe mit “jetzt!” nervten irgendwann! Eine Einblendung zuvor, dass der Vortrag auch über den Kanal “Radio” des Hörgerätes zu empfangen sei, machte mir mal wieder klar was mir im Alter blühen könnte. Der Vortrag selbst brachte mir allerdings keine neuen Information, lediglich noch einmal ein Vertiefung des Stoffes. Er wurde aber auch recht dröge vorgetragen. Teilweise stimmten auch Daten nicht und das bei einer Kunsthistorikerin! Dabei kann man Geschichte wirklich spannend darbieten. Alles schon erlebt!

Rosa wird 65

Rosa mit albernem Hut

Rosa von Praunheim wird heute 65 Jahre alt und hat dabei einen albernen Hut auf. Hat er das nötig? Jedenfalls Herzlichen Glückwunsch von mir! Zur Vernissage der Ausstellung “Rosa geht in Rente” im Schwulen Museum gab es Lobhudelei von Weggefährten. Die Ausstellung ist aufgrund der Platzverhältnisse des Museums recht übersichtlich. Am interessantesten fand ich noch die Videodokumentationen. Ein Besuch lohnt sich.

Seepferdchenragout

Die Hafenbar steht vor dem Aus. Ich komme dort oft vorbei und habe schon viele Geschichten über sie gehört. Drin war ich noch nie. Jetzt muss ich mich wohl beeilen!

26 Millionen Euro Jackpot

23.11.2007 | 5 Kommentare | Gepostet in Antiteilchen empfiehlt, News

Ich glaube, ich spiele mal Lotto.

Gigantische Baustelle

22.11.2007 | 5 Kommentare | Gepostet in Der Augenblick, News, Unterwegs

Gigantische Baustelle

Aerosol

21.11.2007 | 6 Kommentare | Gepostet in Unterwegs

Wie schnell man von Berlin mit dem ICE in Hamburg ist! Nach 90 Minuten und 290 Kilometern stiegen wir in Hamburg-Altona in die NOB Linie nach Westerland um. Von dort brauchten wir für 237 Kilometer mehr als 3 Stunden. Gähn. Dann endlich Sylt. Hörnum liegt etwas arg weit draußen. Ein Taxifahrer brachte uns in halsbrecherischer Fahrt, wo 70 stand raste er mit 120, lebend an die Haustüre unseres Ferien-Domizils. Klein aber gemütlich nur der zwei Kochplattenherd machte mich nervös. Auch das sollte gehen.
Also diese Luft, ich kann nur schwärmen. So rein so frisch so gesättigt von gesunden Aerosolen das man soviel davon einatmen will, dass einem fast die Lunge platzt. Am zweiten Tag eine Strandwanderung um die Hörnumer Odde gemacht, die ja im Begriff ist immer weniger zu werden. Am Hörnumer Leuchtturm Waffeln mit Kirschen gegessen und beim bezahlen bemerkt, wie sündhaft teuer diese Insel doch ist. Am dritten Tag Sonnenschein! Gleich aufs Fahrrad und das Rantumer Becken beradelt. Ein wundervoller Tag. Am Montag dann ein Strandspaziergang in die entgegengesetzte Richtung und in der Sansibar eine äußerst leckere Linsensuppe gelöffelt und herzlich über die Weinpreise gelacht. 690 Euro zum Beispiel für eine Flasche Bordeaux. Albern. Am Dienstag dann die Heimreise angetreten nicht ohne die Strandpromenade in Westerland besucht zu haben. Ja, es waren schöne Tage! Wenn Sie hier einmal hinein schauen wollen:

Am Strand von Hörnum Der Leuchtturm von Hörnum Aerosolsüchtige

Ein schöner Ausklang des Tages Hier wurden die angespülten namenlosen Leichen beerdigt

Ich bin dann mal weg

15.11.2007 | 9 Kommentare | Gepostet in Unterwegs

Am Strand von SyltFür den Jakobsweg ist es jetzt natürlich zu spät! Also geht es nach Sylt. Genauer gesagt nach Hörnum. Vier Tage den Blanken Hans um die Nase wehen lassen, bei vielen Strandspaziergängen und Einkehr in (hoffentlich noch geöffneten) Cafes am Strand. Vielleicht nehmen wir am Samstag auch an der Exkursion “Dem Wattwurm auf der Spur” teil. Ich freu mich auf die Weite und den Duft des Meeres. Ein gutes Buch und lange Unterhosen sind jedenfalls schon eingepackt. Ich kenne Sylt nur im Frühling und bin gespannt wie es dort im Herbst ist. Bis Mittwoch herrscht hier im Blog also Funkstille.

Foto:Flickr/Wiebke90

Touch me Touch me

14.11.2007 | 7 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Unterwegs, Zeitgeist

Touchpoint der Bahn

Die Idee mit den Touchpoints die jetzt an vielen S-Bahn Stationen hängen, ist ja wirklich gut, abgesehen davon das Herr Mehdorn demnächst genau weiß wo Sie sich herum treiben, wenn Sie über das System ein Ticket kaufen! Aber das Design der Geräte ist ja wohl sowas von grottenschlecht! Das Gerät sieht doch wohl eher wie ein Notfallknopf aus. Die armen Hilfesuchenden die sich am roten Punkt die Finger wund drücken werden! Was das Touch and Travel System überhaupt ist, wird hier erklärt.

Im Stinkschlauch

Jetzt wird es kälter und die BVG und die S-Bahn schmeißen die Heizung in ihren Wagen an. Ich reiste neulich am Wochenende spät abends durch die Stadt in einer doch arg überhitzten S-Bahn. Manchmal meinen sie es wirklich zu gut mit uns. Plötzlich stiegen zwei Dönerkebab mit Spezialsoße Esser in die Bahn ein und in sekundenschnelle war der Wagen ein übelst riechender Stinkschlauch. Unentrinnbar und leicht würgend den ranzigen Gerüchen des zumeist minderwertigen Drehfleisches ausgeliefert, harte ich der verpesteten Luft durch den Mund atmend bis zur nächsten Haltestation aus. Das Zeugs stinkt in heißer Luft noch dramatischer als es sowieso schon aussieht. Ich schüttel mich jetzt noch! Ich habe ja nichts dagegen wenn man in der Bahn isst. Aber muss es denn unbedingt etwas dermaßen Geruchs belästigendes sein?

Licht-Orgie

Wollten Sie schon immer einmal heißen Sex mit Glüh(d)birnen haben? Na dann hier hin!

Prenzlauer Berg Dachgeschoss

Eine feine Beobachtung des Stadtteils in dem ich lebe kann man hier in Zeit Leben nachlesen. Sehr treffend geschildert, so etwas sehe und erlebe ich jeden Tag. Grauenvoll!

Nachtrag: Die Kommentare zum Text haben es aber auch in sich!

Die Mutter der Einheit

Am Montag wurden die vier Plätze zum Einheitsdenkmal in der Nikolaikirche vergeben. Die kann man sich hier ansehen. Von den anderen Beiträgen fielen mir diese Beiden auf. Die Mutter der Einheit sowie die Schaukel.

Die Mutter der Einheit Die Einheitsschaukel Die Schaukel der Einheit

Interessant was so ein Wettbewerb für Ideen zu Tage fördert. Befremdlich bis ulkig! Vor allem frage ich mich ob ein Einheitsdenkmal nicht doch nach Leipzig gehört, dort wo die Montags-Demonstrationen ihren Anfang nahmen die am Ende zur Wiedervereinigung führten!

Clown Alarm

Berlin, heijo! Der 11.11 naht und seine Tollität ist dummerweise gefunden. Prinz Martin I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Gerti I. Er Rechtsanwalt, sie Gastwirtin. Am Sonntag um 11.11 Uhr steht der Sturm auf das Rote Rathaus auf dem Programm. Die Berliner/Bonner Jecken werden einfach nicht müde, dieses importierte karnevalesk alberne Ritual jedes Jahr zu wiederholen. Karneval oder auch Fastnacht genannt ist eine zutiefst katholische Angelegenheit! Mit der Reformation im 16. Jahrhundert verschwand in den überwiegend evangelischen Gebieten mit dem Aschermittwoch auch die Fastnacht. Zum Glück! Doch die Bonner Beamten, die mit dem Umzug der Regierung in die Hauptstadt kamen, brachten 2001 leider auch ihr skurilles Spektakel mit an die Spree. Samt Karnevals-Umzug der diesmal am 3. Februar 2008 rund um den Kurfürstendamm stattfindet. Allerdings herrscht in Berlin ein absolutes Konfetti-Verbot um die Kosten in Grenzen zu halten, denn der Karnevals-Verein muss für die Sauberkeit nach dem Umzug sorgen. Das Epizentrum wird wie immer das Restaurant Ständige Vertretung am Schiffbauerdamm in Mitte sein. Also, seien Sie gefasst auf clowneske Verkleidungen und Kappenträger im Stadtbild. Diese Menschen glauben, sie wären lustig. Diese Narren.

      • Kulturtipp