Leich-Konzerte

31.10.2007 | 2 Kommentare | Gepostet in Berlin, Berlin von unten, News, Unterwegs

Heute war Reformationstag, der Tag an dem Luther den Katholiken zeigte das man auch ohne gute Taten, also allein durch den Glauben in den Himmel kommen kann. Irgendwie total praktisch für Christen. Halbe Arbeit!

Zum Gedenktag war im Berliner Dom, Tag der offenen Tür. Da ich grundsätzlich nicht bereit bin für Gotteshäuser einen Eintritt zu zahlen, war heute also der Tag zum gucken. Sonst muss man 5 Euro für Gott berappen. Erster Eindruck, dass man soviel Luft mit Raum umbauen kann hat schon etwas protzig schaustellerisches. Ob der Gott an den die Christen glauben sich hier wohl fühlt? Habe mir die mächtige Sauer-Orgel erklären lassen, Kaiserloge geguckt um zu sehen was Wilhelm II für einen phantastischen Blick auf Altar und Untertanen hatte und stieg in die Hohenzollern Gruft hinab. Da liegen die Vorfahren des letzten Kaisers und müffeln vor sich hin. Schlechte Luft da unten! Außerdem könnte man da ruhig öfters mal Staub wischen! Es gibt dort unten in der Gruft übrigens “Leich-Konzerte” unter dem Motto “Heulet ihr Tannen”!

Blick Wilhelm II So viele Knöpfe und Tasten Der Hofstaat darf zuerst rauf Etwas staubig in der Gruft

Evelyn Hamann ist tot

29.10.2007 | 3 Kommentare | Gepostet in Der Augenblick

Evelyn Hamann

Viel zu früh verstarb heute Evelyn Hamann. Danke für die erstklassige wundervolle Unterhaltung!

Foto:ARD

Ich bin dann mal weg

25.10.2007 | 2 Kommentare | Gepostet in News, Unterwegs

Es ist noch immer nicht der Jakobsweg. Es, also eher die Bahn denn der Fernverkehr fährt ja zum Glück, zieht mich heute wieder dorthin wo ich geschlüpft bin. Bis Sonntag herrscht also Funkstille hier im Blog.

Mein erster Kinofilm

23.10.2007 | 8 Kommentare | Gepostet in Der Augenblick, Film Tipp, News

War der erste Film im Kino, der meine 5 jährige kindliche Netzhaut traf, der 1970 gedrehte harmlose Disney-Klassiker Aristocats, folgte im Jahr darauf ebenfalls von Disney, die schon etwas frechere Tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett, gespielt von Angela Lansbury. Immer mit meinen Eltern, die schon in ihrer Jugend begeisterte Kinogänger waren und mich so an das Medium heranführten. Behüteter kinematographischer Anfang also!

1975 dann, mit neun Jahren, durfte ich schon alleine in unser wunderschönes großes Dorfkino, welches schon lange nicht mehr steht, da es einer Umgehungsstrasse Platz machen musste. Ich wollte eigentlich in einen anderen Film, doch ich staunte nicht schlecht als man mir ohne Probleme auf meine Nachfrage, eine Eintrittskarte für den Film „Feuerkäfer“ gab. Jugendschutz war in diesem Kino damals wohl noch gänzlich unbekannt. Zeichentrick genügte mir jedenfalls nicht mehr und ich wollte etwas Neues sehen!

Feuerkäfer - Der Feuertod am Telefonhörer
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Was ich zu sehen bekam war nach heutigen Maßstäben ein Horrorfilm der B-Klasse, aber doch arg traumatisierend für mein kindliches Gemüt. Nach einem Erdbebeben werden Käfer an die Oberfläche gebracht die mit ihrem Hinterteil Feuer erzeugen können. Sie klettern in Autoauspuffrohre oder sitzen fies versteckt an Telefonhörern und bringen feurigen grausigen Tod. Daheim bei meinen Eltern auf die Frage wie der Film war, brach ich in Tränen aus und war kaum noch zu beruhigen. Von nun an war erst einmal Schluss mit Horrorfilmen und die Betreiber des Kinos wurden von meinen Eltern heftigst zurecht gewiesen. Dann kam auch schon 1977 Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung mit der dritten Art und George Lukas Star Wars, die ich allerdings beide mit meinem zu Tode gelangweilten Vater ansehen musste. Vom Vater dann als harmlos eingestufte Filme , durfte ich von da an wieder alleine ins Kino.

Geneigte Leserinnen und Leser, erinnert Ihr Euch an die ersten Filme die Ihr gesehen habt?

Sie lassen in Berlin die Luft aus den Reifen

22.10.2007 | 6 Kommentare | Gepostet in Berlin, Berlin von unten, News, Zeitgeist

Fahren Sie in Berlin einen Wagen der mehr als Zehn Liter auf 100 Kilometer verbraucht? Dann könnte Ihnen dank dieser Herren und Damen schnell die Luft ausgehen!

Ist diese Aktion nun einfach Sachbeschädigung oder ein sinnvoller Protest gegen Egoismus und Rücksichstlosigkeit in Sachen Klimapolitik?

Museum der gebrochenen Beziehungen

22.10.2007 | 3 Kommentare | Gepostet in Ausstellungen, Berlin, News

Beziehungen kommen und gehen, wenn sie gehen, bleibt meist etwas zurück. Vielleicht nur die Nummer des/der Ex im Handy oder eine vergessene SMS in dessen Speicher. Manchmal sind es aber auch ganz handfeste Dinge. Diese zurückgelassenen Dinge kann man sich im Tacheles ansehen. Herzergreifend manches Auststellungsstück, des öfteren habe ich auch geschmunzelt weil ich mich an eigene Ex-Beziehungen erinnert fühlte.

Wer eine Stunde Zeit hat, sollte sich diese kleine Ausstellung ansehen. 1 Euro kostet der Eintritt um zu sehen und vielleicht auch zu fühlen wie andere mit ihren gescheiterten Beziehungen umgegangen sind. Wer möchte, kann sogar seine eigenen Erinnerungsstücke dort abgeben um die Sammlung zu erweitern.

Kunsthaus Tacheles
Oranienburgerstraße 54 – 56a Berlin-Mitte
12.-27.10.07, täglich 14-20 Uhr
Blauer Salon, 5.OG
Eintritt: 1 Euro

Klein aber fein! Es stand unter dem Weihnachtsbaum Der Tausendfüssler mit den ausgerissenen Füssen.

Theater? Wat sollen det, det is ja unecht.

18.10.2007 | 7 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Theater

Also der Kurt Krömer, der macht jetzt auch wieder an der Schaubühne Theater, eine Komödie und hier redet er drüber und hier auch. Ansehen kann man sich das hier. Ich kann aber leider nicht drüber lachen!

Lasershow aus der Kaffee Kasse

Billig kann man das wohl nennen, was uns die Galeria Kaufhof da gestern Abend auf dem Alexanderplatz als Eröffnungshow des Festival of Lights verkaufen wollte. Mit 20 Minuten Verspätung wurde ein liebloses Feuerwerk gezündet mit ein wenig Lasergezauber das in einem Club noch oohs, aahs und ui ui uis hervorgerufen hätte, aber auf der Weite des Alex nur lächerlich aussah. Die Musik, dramatisch als ob der Weltungergang bevorstünde, jagte einem zu ertwartungsvollen Momenten die aber leider nicht bedient wurden! Ich bin schlecht im Massen schätzen aber so 5000 Tausend Zuschauer werden es wohl gewesen sein, die am Ende dann grummelnd und meist enttäuscht von dannen zogen. Bitte im nächsten Jahr nich wieder so ein “Spektakel”! Der Fernsehturm war diesmal etwas schicker beleuchtet und Albert Speer hätte seine wahre Freude gehabt.

Speer in Weiss Speer in Grün Festival of Lights

Tilidin Dröhnung

Ich war einmal in der Situation, unerträgliche heftige Schmerzen ertragen zu müssen, über 2 Jahre lang. Zur Linderung war das Mittel der Wahl, Tilidin, ein stark wirkendes Opioid. Nach der Entscheidung zu einer Operation, wurde ich quasie auf Entzug gesetzt. Das Zeug hat es wirklich in sich. Da bei mir aber der Effekt mit den Schmerzen verbunden war, war eine Entwöhnung eine Sache von Tagen. Ich war froh das Medikament, wie ich bemerkte auch mit euphorischer Wirkung, wieder los zu sein! Dann lieber euphorisch wenn mein Körper es selbst produziert, durch Eindrücke! Wie ich nun hier lese, ist dieses Medikament wohl in der Party-Drogenszene zu einem Hit geworden. Interessant, dass speziell muslimische Jugendliche dieses Medikament bevorzugen, “Denn die Einnahme von Drogen ist in der islamischen Welt eigentlich verpönt, der Konsum gilt als Verstoß gegen die Ehre. Tilidin ist aber ein Medikament, dessen Gebrauch (oder Missbrauch) eher toleriert wird.” Was sich Menschen alles reinpfeiffen um ein bisschen Glück zu empfinden und um ihre Ehre zu bewahren!

Ehefrau Kuchen

Was für ein herrlich sonniger Montag. Den nutzten wir für einen Besuch in den herbstlichen Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn. Im Irrgarten verirrten wir uns gehörig, im chinesischen Garten wunderten wir uns über Ehefrau-Kuchen und im balinesischen Haus ärgerten wir uns über die alberne Hintergrundmusik. Die in allen Farben schillernden Bäume luden zu einer Rast auf dem Rasen ein, um sich noch ein wenig die wärmende Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Also, schnell noch mal hin! Wenn Sie hier einmal hineinschauen wollen:

Im Chinesischen Garten Nur zeitweise im Angebot! Totempfähle aus Korea

Lange Schatten Wie heißt die nochmal? Es tröpfelte

Im Orientalischen Garten Die schöne Fledermauslilie

Die schillernden Typen auf der Kastanienallee

Hoffentlich verschwindet hier die normale Welt nicht komplett.

Die Jungs und Mädels auf der ach so schrillen Castingmeile glauben wohl, sie leben auf einem anderen Planeten. Willkommen in der Wirklichkeit!

Die Extra Drei Reporterin

Die Spontanvegetation verlinkt ein Video, was ich hier ebenfalls promoten möchte, weil es so hübsch entlarvend ist!

Glotz Alarm

10.10.2007 | 6 Kommentare | Gepostet in Berlin, Im Alltag gescheitert, News, Unterwegs

Meine Güte, was haben die denn heute alle so entsetzt geguckt. Ich denke es lag wohl daran, dass ich unter meinem neuen Cord-Sakko eine Jeans-Jacke trug, die entschieden größer war als das Sakko. Ja sah scheiße aus, ist mir aber erst in der U-Bahn aufgefallen als ich mich, ebenfalls entsetzt, im dunklen Glas gespiegelt habe. Anders herum hätte es bestimmt total schick aus gesehen. Zu spät! Einige dachten bestimmt, der Arme, wer hat den denn im Heim  so angezogen.

Schwule Wohnkultur 18

10.10.2007 | 6 Kommentare | Gepostet in Schwule Wohnkultur, Schwules

Schwule haben Geschmack, sehen toll aus und richten sich trendig ein! So die weitverbreitete Meinung. Das es herbe Ausnahme gibt, fällt mir immer wieder beim Besuch diverser Dating-Kataloge auf. Hier nun frische Bilder aus den schwulen Dating-Portalen dieser Welt die wir lieber nie gesehen hätten! Diesmal: Von Kerzen und Lampen.

Wohin geht die Radtour? Die Spielwiese Er ist musisch veranlagt

In Berlin herrscht wieder Ordnung

Hier herrscht Ordnung!

Ich bin so froh in einer Stadt zu leben in der mir die Obrigkeit piktogrammartig in schreiend gelber Farbe genau erklärt, wo auf der Schönhauser Allee Fahrräder zu stehen (das ist kein Fahrradweg!) und Menschen zu gehen haben! Ohne diesen Hinweis würden womöglich die Menschen angegekettet geparkt werden und die Fahrräder würde flanieren.

      • Kulturtipp