Wasch dein Haar, Matthias!

30.07.2007 | Keine Kommentare | Gepostet in Berlin, Ich glotz TV, News, Unterwegs

Also der Herr Matussek, derzeit Kulturchef beim Spiegel, sieht immer etwas usselig aus, also ein wenig ungepflegt, harmlos formuliert. Eben noch im Fernsehen gesehen. Ein kluger Kopf, durchaus! Sieht aber immer aus, wie gerade aus dem Bett gestiegen. Guten Morgen!

Mir ist er schon des öfteren am Pariser Platz begegnet und ich dachte dann immer, Matthias, mal Haare waschen und kämmen und ein frisches Hemd, das schaffst du doch, zwischen all deinen Terminen!

Beinkleidkaufhölle die Zweite

Es ist vollbracht! Ich bin im Besitz zweier neuen Jeans-Hosen. Für Sie bestimmt ein Ereignis von daher gelaufener Wichtigkeit. Für mich, ein Triumph! Nach einer Odyssee durch P&C, Jack&Jones, Castro Men, C&A, New Steinberg, Levis, Karstadt etc. fand ich das Beinkleid der Erlösung. Natürlich heute, an einem Tag! Ich suchte ja bereits vor Tagen nach dem begehrten Objekt. Fündig würde ich bei Zara. Unglaublich, diesen Laden habe ich nur aus Verzweiflung betreten. Im obersten Geschoss gibt es eine winzige Herrenabteilung, dort an der Stange hingen sie. Schon mit Schweiss auf der Stirn betrat ich die Abteilung “Anprobe”. Hier ein Bild von Verwahrlosung! In jeder Kabine mindestens 5 Kleidungsstücke vom Vorgänger. Liebe Herrenmode Käufer, könntet ihr bitte eure nicht gewollten Klamotten wieder aus der Kabine mitnehmen! Wie sieht das denn aus und wo soll ich mit meinen Klamotten hin? Ich klemme sogar nicht passendes wieder auf den Bügel und bringe es eigenhändig zurück an den Ort von wo ich es entnahm!

Nun, ich schlüpfte hinein, ins gewählte Beinkleid und siehe da, es passte wie angegossen. Gleich die erste Hose! Ein Wunder war geschehen. Die Umkleidekabine tauchte sich in gleissendes Licht, Engelsgesang erklang zu Fanfaren. Euphorie über kam mich und ich zog flux die Zweite über und siehe da, der Himmel öffnete sich und der Herr sprach mit tröstender Stimme, ja auch du, spargellanger Hansel, hast ein Recht auf passendes Beinkleid. Freudig und ermattet vom Erlebten, robbte ich zur Kasse um mit Verzückung meine Euroscheckkarte auf den Tresen zu legen. Die Kassiererin kassierte huldvoll lächelnd. Es war vollbracht!

Die Walz im Hotel

Wieder investigativer Journalismus!
Und als Geschenk gab es staubfangender Tinneff!

Auf dem Spielplatz der Depression

Auf dem traurigen Spielplatz

Auswanderer Dokus

Nichts wie weg – Dokukanal
Goodbye Deutschland! – VOX
Unser neues Zuhause – RTL
Mein neues Leben – Kabel1
Auf und davon – VOX

Alle hauen ab und das Fernsehen zeigt es in fünf überflüssigen Dokumentationen. Bärbel zum Beispiel hat in Palma auf Mallorca ein Nagelstudio aufgemacht, toll, wie interessant! Oder Carola und Björn, die in Australien Oliven pflücken weil sie in Deutschland für sich keine Zukunft mehr sehen, Spargel stechen könnte sie aber auch hier! Ich denke mal Dokus über Menschen die zu uns kommen, wären wesentlich interessanter!

Bauhaus mit Platzproblem

29.07.2007 | 4 Kommentare | Gepostet in Ausstellungen, Berlin, Museum, News, Unterwegs

Es regnet und so finde ich heute den Weg ins Bauhaus-Archiv. Auch Museum für Gestaltung genannt, in der Klingelhöferstrasse 14 in Mitte. Richtig voll hier. 7 ,- Euro kostet der Eintritt in die Welt von Gropius, Kandinsky, Mies van der Rohe, um nur einige Lehrer zu nennen, und der vielen Bauhausschüler. Mir gefällt ja dieses Design, die Plakatkunst, besonders die Architektur. Zur Zeit läuft eine Ausstellung: Berliner Siedlungen der 1920er Jahre – Kandidaten für das UNESCO Welterbe vom 25.7. bis 8.10.07.

Im Eintrittspreis ist ein Audiguide inbegriffen der für die Ausstellung kurze Informationen bereithält. Man muss allerdings 10 ,- Euro Pfand hinterlegen! Ich frage mich, wer klaut Auidoguides? Schnell stelle ich fest, der Bau verspricht von außen mehr als von innen. Das Museumsgebäude ist ein Spätwerk von Walter Gropius, wohl sehr spät, den viel Raum wird nach oben verschenkt, die Lichtschächte, die von Außen sehr schick aussehen, nehmen dem Bau von innen einfach den nötigen Platz, die elektrische Lichtgestaltung, für die Gropius wohl keine Verantwortung trägt, ist miserabel. Alles in Käsegelb getaucht. Klar, Wagenfelds geniale Tischleuchte fehlt nicht, ebenso wenig die Teekännchen von Marianne Brandt oder die Stahlrohrsessel von Marcel Breuer, fast alles da aber auf so kläglich kleinem Raum, dass man in einer halben Stunde durch ist. Man würde gerne vertiefen aber es fehlt wohl offensichtlich an Platz. An eine Erweiterung wird gearbeitet. 2010 soll ein unterirdischer Erweiterungsbau folgen. Für die weltgrößte Sammlung zum Bauhaus wohl auch dringend nötig.

Die oben genannte Ausstellung zu den Berliner Siedlungen sieht auch dem entsprechend mickrig aus. Da sprach mich nichts an, weder die Bauklotzanlagen noch die zu vielen Pläne. Nur ein winziges Videoterminal zeigte interessantes. Dort „knubbelten“ sich dann aber auch die Besucher. Da besuche ich bei schönem Wetter die Siedlungen lieber persönlich, wie zum Beispiel demnächst die Hufeisensiedlung in Britz. Wer einen ersten, winzigen Eindruck vom Bauhaus erleben möchte, ist hier in Berlin an der Klingelhöferstrasse gut aufgehoben. Für tiefer gehende Einblicke empfehle ich Kataloge und Bücher zum Thema, da bekommt man, zur Zeit jedenfalls, wesentlich mehr zu sehen.

Feine Fotoshow

26.07.2007 | 4 Kommentare | Gepostet in Fragen des Alltags, News, Websites

Jetzt kann ich zwar meine Fotos im Blog präsentieren aber wie ich ein zufälliges Bild meiner Flickr-Sammlung in der Sidebar anzeige, habe ich noch nicht verstanden.

Hitlers Lieblingsoper

Jedes Jahr das Gleiche. Was Rang und Namen hat, pilgert auf den Grünen Hügel von Bayreuth. Gegeben wird diesmal Hitlers Lieblings Oper “Die Meistersinger von Nürnberg“. Wagner, der nicht immer ganz frei von antisemitischen Äusserungen war, soll hier diesmal ohne “plumpe Provokation noch um einen bloßen Skandal” inszeniert werden, sagt Katharina Wagner, wieder eine aus dem Wagner-Clan die den greisen Chef, Wolfgang Wagner, 87, beerben will.

Also wieder mediengeiles Schaulaufen vor versammelter Presse-Meute. Die Kanzlerin in Fliederfarbener Robe mit angeketteter Handtasche am Handgelenk, möglicher Inhalt, Lockenstab von Udo Walz, oder Thomas Gottschalk mit den bewährten albernen Schühchen. Knaller der Saison allerdings die bizarre Karin Stoiber, zärtlich Muschi genannt, mit Halskrause. Schwer erkältet, Angst vor Falten am Hals, dicken Hals auf ihren Mann? Modisch ist der Grüne Hügel jedenfalls ein GAU, musikalisch eher düster bis altbacken. Mein Tipp: Sofort abschaffen und das Opernhaus sprengen!

Ahnenforschung leicht gemacht

26.07.2007 | 3 Kommentare | Gepostet in Fragen des Alltags, News, Websites

Wo der Rest der Sippe steckt oder ob es irgendwo noch Nachkommen gleichen Namens auf der Welt gibt, kann man hier sehr schön übersichtlich recherchieren (manchmal hilft es, den Ort weg zu lassen!). Interessant übrigens die Bremer Passagierlisten oder die Seiten von Ellis Island! Ein Onkel oder Tante in Amerika? Bei mir ergab die Suche jedenfalls eine Menge Namensbrüder-Schwestern die sich über den großen Teich gemacht haben. Auf der Titanic war jedenfalls keiner. Wer von den Gefundenen davon ein Verwandter ist, bleibt allerdings fraglich. Ein Kaugummi, Eisenbahn oder Stinkereicher-Magnat, der es drüben zu etwas gebracht hat, war nicht dabei. Jüngste Datierung meines Nachnamens ist übrigens 1643.

Du bist nicht allein

25.07.2007 | Keine Kommentare | Gepostet in Berlin, Film Tipp

Filmtipp der Woche: Du bist nicht allein.
Mit Katharina Thalbach, Axel Prahl, Herbert Knaup, Katerina Medvedeva.
Natürlich im International!

Niagara im Klo

25.07.2007 | Keine Kommentare | Gepostet in Haushalt

Foto:Photocase/Roterfuchs38Ein Plopp erklang und seit dem rauschte es. Unaufhörlich rauschte es. Meine WC-Spülung hat sich einfallen lassen, den Schwimmer nicht mehr auf das Ausgussloch zu setzten. Ich weiss nicht wieviel Trilliarden Liter schon durch sind aber ich habe den Schwall nun gestoppt. Einfach den Haupthahn zu gedreht. Jetzt denke Sie bestimmt, das ist doch eine einfache Geschichte, diesen Schwimmer wieder in die richtige Position zu bekommen. Nicht, wenn man einen Spülkasten hat, der in der Wand versenkt ist. Sieht zwar total schick aus aber wenn es hackt, völlig Benutzerunfreundlich. Beim Abnehmen der Verkleidung entdeckte ich eine vielzahl Rädchen, Schrauben, Stifte die Aussehen als ob man damit einen Weltraum-Teleskop justieren könnte aber der Zugang zu diesem Schwimmer hat man so dämmlich ungeschickt angebracht, dass der Klempner kommen muss. Womöglich ist das so gewollt. Die WC-Industrie arbeitet heimlich mit Klempner zusammen. Donnerstag wird mir versichert, begnadet sich der Handwerker mich aus meiner und für Besucher doch etwas peinlichen Situation zu befreien. Zu dem muss ich natürlich für jede Bedienung des Wasserkrans in der Küche, ins Bad rennen und kurz den Haupthahn öffnen und danach wieder schließen, sonst rauscht es ja wieder. Ein Kreuz sage ich Ihnen denn das Problem besteht schon seit Samstag!

Foto:Photocase/roterfuchs38

Der Augenblick

22.07.2007 | 10 Kommentare | Gepostet in Berlin, Der Augenblick, News, Unterwegs

Der Augenblick

Zu billig verkauft?

Mal eben 30 Euronen am Freitag eingesackt. Habe ich mich zu billig verkauft? Eine Befragung von einer Stunde zur Nutzerfreundlichkeit von Websites. Fragebogen beantwortet, Kärtchen gelegt, Website durchsurft und Schwächen festgestellt. Nicht an mir, am Produkt! Meine Handlungen wurden auf Video aufgezeichnet. Schäuble im Spiel? Am Abend das verdiente Geld gleich kulinarisch verprasst. Kann diesen Laden nur wärmstens empfehlen. Echt lecker!

Aufreger am Wochenende: BVG will alle Rolltreppen in U-Bahnen stilllegen! Bitte? Ja von wegen, laufen mindert Trombosen. Man verweist auf den “geringen Nutzen des Transportmittels sowie seines exklusiven Charakters. Rolltreppefahren fördere nicht die Gesundheit – im Unterschied zum Treppensteigen, das die Trombosegefahr mindere. Mütter mit Kinderwagen dürfen wegen der Unfallgefahr nicht auf die Rolltreppe, Rollstuhlfahrer können es nicht.” Soll man also die Fahrstühle benutzen. Zumeist elend langsam, stinken nach Urin und meist verdreckt, wenn sie überhaupt funktionieren! Für Blinde sind mancherorts Audio-Hinweise darin zu hören. “Tür schliesst” hört man während der Fahrt, “Bahnsteigebene” hört man an der Oberfläche. Will man sich da der Behinderten entledigen?

Was war sonst noch. Ach ja, den Abschnitt Lichterfelde – Flughafen Schönefeld des Mauerradweges befahren. Ab und an pittoreske Aussichen! Wer klaut eigentlich die Schilder des Mauerradweges? Haben die Sammlerwert? Bei Verwirrung auf dem Weg, trauen Sie sich Passanten an zu sprechen, nur so kommen sie ans Ziel!

Fest gemauert in der Erden

MahnmalDas Denkmal für die in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen im Tiergarten nimmt Gestalt an. Zumindest ist der Sockel gegossen und Rohre sowie Leitungen sind vorbereitet. Es steht ein ganzes Stück von der Straße weg, an oder eher halb unter einem schönen Baum. Mein erster Gedanke war, es steht so versteckt das man es entweder schlecht wahrnimmt oder seine versteckte Lage geradezu einlädt, es zu beschädigen oder zu beschmieren, denn einen Wachschutz wie beim Stelenfeld gegenüber wird es nicht geben. Das Künstlerduo Elmgreen und Dragset hatte einen ausgeschriebenen Wettbewerb mit dem Entwurf von einem Kubus gewonnen, in dessen Ecke ein Fenster eingeschnitten ist. Der Betrachter blickt hier auf eine Filmsequenz in der sich im Zwei-Jahres-Rhythmus ein Männer- und Frauenpaar küsst.

Schwule Wohnkultur Extra

18.07.2007 | 16 Kommentare | Gepostet in News, Schwule Wohnkultur, Schwules

Taucheranzug

      • Kulturtipp