Weinprobe mit der Domina vom Mönchberg
Strammen Marsches geht es auf den Mayschosser Mönchberg, das Anbaugebiet der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr. Unser Seminarleiter ist sehr sympathisch und hält sich nicht mit langen Geschichten auf. Knappes, informatives Hintergrundwissen über Anbau, Pflege und Lese des Weines sorgen für kurzweil beim
Aufstieg zur Akropolis, einer Berghütte, in der uns ein köstliches kräftigendes Mahl gereicht wird. Der Ausblick von hier oben ist der Mühe wert. Runter geht es bekanntlich immer schneller und meine Waden werden immer härter. Unten angekommen steht uns nun die Weinprobe bevor. Doch zuvor bekommen wir noch den alten Weinkeller zu sehen.
Schön muffig riecht es hier unten und ein bisschen Patina klebt auch an den Wänden. Riesige Fässer stehen in Reih und Glied. Aber, wir gehen in einen schnörkellos verputztes Gewölbe mit einer Einrichtung aus den Achtziger Jahren. 13 Weine stehen auf der Liste und ich stöhne schon ob der Vielzahl. Wir fangen mit einem Riesling Qualitätswein QbA an, was soviel bedeutet wie, Wein aus einem bestimmten Anbaugebiet. Eben genau der Wein der auch im Supermarkt steht. Wir süffeln uns über halbtrocken und lieblich in die Stufe Edition. Ab hier wird es edler. Wir lernen hier, wie viele unterschiedliche Wein-Qualitätsstufen es gibt. Eher verwirrend als für den
Konsumenten durchschaubar. Beim Wein Ahr Domina Klassiker Qualitätswein trocken, geht ein Kichern durch die Runde. Albern. Da ich drei vier Weine weg gegossen habe, gespuckt wird hier nicht, bin ich noch relativ nüchtern. Bei Wein Nummer 10 richten sich meine Geschmacksrezeptoren zum ersten Mal auf und ich genieße diesen köstlichen Rebensaft. Auf dem Zettel notiere ich ein kleines Krönchen neben dem Wein. Bei Wein Nummer 13 bin ich ernsthaft angeheitert, lalle aber nicht und kann gerade laufen. Nach gut zwei Stunden, endlich, geht diese Reise durch die Weine der Winzergenossenschaft zu Ende. Jeder bekommt noch ein kleines Präsent in Form einer Mini-Rotweinflasche und es wird eifrig applaudiert. Die bereitgestellten Brotkörbe sind auch
restlos leergefuttert und es macht sich allgemeiner Hunger breit. Also gleich rüber in die Saffenburg. Die frische Luft an der Oberfläche tut ihr Übriges. Ich bin definitiv beschwipst. In der Saffenburg haben wir dann noch sehr gut gegessen und den Abend schön ausklingen lassen. Ich bin allerdings auf Wasser umgestiegen, da ich keinen Wein mehr sehen, geschweige denn trinken konnte. Gut, Weinprobe habe ich jetzt auch hinter mich gebracht. Ein Erlebnis dem aber sicher kein zweites Folgen muss.
am 27. Juni 2007 um 08:52 Uhr.
Früher gab’s bei diesen Weinproben immer so einen seltsam verschrobenen Korkenzieher aus Wurzelholz als ‘Souvenir’ - und hinterher fragte man sich, was soll’ste nu damit anfangen …
aber - früher ist eben früher, und früher war ja alles anders ;-))
scheint ne schöne tour gewesen zu sein …
am 28. Juni 2007 um 00:20 Uhr.
So einen Korkenzieher haben meine Eltern auch
Landschaftlich war es äußerst reizvoll! Ein schöner Flecken Erde.
am 28. Juni 2007 um 00:40 Uhr.
Ach ja, ein Tag mit Wein, Weib (Weib ist gestrichen) und Gesang…