Ich bin dann mal weg
URLAUB!
Ab 2. Juni wieder da.
URLAUB!
Ab 2. Juni wieder da.
Schräger geht´s nimmer. Hier erzählt man, Fleischklöpse im Brötchen würden mit Moscheen verglichen!
Ab Freitag eine Woche Urlaub auf Rügen. Kann es kaum erwarten. Wir residieren auf einem Hausboot in Lauterbach. Zu viert mieten wir das schwimmende Ferienhaus „Haus Bade“ und ab Montag ziehen Felix und ich um ins „Haus Aal“ weil Volker und Claudia nur bis Montag bleiben.
Ich entdeckte vor gut einem Jahr die Im-Jaich Wasserferienwelt im Internet und war sogleich begeistert von dem Gedanken, Urlaub auf einem Hausboot zu machen. Gleich nachgefragt ob was frei ist und ob ein Hund mit an Bord darf. Nachdem alles geklärt war, buchten wir und freuen uns seit dem auf diesen Urlaub. Werden die Boote sich bewegen, so das man des Nachts in den Schlaf geschunkelt wird oder reißen sie sich gar los während wir schlafen und schwimmen auf die Ostsee hinaus und wir werden vor Estland erst wieder wach?
Beim Durchklicken der Fotos auf der Internetpräsenz entdeckte ich, dass Ireen Sheer (Feuer) dort ein Video gedreht hat und dort wohl auch eine Folge der Vorabendserie „Robbie“ mit Karsten Speck, einst Entertainer im DDR-Fernsehen (Ein Kessel Buntes), entstanden ist. O.K Ireen Sheer hat mich Ende der Siebziger mit ihrem Feuer Song ein Stück weit geprägt aber Robbie und Karsten Speck geht gar nicht!!
Wir freuen uns einfach auf schöne Tage am Meer, tolle Sonnenuntergänge, viel Radfahren, Spazieren gehen und Seele baumeln lassen.Vielleicht können wir auch schon in der Ostsee schwimmen wenn die Wassertemperatur stimmt. Vom Haus geht eine Leiter direkt ins Wasser.
Fahrradstadt Berlin? Lachhaft! Ich will keine Plakate, ich will mehr Radwege!
In letzter Zeit wird hier im Haus recht häufig gestorben. Der Sensenmann mäht durch´s Haus. Erst die ältere Dame aus dem Vierten dann vor einer Woche die ältere Dame aus dem Zweiten und der ältere Herr gleich in der Wohnung daneben schwächelt auch schon recht arg. Früher war er täglich mit seinem Rollator unterwegs dann sah man ihn nicht mehr und jetzt steht jede Woche mindestens einmal der Notarzt vor der Tür. Meine Nachbarin meinte schon wir leben im Todeshaus. Es sind (waren) die ältesten Mitbewohner hier im Haus. Der Durchschnitt liegt so bei 35-40 Jahre. Im Moment geben wir uns mit dem Makler die Klinke in die Hand.
Bild: Iuriatan Felipe Muniz
Im Moment habe ich es ja mit Werbeterror. Es klingelt an der Tür. Ja bitte, hauche ich durch die Sprechanlage. Werbung, machen sie mal auf, wird mir barsch erwidert. Ich hänge den Hörer ein. Warum klingeln die immer bei mir. Eigentlich klingeln sie bei mehreren gleichzeitig und der Türsummer ist dann blockiert. Irgendeiner wird schon öffnen. Die Jungs und Mädels die Werbeprospekte verteilen, verschaffen sich, wie ich jüngst sah auch Zutritt ins Haus wie zum Bankautomat, sie ziehen eine Plastikkarte am Schloss vorbei und schwups ist die Tür offen und sie drinnen. Ist das eigentlich ein Einbruch?
Klar, dass mein in großer Hoffnung angebrachter Aufkleber „Bitte keine Werbung“ geflissentlich übersehen wird. Meine Nachbarn versuchen es mit drei Aufklebern, haben aber ähnlich mageren Erfolg wie ich. Einerseits verstehe ich ja das die Leute ihr Geld damit verdienen diesen ganzen Kram in die Kästen zu stopfen andererseits müllen sie mir den Briefkasten zu. Unter unseren Briefkästen steht ein Mülleimer der ständig von Prospekten, Zeitungen etc. überquillt. Oben raus unten rein. Hoffnungslos das Ganze, es wird immer mehr!
Friedrich Moll moderiert wie immer schläfrig die Abendschau. Wir schauen ihm vom Sofa aus dabei gähnend zu. Plötzlich ein Geräusch ein Knistern dann ein Zischen aus dem Fernseher. Ich springe entsetzt auf und sehe noch, wie im hinteren Bereich des Gerätes es hell aufblitzt. Mit einem beherzten hingreifen zum Ein/Aus Knopf beende ich das Lichtspektakel und verhindere möglicherweise ein implodierendes Inferno. Es riecht extrem nach verschmortem Kunststoff. Felix gibt zu bedenken das die Stromzufuhr noch nicht unterbrochen ist also flux den Stecker gezogen. Der Geruch wird penetrant. Offensichtlich hat sich gerade mein Fernseher ins ewige telegene Nirwana geschossen. An Friedrich Moll kann es nicht gelegen haben.
Das Gerät ist keine 5 Jahre alt und schon Schrott. In meinem Kopf blitzen sofort Bilder von neuen Fernsehern auf. Plasmafernseher oder LCD-Glotze oder doch wieder die gute alte Röhre. Schön wäre so ein flaches schickes Gerät schon, nur passt mir der Fernsehgau gerade gar nicht ins finanzielle Konzept. Doch erst mal wollen wir die Abendschau weiter sehen. Ich habe doch noch den kleinen Fernseher im Schlafzimmer. Schnell das Gerät geholt angeschlossen und erstaunt festgestellt das es einen fiependen nicht zu ertragenden Ton von sich gibt. Von Bild keine Spur. Nun, das schicke Gerät hat dummerweise auf Stolmen gestanden. Ja genau jenes Stolmen das mich fast erschlagen hätte. Beim Crash fiel natürlich auch der kleine Fernseher zu Boden und hat den Sturz wohl nicht überlebt. Also sitze ich hier mit zwei defekten Fernsehern. Ein kleines Leihgerät von Felix wird mich die nächsten Tage mit bewegten Bildern versorgen.
Täglich begegnen uns im Schnitt 2500 bis 5000 Werbebotschaften. Die meisten übersehen wir einfach, unser Hirn blendet sie aus. Übersehen konnte ich heute die neuen Werbetafeln gegenüber meines bevorzugten Supermarktes jedoch nicht. Noch nicht. Früher ein Blick ins Grüne nun ein Blick auf öde Reklame. Gleich vier dieser Grotten hässlichen Wände mussten es dann schon sein. Fest verankert, da einbetoniert, glotzen sie mich nun leider täglich an. Ich habe einmal gezählt was meine Klatsche schon alles nicht mehr registriert auf dem ungefähr 300 Meter langen Weg bis zum Supermarkt: 5 Litfaßsäulen, eine Werbeuhr, drei Reklametafeln und zwei BVG Häuschen mit Werbung, unzählige kleine Werbung an Geschäften und Hauswänden und nicht zu vergessen die Autos mit Werbung, die einem auf dem Weg begegnen. Und nun also die vier neuen Wände. Definitiv zu viel! Grenzt ja schon an Umweltverschmutzung. Mal abwarten, wie lange mein Hirn braucht um die neue Werbepest am Markt aus zu blenden.
Schwule haben Geschmack, sehen toll aus und richten sich trendig ein! So die weitverbreitete Meinung. Das es herbe Ausnahme gibt, fällt mir immer wieder beim Besuch diverser Dating-Kataloge auf. Hier nun frische Bilder aus den schwulen Dating-Portalen dieser Welt die wir lieber nie gesehen hätten! Diesmal: Polstermöbel
Einst gab es in Berlin 900 Tanzlokale! Darunter auch Clärchens Ballhaus in der Auguststraße 24, das bis heute überlebt hat. Irgendwann in den Gründerjahren nahm es seinen Anfang. 1913 übernahm Fritz Bühler das Ballhaus und nach seinem Tod führte seine Frau Clärchen, das Tanzlokal weiter. Heute wird das Haus von David Regehr und Christian Schulz geführt. Es gab damals zwei Säle, der Obere war für die feine Gesellschaft, der Untere für das arbeitende Volk. Oben tanzte man unter Stuck und Kronleuchter, unten zwischen bulligen Kachelöfen. Geblieben ist der Saal für´s Volk.
Gleich beim Betreten von Clärchens Ballhaus ein Berliner Original an der Garderobe, ein älterer Herr mit schickem Schnurrbart erwidert auf meine Frage ob man denn die Jacke nicht mitnehmen kann: na mir soll´s ejal sein. Weit komme wir nicht, beim Eintritt in den Saal eilt sogleich der gestrenge Tischanweiser herbei. Ne Jungs, Jacken bitte an die Garderobe! Fast alle Tische sind reserviert aber wir finden noch ein Plätzchen im hinteren Bereich und haben trotzdem eine gute Sicht auf die Tanzfläche. Es ist 21:00 Uhr und langsam, dann immer schneller füllt sich der Saal. Jung und alt, groß und klein ob im eleganten Abendkleid oder leger gekleidet, sie strömen herbei um sich tanzend zu vergnügen. Schwoof ist angesagt, vom Schlager über Tango bis zum Walzer, alles im Angebot bei DJ Jane Clärchen.
Zum Bersten voll ist die Tanzfläche als Schostakovitschs Jazz Suite Nr.2 erklingt. Alles Walzer! Es gibt Herren im gesetzten Alter aber auch junge Männer, die ihre Runden durchs Ballhaus ziehen um eine Dame zu erspähen, die darauf wartet aufgefordert zu werden. 22:30 Uhr verstummt die Plattenkünstlerin und eine Live-Tanzkapelle betritt die Bühne. Die Discokugel glitzert, tanzende Paare werden beobachtet und teils auch kritisch beurteilt. Die Forscheren die Raum ergreifen, die Verliebten denen der Tango gelingt und viele, von denen man nicht ahnte, wie beweglich sie sind, machen diesen Abend zu etwas besonderem! Ich tanze nicht. Warum? Weil ich es nicht kann, nie gelernt habe. Ich wippe ständig im Takt mit, bin eigentlich etwas neidisch, mich nicht so bewegen zu können. Ein Tanzkurs? Ich denke zumindest darüber nach!
Robs Stöckchen fange ich nur zu gerne! Bei diesem Stöckchen soll man drei Sätze um jeweils drei Zeilen erweitern.
1. Der Wagen raste gegen einen Baum
und überschlag sich dreimal bis er auf dem Dach liegenblieb. Wibke blieb unverletzt. Doch gewann sie die Einsicht, schminken telefonieren und rauchen im Auto war neben lenken dann doch zuviel.
2. Die Frau setzte ihren Hut zurecht
nachdem sie sich über die Auslagen im Schaufenster echauffierte. Wieder keine Pumps in Größe 54. Es war ein Kreuz auf so großem Fuss zu leben und immer nur Herrenschuhe tragen zu müssen.
3. Der Mann zündete eine Zigarette an
,und, fragte er, wie war ich? Für den Anfang nicht schlecht, hauchte sie ihm ins Ohr. Es war einfach zu schön das beide dem Synchronschwimmen fröhnten.
Ich werfe das Stöckchen weiter an: Onda Maris, Nobbis Blog und an minderjahr.
Nehmen Sie sich Ihr Rad und setzten Sie sich in die S-Bahn 2 nach Blankenfelde und steigen Sie Lichtenrade aus. Dann rechts etwa 500 Meter die Prinzessinenstraße entlang noch durch ein kleines Wäldchen und schon stehen Sie am Stadtrand von Berlin. Also wirklich am Stadtrand. Man fasst es kaum…soweit reicht der Blick über die Felder auf denen gerade der Raps im satten Gelb blüht. Ich war es gar nicht mehr gewohnt den Blick in die Ferne schweifen zu lassen, so als Städter.
Wenn Sie schon mal da sind, dann nutzen Sie doch gleich den Mauerradweg, auf dem stehen Sie dann nämlich, der auf dem befestigten, also asphaltierten, ehemaligen Grenzstreifen verläuft. Diesen Weg empfiehlt es sich bis Teltow zu radeln. Der Mauerradweg ist sehr gut ausgeschildert und verspricht auf diesem Stück für 2 Stunden äusserst reizvolle Eindrücke! Uns hat die Tour ermuntert, weitere Streckenabschnitte des Maurerradweges zu erkunden.
Es schneit, später regnet es, dann knallt´s und es wird geblutet. Ein Kühlschrank erlebt Verwandlungen vom Kettenschneefahrzeug bis hin zum Schreibtisch. Friedrich Dürrenmatts „Das Versprechen“ im Maxim Gorki Theater fanden wir heute Abend, abgesehen von ein paar wirklich albernen Einlagen, ziemlich gelungen. Ich kannte bisher nur den Spielfilm „Es geschah am helllichten Tag“. Mit Heinz Rühmann und dem genialen Gert Fröbe. Das Ende ist im Film ein Happy End, im Stück wartet der Hauptkommissar wohl lebenslang auf den Kindermörder. Peter Kurth als Hauptkommissar und Fritzi Haberlandt als Chrissi “Sehenswert!”