Wer einen Spaziergang durch Berlin-Mitte macht, sollte mal in die Glinkastraße einbiegen und dort an der Botschaft der Koreanischen „Demokratischen“ Volksrepublik eine kleine Pause einlegen. Ein Schaukasten präsentiert da „Den Vater des Volkes“ den schrillen Kim Jong Il. Im ausgehängten Text von seinen geknechteten Untertanen als leuchtender Stern und aufgehende Sonne gepriesen, zeigt sich der Diktator auch auf allerhand Bildern die entlarvender nicht sein könnten. Meist Sonnenbebrillt und mit Lackschuhe an den Hacken, das schüttere Haar über den Hinterkopf toupiert, schenkt der „Führer“ mal hier mal dort seine Aufmerksamkeit den devot blickenden Untertanen. Sein bitterarmes Volk, das mitunter um zu überleben, einen Brei aus Gräsern, Laub, Kiefernadeln essen muss, ist vollkommen von der Außenwelt abgeschottet.
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