Siebenmeilenstiefel
Diese Stiefel habe ich heute beim Fotostreifzug in der Lychener Str. entdeckt. Mehr vom Shooting gibt es hier.
Diese Stiefel habe ich heute beim Fotostreifzug in der Lychener Str. entdeckt. Mehr vom Shooting gibt es hier.
Jedes Mal wenn ich die Treppen bei der U-Bahn oder S-Bahn rauf- oder runterlaufe, glotze ich direkt auf Ausgerotztes. Das wird anscheinend zur Gewohnheit, überall hin zu speien. Sei es nur Spucke oder schon aus den Nasennebenhöhlen runtergezogene gelbe Schleimpfropfen. Machen sie es, weil sie uns ihr Innerstes zeigen möchten oder sich einen oralen Reiz verschaffen wollen, oder gar anderen einen Herpes Simplex an die Lippe wünschen?
Die Stadt Köln verhängt Bußgeld beim Spucken bis EUR 35.-. Heilbronn bestraft seine Spucker mit EUR 25.- und selbst in der kleinen Stadt Belzig ist man beim öffentlichen Rotzen mit EUR 20.- dabei! Der Spitzenreiter in Sachen Bußgeld nimmt aber das fernöstliche Singapur ein. Wer dort in der Öffentlichkeit spuckt, zahlt rund 500 Euro.
Und Berlin? Straffreies Rotzen allerorten! Nur ist es mit der Androhung von Geldstrafen wirklich getan unseren sabbernden Mitmenschen Einhalt zu gebieten. Müsste sich nicht jeder Spucker Gedanken darüber machen das sein Auswurf andere Menschen ekelt und stört? Helfen Schilder oder Piktogramme?
Da wurden die Museen in Dahlem vom Ansturm auf die Schätze der Tibetischen Klöster wohl überrascht! Die Führung durch die Ausstellung fiel flach obwohl man mir am Telefon versicherte, auf jeden Fall mit gehen zu können. Bei zwanzig Personen war Schluss. Audioguides waren alle vergriffen und am Eingang zur Schau stand eine 20 Meter lange Schlange. Das Museumspersonal ausgesprochen muffig und überfordert!
Prächtig war es schon, was wir zu sehen bekamen, nur war die Ausstellungsfläche leider zu klein. Die Massen schoben sich durch die im Quadrat angeordnete Fläche. Wie hier noch zusätzlich eine Führung stattfinden sollte blieb mir schleierhaft. In einer Stunde war man durch und an einigen Stellen gab es erheiterndes und auch nachdenkliches zu bestaunen. Für einen Sonntagnachmittag bei Regen ganz nett.
Ich habe ja nun einen sechswöchigen Einführungskurs Buddhismus hinter mir. Dort habe ich sehr viel über diese Glaubensrichtung erfahren und habe auch einiges an Material gelesen. Es scheint das ich mich ein wenig in diese Richtung entwickele. Die ethischen Grundsätze des Buddhismus decken sich mit meinen Vorstellungen vom Zusammenleben. Da mich zur Zeit das Thema sehr interessiert werde ich morgen zum ersten mal die Museen in Dahlem besuchen. Sonst fährt man da ja eher selten bis gar nicht hin. Das Interesse an Ausstellungen wie „Knöpfe, Knöpfe, Knöpfe“ oder „ Tragen, Schieben, Fahren – Kinder mobil“ im Museum Europäischer Kulturen oder die Ausstellung „Die Inselwelt Melanesiens“ im Ethnologischen Museum reizen einem nicht wirklich, den weiten Weg auf sich zu nehmen. Seit Mittwoch 21. Februar jedoch, läuft eine Schau im Museum für Asiatische Kunst „Tibet – Klöster öffnen ihre Schatzkammern“. Das passt natürlich hervorragend zu meinem aktuellen Studiengebiet. Einige verständliche Aufregung gab’s schon vor der Eröffnung. Mit Felix werde ich eine Führung durch die Ausstellung machen und morgen darüber hier berichten. Hoffentlich besteht nicht schon wieder Fotografierverbot.
Also das Ding hier, das der Felix da vor sich her schiebt, ist ein speziell für Senioren bereitgestellter Einkaufswagen in einem Supermarkt in Palermo. Gepresst ist er aus 23 alten Plastikflaschen, fährt nur auf 3 Rollen und ist gelinde gesagt eine Tötungsmaschine. Zwar leicht wie eine Feder zu schieben, jedoch bei der geringsten Belastung, zum Beispiel Abstützen beim Stolpern, knickt die Konstruktion ein. Eine Bremse sucht man vergebens. Das obere Körbchen ist perfider Weise nur lose eingehängt. Wird es nur leicht angehoben, fällt es ab. Damit ist dann die Stabilität der Gesamtkonstruktion erheblich gefährdet. Entfernt man noch den losen unteren Korb, steht da ein Gefährt das einen Senioren geraden Weges in die ewigen Jagdgründe schicken kann. Ich sag nur: Der Sturz ist der Tod der alten Leute! Entweder arbeitet der Hersteller dieser Dinger mit dem italienischen Rentenversicherungsträger zusammen und oder mit dem heimischen Verband der Hüftprothesenhersteller.
Werden Staatschefs simultan gedolmetscht, wenn sie miteinander telefonieren, oder sprechen gleich die Dolmetscher miteinander?
Immer wieder witzig und total raffiniert diese Katholiken. Nach Ablasshandel nun elektrische Kerzen! Man wirft Geld ein und eine zufällig ausgewählte elektrifizierte Kerze „brennt“ für eine Stunde. Kein Russ kein Wachs immer wiederverwendbar und Angst haben, dass die Kirche abfackelt muss man auch keiner mehr haben. Aber wo bleibt das Feeling der lodernden Flammen. Irgendwie total unromantisch ähnlich diesem ewigen Licht hier. Elf Jahre hält die LED und das Ding “brennt” 200 Tage am Stück und die Angehörigen lassen sich für Monate nicht mehr am Grab blicken. Er hat ja Licht an! Top Aktuell denke ich gerade darüber nach, wie diese Licht-Orgel in der Kirche mit Energiesparlampen aussehen würde.
Schwule haben Geschmack, sehen toll aus und richten sich trendig ein! So die weitverbreitete Meinung. Das es herbe Ausnahme gibt, fällt mir immer wieder beim Besuch diverser Dating-Kataloge auf. Hier nun frische Bilder aus den schwulen Dating-Portalen dieser Welt die wir lieber nie gesehen hätten! Diesmal: Das Heim mit Heimtier
Schon der Anflug auf den Flughafen von Palermo bot ein kleines Naturschauspiel, die hoch aufragenden Berge Siziliens. Als wir das Flugzeug verließen, schlug uns gleich der Frühling um die Ohren. Alles grün, die Felder die Wiesen die Bäume im satten fetten Grün. Knapp 18 bis 20 Grad und viel Sonne begrüßten uns.
Die Fahrt in Palermos Innenstadt war schnell erledigt und mit fünf Euro recht günstig. Palermo ist eine laute Stadt, ja man kann fast von Palärmo sprechen. Zwei große Straßen ziehen sich durch die Stadt und bilden so eine Achse, auf dem der Verkehr mit sehr lautem Geräusch permanent vorhanden ist. Zebrastreifen dienen der Dekoration des Straßenbelages und man muss schon eine gehörige Portionen Mut aufbringen einfach loszugehen um die andere Straßenseite zu erreichen. Dabei vollzieht sich ein Augenspiel des Mutigen der es wagt die Fahrbahn zu betreten mit dem mobilen Beherrscher des Asphalts. Man setzt am besten einen devoten Blick auf und versucht sein Glück.
Am nächsten Tag ging es mit dem Überland-Bus nach Catania, Siziliens zweitgrößte Stadt und direkt am Ätna gelegen. Auch hier das Muster der zwei Straßenachsen und wieder viel Mut! Von dort gleich weiter mit dem Bus nach Taormina, der Insel beliebtestes Ausflugsziel, da von dort der Blick auf den Ätna ganz fantastisch ist. Nebenbei ist es auch noch ein schmuckes Dörfchen, das sich elegant an einen Berg schmiegt. Traumhaften Sonnenuntergang mit Blick auf den Ätna genossen und zum Glück noch ein Hotelzimmer ergattert.
Am dritten Tag eine dreistündige Rundfahrt mit der Ferrovia Circumetnea fast ganz um den riesigen Vulkan gemacht. Dabei verschiedene Vegetationsstufen erlebt, viel Lava erblickt und immer wieder den Ätna aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können. Am Abend Rückfahrt mit dem Überland-Bus nach Palermo. Ganz Müde.
Der vierte Tag unserer Reise brachte uns nach Cefalú, einem beliebten Badeort, etwa eine Stunde mit der Bahn von Palermo entfernt. Pittoreske Altstadt mit herrlichem normannischen Dom, den Roger II erbauen ließ. Trafen Sprachreisende Freunde und labten uns an echtem italienischem Capuccino, nicht dieses Gebräu was man uns hier in Berlin immer wieder vorsetzt. Oft genossen wir die warmen Temperaturen und die Blütenpracht, die jetzt schon ihren Zauber zeigte. Wir haben viel Kraft getankt für die Zeit im grauen Berlin bis auch dort der Frühling erwacht.
Am Abreisetag noch einmal Palermo unter die Lupe genommen, Kathedrale, Oper, Botanischer Garten und die kleinen Gässchen neben den Hauptstraßen. Es gibt wirklich verwunschene Ecken dort. Das quirlige Leben dieser Stadt wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich kann Sizilien im Februar nur wärmstens als Reiseziel empfehlen!
Es geht nach Sizilien. Fünf Tage. Erst Palermo dann nach Catania. Von dort einmal um den Ätna mit der Ferrovia Circumetnea. Die in TUIfly umbenannte HLX bringt uns Flugtechnisch auf die größte Mittelmeer Insel. Vorraussage für das Eiland: 18 bis 20 Grad! Nun ja, man ist nur 160 km von der Küste Tunesiens entfernt. Bis Sonntag herrscht hier im blog Funkstille.
Warum gibt es Senf umsonst zur Wurst? Bei Pommes muss man für Ketchup und Mayonaise bezahlen.
Als bekennender Senseo Fan bin ich stets auf der Suche nach Neuerungen rund um dieses Gerät. Da gibt es jetzt den Mister Pad. Diese kleine Maschine verschweißt die kleinen Kaffee-Pads die man zuvor mit seinem eigenen Lieblings-Kaffee befüllt hat. Die 250 Ersatzfilter kosten um die zwanzig Euro. Das Gerät selbst liegt derzeit bei rund vierzig Euro. Wie viel Kaffee muss man trinken, bis sich das Gerät amortisiert hat? Jedenfalls eine Alternative zu den im Handel erhältlichen Kaffee-Pads.
Die Tine Wittler, die versteht überhaupt keinen Spass!
Der DDR Putzmief hängt noch in den Linoleum Böden. Wir sind im Haus 7 des ehemaligen Zentralarchiv des MfS in Berlin-Lichtenberg und nehmen an einer Führung der BStU teil. Jeweils am ersten Dienstag im Monat, außer im Januar, werden für Besucherinnen und Besucher von 17 – 19 Uhr einzelne Kartei- und Magazinräume geöffnet. Unser Guide führt uns durch ein Labyrinth an Gängen und Aufzügen zu einem großen Raum in dem riesige Karteikarten Archivier Systeme stehen. Fast zwanzig dieser Maschinen stehen in diesem Raum und von diesen Räumen gibt es sieben, insgesamt gefüllt mit über fünf Millionen Karteikarten. Anhand dieser Karteien kann man auf die Akten zugreifen die hier ebenfalls gelagert sind und die eine beeindruckende Länge von 172 km erreichen. Wir sehen das Magazin der Akten. Die Räume sind saniert und den heutigen Brandschutzbestimmungen angepasst. Hier riecht es extrem staubig und nach altem Papier. Vorher waren die Räume mit Kupfer ausgeschlagen, da dort vor der Wende vorgesehen war, die elektronische Daten zu erfassen und die mussten vor außer und innerlicher Abstrahlung geschützt werden.
Unser Guide macht leider den Eindruck schlecht vor bereitet zu sein. Schaut ständig nach ob die Auskünfte auch stimmen, trotzdem kommt sie oft mit Zahlen durcheinander. Permanent ist auch das Wachpersonal anwesend. Hier wird klar wie brisant die Akten sind. Der kleine Einblick in dieses System der allumfassenden Überwachung des eigenen Volkes macht mir klar welcher geschichtliche Wert hier aufbewahrt wird. Das Stasi-Unterlagen-Gesetz regelt die Öffnung der Archive unter Wahrung des Datenschutzes. Es bildet die Rechtsgrundlage für die Aufbewahrung und Nutzung der Dokumente. Damit wurde juristisches Neuland betreten, denn nirgendwo je zuvor sind die Akten des Geheimdienstes einer Diktatur in solchem Ausmaß vor der Vernichtung bewahrt und vom Rechtsstaat offengelegt worden. Bisher haben 1,7 Millionen Menschen von diesem Angebot der Akteneinsicht Gebrauch gemacht.
Nach gut zwei Stunden sind wir wieder an der frischen Luft. Ich habe nur eine Ahnung von den perversen Machenschaften der Stasi bekommen, wie viele Schicksale, wie viele Geschichten, wie viele Leiden stecken in all diesen Millionen Unterlagen frage ich mich.