Berlin ist nicht arm genug!
Dieser Eintrag wurde
am Donnerstag, den 19. Oktober 2006 um 20:02 Uhr erstellt
und ist in der Kategorie Berlin, Berlin von unten, News, Politik zu finden.
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am 20. Oktober 2006 um 19:51 Uhr.
*tröst*
am 20. Oktober 2006 um 19:52 Uhr.
uah … ich bin aus Bayern
am 20. Oktober 2006 um 19:55 Uhr.
… und als bayerische Bürgerin bin ich sowas von erleichtert.
Wir werden hier in Bayern durch alle erdenklichen höchst unangenehmen Sparmaßnahmen gejagt und sollen …. aber nein!
am 20. Oktober 2006 um 19:56 Uhr.
Aber sei es wie es will:
Herzliche Grüße nach Berlin!
am 20. Oktober 2006 um 21:59 Uhr.
Hallo Traudel, ich denke es wird hier in Berlin einen Kahlschlag geben. Seien es die drei Opern oder die drei Universitäten. Da ist es eigentlich sinnvoll, sie zusammen zu legen. Es gibt sicherlich noch hier und da Möglichkeiten zu sparen. Aber sind wir doch mal ehrlich. Berlin wird niemlas 62 Milliarden Schulden abbezahlen können. Auf Jahrzehnte hinaus wird diese Stadt gelähmt sein. Ist uns die Hauptstadt nicht wert das sie wirtschaftlich wieder auf die Beine kommt?
am 21. Oktober 2006 um 08:56 Uhr.
Na klar, die Frage ist doch nur, woher das Geld kommen soll. Auf deutsch: Wer zahlt?
Apropos Kahlschläge: Ich war gestern in der hiesigen Volkshochschule (die übrigens ein inhaltlich stark minimiertes und kostenmäßig stark maximiertes Programm hat) und hab mich der dreckigen Tafel erbarmt - unsere Spanischdozentin möchte da immer gern mal was hinschreiben. Also mit stinkigruinösem Schwamm die Tafel abgeputzt und anschließend die nassen Hände an den Jeans abgerieben. Nicht mal Papierhandtücher sind da.
Und du hast vermutlich wenig Ahnung (wie ich ja von den berlinerischen Verhältnissen wenig Ahnung hab) wie hier die Schülereltern belastet werden: Mit Büchergeld, Fahrgeld, Kopiergeld, Hauswirtschaftsgeld usw usf. ….. es ist ein Graus.
Schwimmunterricht findet schon lange nicht mehr statt, weil irgendwie alle Bäder technisch zusammenbrechen.
Weitere Beispiele spar ich mir (in Zeiten des Sparens ist das eh das Beste.)
Wenn ich da von Opernbiotopen höre und von Hauptstadtfeeling geht mir der Hut hoch, tatsächlich.
Herzliche Grüße aus Bayern
Traudl
PS Die bayerische Staatsregierung weigert sich, einen neuen Armutsbericht anfertigen zu lassen, obwohl die Wohlfahrtsverbände darauf drängen. Warum wohl?
am 21. Oktober 2006 um 09:32 Uhr.
(Aber ein bisschen Ahnung hab ich doch von Berlin: Ich lese nämlich regelmäßig hier und im HSB und finde gerade die kleinen Beobachtungen am Rande sehr lesenswert. Und im nächsten Jahr komm ich mal wieder vorbei.)
am 21. Oktober 2006 um 16:55 Uhr.
Im Grunde genommen sind doch alle Bundesländer irgendwie Pleite. Es wird darauf hinauslaufen, weniger Staat - mehr Eigenverantwortung. Nur wie Eigenverantwortung übernehmen wenn wenig oder gar kein Geld vorhanden ist. Müssen in Bayern auch gering verdienende Haushalte Bücher, Fahr, Kopiergeld zahlen ?
am 21. Oktober 2006 um 17:42 Uhr.
Antiteilchen: “Im Grunde genommen sind doch alle Bundesländer irgendwie Pleite.”
So kommt´s mir auch vor. Und Bayern geht immerhin schon seit ein paar Jahren ziemlich rabiat dagegen an. Stoiber stößt dabei auch auf Zustimmung, denn jeder weiß ja eigentlich schon irgendwie, dass Sparen angesagt ist, wenn die Schulden sich türmen.
Ich habe den Eindruck, dass vor allem gering verdienende Haushalte dieses Sparprogramm zahlen. Die sind eh die Lackierten - ich kreiere hiermit den soziologischen Begriff Lackariat.
(Sozialhilfeempfänger etc werden selbstverständlich unterstützt, angefangen von Wohngeld bis hin zur Erstattung des Büchergeldes usf., haben aber auch deutliche Einbußen hinzunehmen, verglichen mit früheren Zeiten. Ich weiß nun nicht, inwieweit sich die Bedingungen für Hilfszahlungen in den verschiedenen Bundesländern gleichen? Die bayerischen Städte und Gemeinden zahlen ja zum Beispiel enorme Wohnzuschüsse, weil die Mieten im allgemeinen höher sind als in Berlin.
Keine Ahnung. Könnte es sein, dass es überhaupt an öffentlichem Zahlenmaterial fehlt, um vergleichen zu können?
Da werden meiner Meinung nach zwischen Bayern und Berlin viele Mythen gepflegt.)
Aber demnächst hab ich ja einen Gast aus Berlin und lass mir aus erster Hand erzählen, ich freu mich schon!
am 21. Oktober 2006 um 17:53 Uhr.
(Oha! Ich seh da grad die Umkehrung eines Mythos: In Berlin geht die Uhr um 2 Stunden nach.)
am 21. Oktober 2006 um 22:15 Uhr.
Das war gut…Lackariat!……
Dein Gast freut sich auch schon auf das Wiedersehen
Wieso gehen hier die Uhren 2 Stunden nach ?
am 22. Oktober 2006 um 10:10 Uhr.
Guck mal auf deine Uhr.
am 23. Oktober 2006 um 14:25 Uhr.
Die Software zum Betreiben des Blog hat die Internet Uhrzeit zur Grundlage. Deswegen erscheinen die Beiträge und die Kommentare um 2 Stunden verschoben. Wenn es das ist was du meinst. In Berlin ticken die Uhren nicht anders als in Bayern