Pomosin
Pomosin. Was ist Pomosin, das fragten wir uns gleich nach der Ankunft in Großenbrode, unserem kleinen Urlaubsidyll an der Ostsee. Klingt irgendwie nach 1936. „Die Pomosin Werke geben bekannt……..“ . Ein Schild im Ort wies den Weg zum Pomosin Werk Großenbrode. Später erfuhren wir, was es damit auf sich hat. Wohl ein Zusatzstoff in der Tiernahrung.
Schon beim ersten Strandspaziergang am Tag der Ankunft mahnten uns sehr eindringlich viele, gleich in doppelter Ausführung am Mast befestigte Verbotsschilder, das Hunde nicht gern gesehen sind. Brav hielten wir uns an die Warnzeichen, nicht gleich am ersten Tag Ärger mit der Kurverwaltung anfangen! Zu mal sich ja der Weststrand, ausgewiesen als Hundestrand, „angeblich“ in nicht all zu weiter Ferne befinden sollte. Eine glatte Lüge! Die Großenbroderische Strandpromenade versprüht den Charme eines vergessenen 70er Jahre Bades. Architektur schon von außen muffig, abgeschabt. Irgendwann ist die Zeit stehen geblieben, hier am äußersten Zipfel des Festlandes vor der Insel Fehmarn. Zumeist Rentner bevölkern die mit Holz verschalten Betonschachteln. Die Wohneinheiten zwar nicht hoch von Wuchs, trotzdem hässlich. Wir residierten im 10 Minuten vom Strand entfernten Neubau Gebiet Lerchenhof. In einem schönen Haus in dem es sich gut 8 Tage aushalten ließ.
Einen Tag nutzten wir, um uns das 80 Kilometer entfernte Lübeck an zu schauen. Das Buddenbrook Haus, in dem passender Weise eine Ausstellung zu den Kindern der Familie Mann lief. Ich lese zur Zeit das Buch „Der Wendepunkt“ von Klaus Mann. Wir buchten noch eine Stadtrundführung um uns einen Überblick der Stadt zu verschaffen. Pittoreske Hinterhöfe, in denen im Mittelalter drangvolle erbärmliche Zustände
herrschten, erfreuten die Kamera Linse. Heute sind sie eine beliebte Wohngegend. Damals aus der dem Platzmangel geschuldeten Not heraus gebaut, denn auf der auf einer natürlichen Insel in der Trave gelegenen Stadt, mussten so viele Menschen wie möglich untergebracht werden. Zahllose Brände legten die Stadt immer wieder in Schutt und Asche, bis man endlich auf die Idee kam, Steinhäuser zur Pflicht zu machen.
Schon schön an zu sehen ist die Fehmarnsund Brücke, die das Festland mit der Insel Fehmarn verbindet. Gebaut in den 70er Jahren 1963 um den stärker werdenden Verkehr Richtung Puttgarden und weiter mit der Fähre nach Dänemark gerecht zu werden. Zahllose LKW benutzen diese Strecke. Auch wir gönnten uns die Reise mit einer Fähre ins Land der Dänen. Jedenfalls ins am Fährhafen gelegene dänische Rodbyhaven. Ein Reinfall! Das wir auf Menschen trafen in diesem verlassenen Ort, war schon Glück. Schnell etwas gegessen, im von der Gothic-Jugend des Dorfes bevorzugtem Lokal. Dann schnell die nächste Fähre genommen, nicht ohne am einzigen im Ort vorhandenen Hotel, herzlichst über die Speiskarte zu lachen. Barbecue mariniert Schwein Beine mit mixed Salat und Kartoffelboote, gab es da zu lesen. Vegetarier ? Frage die Kellner!
am 8. Oktober 2006 um 15:53 Uhr.
Na ja, Grossenbrode ist nun wirklich nicht der Nabel der Welt. Könnte mir an der Ostseeküste nettere Urlaubsdomizile vorstellen.
Der “Kleiderbügel”, wie die Fehmarnsund-Brücke scherzhaft genannt wird, wurde übrigens bereits mitte der 60er gebaut - wenn mir diese kleine Korrektur gestattet ist.
In Rödbyhavn ist wirklich der Hund begraben, aber wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel, nämlich mal mit der Fähre über den Fehmarn Belt fahren, auch wenn’s nicht lange dauert.
am 8. Oktober 2006 um 19:12 Uhr.
Stimmt Hans-Georg (übrigens mein Namensvetter) dass die Fehmarnsund-Brücke 1963 gebaut wurde. Die Fahrt über den Belt war auch sehr schön. 45 Minten lang und mit schönem Ausblick.
am 9. Oktober 2006 um 08:07 Uhr.
Schön das Du wieder da bist und das Problem mit Hund und Strand ist mir bestens bekannt, speziell an der deutschen Nord-und Ostseeküste!
am 9. Oktober 2006 um 10:26 Uhr.
Schlimm genug das man Eintritt zahlen muss (Kurtaxe) um an den Strand zu kommen. Das gibt es auch nur in Deutschland. Warum man in der Saisonlosen Zeit nicht erlaubt die Hunde an den Strand zu lassen bleibt mir ein Rätsel.
am 8. Februar 2007 um 15:39 Uhr.
Pomosin, Grossenbrode war ist ein Fabrik wo pektin und carageenan herrgestellt wird. Pektin wird benutzt bei Marmelade und carageenan in die Bereitung allerhand saucen.
Nur Abfallprodukte werden als Tiernahrung eingesetzt.
Gruss aus Holland!
am 8. Februar 2007 um 15:47 Uhr.
@Jan Pieter
danke für den Tipp! Ich glaube es kommt auch in Margarine vor.
am 21. Mai 2007 um 23:07 Uhr.
Schön, dass es solcherart kritische Beiträge im Internet gibt!
Aber über die touristische Attraktivität von Rödbyhavn die Nase zu rümpfen… Nun ja, man sollte wissen, dass hier nur ein Fährhafen angelegt wurde und kein Urlaubsort geschaffen werden sollte. Und bei der 45 min. Überfahrt handelt es sich um eine Fähre und und nicht um eine Mini-Cruise (wie z.B. Stockholm-Helsinki oder vielleicht auch noch Travemünde-Trelleborg). Also bitte bei aller Kritik auch die Maßstäbe im Auge behalten!
Gruß
swedenman
am 21. Mai 2007 um 23:16 Uhr.
Ja man sollte wissen…taten wir aber nicht
Die Maßstäbe haben wir aber jetzt im Blick
das ändert aber nichts daran das Rödbyhavn mehr für seine Besucher tun könnte.
am 15. Juli 2007 um 13:47 Uhr.
Bin gestern aus Großenbrode zurückgekommen. Wir haben uns auch über die Kurtaxe geärgert, allerdings gibt es die auch in anderen Ländern, wie z.B. Italien oder Kroatien. Dort merkt man es nur nicht so, weil in der Regel die Vermieter die Formalitäten erledigen und das ganze hinterher mit den Nebenkosten abgerechnet wird.
Die Italiener nehmens wie´s kommt.
Ach ja, der Hund. Hunde sind auch an italienischen Stränden verboten. Auch dort wird man sofort, wenn man mit Hund gesehen wird, darauf aufmerksam gemacht, ja nicht an den Strand zu gehen….natürlich von Deutschen!
am 15. Juli 2007 um 22:22 Uhr.
Bella Italia!
am 31. März 2008 um 14:25 Uhr.
Die Beschreibung erinnert mich an meine Bundeswehrzeit Anfang der 80ér Jahre in der Fehmarnsund-Kaserne. Es scheint sich ja nichts verändert zu haben. Ich kriege richtig Sehnsucht nochmals hin zu Fahren.
Gibt es eigentlich noch den Westers - Salon?
Grüße
Michael Boersma
am 1. April 2008 um 14:42 Uhr.
Meinten Sie Western-Salon? Wir haben keinen gesehen.
am 9. April 2008 um 11:57 Uhr.
It seems a vey nice web site but my German is not so good. Thanks.
am 4. September 2008 um 22:51 Uhr.
Hallo,den Western Salon gibt´s leider nicht mehr,war zuletzt eine Pommes-Bude.Fahren Samstag wieder mal hin wenn das Wetter gut ist.War schon toll damals im Western Salon,besonders die Wirtin hat Stimmung gemacht.Schon als Kind habe ich in Großenbrode Urlaub machen müssen.Das ist jetzt 49 Jahre her.Mir sowie auch meinen Kindern hat es dort immer gefallen.Jetzt haben wir einen Hund ,mal sehn wie wir dort zurecht kommen.Kurtaxe zahlt man woanders aber wesentlich mehr,Preise sind immer human geblieben.
Ist natürlich kein Ballermann.aber brauch man den immer?
Viele Grüße aus Lüneburg.Thomas
am 23. Dezember 2008 um 01:47 Uhr.
Gibt es in Rödbyhavn wenigstens einen Supermarkt oder sonstige “Attraktion”??