Ein Touristen Magnet wird 100
Genau vor 100 Jahren, am 23. September 1906, wurden die Hackeschen Höfe der Berliner Öffentlichkeit offeriert. Und genau an diesem Stichtag im Jahr 2006 werden die Mieter und Freunde der Höfe das 100. Jubiläum mit einer Feier begehen. Für die Berliner und die Besucher der Hackeschen Höfe, jährlich kommen etwa 1,6 Millionen Menschen in die größte Gewerbe- und Wohnhofanlage dieser Art in Deutschland, wird es am kommenden Wochenende, 23.und 24 September jeweils ab 12:00 Uhr ein großes Programm geben. Neben dem Varieté Chamäleon das Showeinlagen aus dem aktuellen Programm präsentiert, führt die Heinrich-Böll-Stiftung eine Podiumsdiskussion zum Thema „Stadtentwicklung“ durch und öffnet seine Räume für interessierte Besucher. Im Brunnenhof finden an beiden Tagen Modedefilées der ansässigen Designer und Modeanbieter statt. Highlights soll es geben, so etwa den mit 12.000 Ballons getragenen Baldachin über dem Endellschen Hof der sich damit in einen feierlichen Saal verwandeln soll sowie kulinarische Spezialitäten und eine historische Ausstellung zur Entwicklung des Ortes.
Die Bebauung des Areals Hackescher Markt weist eine mehr als 250 jährige Geschichte auf. Die Höfe tragen den Namen des Stadtkommandanten Hans Christoph Graf von Hacke, der 1750 von Friedrich dem Großen beauftragt wurde das Gebiet zu bebauen, da in den Grenzen der Festungsanlage des Berliner Stadtgebietes kein Platz mehr vorhanden war. Im Jahre 1859 erwarb dann der Glasfabrikant Hans Quilitz Grundstücke an der Rosenthaler Straße und baute dort ein Haus- und Hofgefüge das 1905 durch den Neubau der Höfe abgelöst wurde. Im Jahr 1924 erwarb Jakob Michael die Hackeschen Höfe. Der verließ Deutschland 1932, unter dem Eindruck antisemitischer Repressalien und unmittelbar vor Hitlers Machtergreifung. Die Gebäude wurden danach unter Zwangsverwaltung gestellt und 1940 versteigert. Den Zuschlag erhielt die Emil-Köster AG. Die Aktien des Unternehmens hielt der US-Amerikaner Phelan Beale, der im Auftrag von Jakob Michael handelte. Den Krieg überstanden die Höfe, bis auf einen Bombentreffer, nahezu unbeschadet.
1952 wurden die Hackeschen Höfe zu Volkseigentum erklärt und die gesamte Bausubstanz wurde in den Folgejahren stark vernachlässigt. Nach der Wende nutzten die Leerstände viele Kulturinitiativen und 1993 fiel der Gebäude Komplex wieder an die Erben von Jakob Michael um im Folgejahr wieder veräußert zu werden. 1995 begann dann die behutsame Sanierung unter Auflagen des Denkmalschutzes. Zwei Jahre später standen 17.576 Quadratmeter Gewerbe- sowie 9500 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Heute gibt es in den Höfen viele Inhabergeführte Mode- und Designerläden die auch zumeist in den Höfen produzieren. Am Konzept wurde also festgehalten, dem strukturierten Nebeneinander von Gewerbe- und Wohnmietflächen.
am 21. September 2006 um 02:15 Uhr.
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[...] Genau vor 100 Jahren, am 23. [...]…
am 22. September 2006 um 15:56 Uhr.
leider … wirklich leider, ist und bleibt´s ne Touri-Falle … wenns ach trotzdem sehr nett da ist ….
am 22. September 2006 um 23:30 Uhr.
6000 Menschen strömen da täglich durch. Wohnen möchte ich da nicht. Ständig diese brummelnde Geräuschkulisse tagsüber. Nachts sperren sie ja die Höfe ab. Es steht in jedem, wirklich jedem Reiseführer das man da unbedingt hin muss.
am 23. September 2006 um 17:44 Uhr.
aso steht?
ich sollte mir wohl mal einen reisführer von berlin kaufen; hab ich irgendwie nie getan … gute idee zum nachholen