Die Ostsee ruft

29.09.2006 | 2 Kommentare | Gepostet in Gesundheit, News, Unterwegs

Willkommen in GroÃ�enbrodeNach Großenbrode bringt uns der Regionalexpress. Eine Woche Strand und Meer mit lieben Freunden und mit meinem Hund. Diesmal gehe ich geschickter vor bei der Mitnahme des Hundes. Eine Tasche ist besorgt! Wir haben ein schönes Haus zur Verfügung das nur 10 Minuten vom Sandstrand entfernt liegt. Lange Spaziergänge an frischer Luft und endlich mal wieder ins Weite schauen. Dafür muss man hier in Berlin ja auf einen Turm oder auf den Teufelsberg. Die Wetter Vorhersage für nächste Woche liegt bei 16 Grad Höchstemperatur und Bewölkung. Also kein Bad in der Ostsee drin. Internetanschluss gibt es dort nicht. Also erstmal für eine Woche Funkstille hier im Blog.

Foto: Malte Tychsen

Operndrama

27.09.2006 | 3 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Politik

In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung von heute, antwortet der Regisseur Hans Neuenfels des ab wohl wieder angesetzten Stückes “Idomeneo” auf die Frage: Was werfen Sie Frau Harms vor ?

Ich glaube, sie hat die Dimension ihrer Entscheidung verkannt. Die Deutsche Oper Berlin ist eines der größten Häuser in Deutschland. Wir sind hier nicht in Pimmelsdorf.

Bärenzwinger

Braunbaer im ZwingerIch hasse es, wenn Tiere eingesperrt werden. Zoos sind für mich, neben Zirkusse und Kinder-Pony-Reiten auf Jahrmärkten, daß Schlimmste was man Tieren antun kann. Wie ich heute sehen musste gibt es im Köllnischen Park am Märkischen Museum in Berlin-Mitte seit 1939 einen Bärenzwinger in dem momentan 3 Braunbären leben. Der Park ist frei zugänglich. Eingesperrt auf wenige Quadratmeter hocken sie da und gehen ab und an immer im Kreis. Ein bisschen Grün und einen Autoreifen als Spielzeug sowie ein kleines Schwimmbecken gibt man ihnen. Viel zu wenig Platz für solche Tiere. Ein trauriger Anblick.

Der viel zu kleine ZwingerDas sie auf diesem kleinen Raum auch noch ihre Notdurft verrichten müssen ist schon erbärmlich. Wahrscheinlich sind sie schon tausendfach auf Fotos gebannt, sind ja so putzig diese Bärchen. Ausgestellt zum Begaffen, als lebendes Symbol der Stadt Berlin. Ich finde, dieser Zwinger ist ein Relikt des vergangenen Jahrhunderts und gehört schnellstens abgeschafft! Da die Bären in freier Wildbahn wohl kaum noch überleben würden sollte man sie in ein großes Gehege geben wo sie den Rest ihres Lebens wenigstens noch etwas Freiheit genießen können.

Hässlich wie die Nacht

25.09.2006 | 6 Kommentare | Gepostet in Berlin, Da hingehen wo es weh tut, News

Alexa Fassade AlexanderstraÃ�eIch wusste, daß es hässlich wird. Aber das es so schlimm werden würde, hätte ich nicht gedacht. Schon beim ersten Anblick eines Modells des Einkaufs- und Freizeitcenter Alexa auf dem als «Banane» bezeichneten Areal an der Alexanderstraße in Mitte war mir klar, das passt farblich wie förmlich nicht. Auf einer Informationstafel war zu lesen das Architektonisch «die Form- und Farbenwelt des Art Déco neu zur Sprache kommen soll». Ich empfand dies als Drohung und ahnte schwere Bausünden.

Alexa FassadeArt Déco ist ja ein sehr spannender und formenreicher Stil, wenn er denn original aus der vergangenen Zeit stammt! Beim Art Déco ging es um eine gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit der Materialien, Stärke der Farben und Sinnlichkeit der Thematik. Leider sieht nachgemacht auch immer nachgemacht aus und vor allem an so einem monströsen Bau wie dem Alexa. Nun sind sie aktuell dabei die Außenfassade anzubringen und der Unterschied zum Berolina Haus auf der anderen Straßenseite könnte krasser nicht sein. Da wechselt es zu den Augen gerade noch schmeichelnden hellen Kalksteinplatten vom Berolina Haus hinüber ins sich auf der Netzhaut einbrennende Pink des Alexa. Keine Kostbarkeit, keine Eleganz und schon gar keine Sinnlichkeit erblickt man dort! Die Formensprache Peter Behrens völlig ignorierend, dem Architekten von Berolina- und Alexander Haus, klatscht man Fertigteile, gegossen wohl wie ehemalige DDR-Plattenbauteile, an die Fassade. Das sieht nicht nach Art Déco aus, sondern nach Friedrichstadtpalast. Der einst, wenn dieses Sammelsurium an Retro Art Déco fertig gestellt sein wird, werden wir uns dafür schämen. Ganz bestimmt!

SPRENGEN!

Grönemeyer auf Rabatt Tour

RabattLieber Herr Jörissen, das ist die Sensation: PAYBACK und Herbert Grönemeyer vereinbaren eine exklusive Kooperation! Erleben Sie den charismatischen Sänger live – am Besten gleich mit der ganzen Familie! Denn um den Konzertbesuch für alle seine Fans er- schwinglich zu machen, arbeiten PAYBACK und Herbert Grönemeyer zusammen: Pro Ticket erhalten Sie 500 Punkte, das sind umgerechnet ganze 5,- Euro!”

Kölner traurig

23.09.2006 | Keine Kommentare | Gepostet in Berlin, News

Popkomm Gram

Das die Popkomm nun in der Hauptstadt ist, schmerzt die Kölner wohl immer noch.

In der Zukunft

22.09.2006 | 2 Kommentare | Gepostet in News

Alterspyramide

Eigentlich sieht die Alterspyramide aus wie eine Urne.

Ein Touristen Magnet wird 100

20.09.2006 | 4 Kommentare | Gepostet in Berlin, Events, News, Unterwegs

Logo Hackesche HöfeGenau vor 100 Jahren, am 23. September 1906, wurden die Hackeschen Höfe der Berliner Öffentlichkeit offeriert. Und genau an diesem Stichtag im Jahr 2006 werden die Mieter und Freunde der Höfe das 100. Jubiläum mit einer Feier begehen. Für die Berliner und die Besucher der Hackeschen Höfe, jährlich kommen etwa 1,6 Millionen Menschen in die größte Gewerbe- und Wohnhofanlage dieser Art in Deutschland, wird es am kommenden Wochenende, 23.und 24 September jeweils ab 12:00 Uhr ein großes Programm geben. Neben dem Varieté Chamäleon das Showeinlagen aus dem aktuellen Programm präsentiert, führt die Heinrich-Böll-Stiftung eine Podiumsdiskussion zum Thema „Stadtentwicklung“ durch und öffnet seine Räume für interessierte Besucher. Im Brunnenhof finden an beiden Tagen Modedefilées der ansässigen Designer und Modeanbieter statt. Highlights soll es geben, so etwa den mit 12.000 Ballons getragenen Baldachin über dem Endellschen Hof der sich damit in einen feierlichen Saal verwandeln soll sowie kulinarische Spezialitäten und eine historische Ausstellung zur Entwicklung des Ortes.

Erster HofDie Bebauung des Areals Hackescher Markt weist eine mehr als 250 jährige Geschichte auf. Die Höfe tragen den Namen des Stadtkommandanten Hans Christoph Graf von Hacke, der 1750 von Friedrich dem Großen beauftragt wurde das Gebiet zu bebauen, da in den Grenzen der Festungsanlage des Berliner Stadtgebietes kein Platz mehr vorhanden war. Im Jahre 1859 erwarb dann der Glasfabrikant Hans Quilitz Grundstücke an der Rosenthaler Straße und baute dort ein Haus- und Hofgefüge das 1905 durch den Neubau der Höfe abgelöst wurde. Im Jahr 1924 erwarb Jakob Michael die Hackeschen Höfe. Der verließ Deutschland 1932, unter dem Eindruck antisemitischer Repressalien und unmittelbar vor Hitlers Machtergreifung. Die Gebäude wurden danach unter Zwangsverwaltung gestellt und 1940 versteigert. Den Zuschlag erhielt die Emil-Köster AG. Die Aktien des Unternehmens hielt der US-Amerikaner Phelan Beale, der im Auftrag von Jakob Michael handelte. Den Krieg überstanden die Höfe, bis auf einen Bombentreffer, nahezu unbeschadet.

Luftbild Hackesche Hoefe1952 wurden die Hackeschen Höfe zu Volkseigentum erklärt und die gesamte Bausubstanz wurde in den Folgejahren stark vernachlässigt. Nach der Wende nutzten die Leerstände viele Kulturinitiativen und 1993 fiel der Gebäude Komplex wieder an die Erben von Jakob Michael um im Folgejahr wieder veräußert zu werden. 1995 begann dann die behutsame Sanierung unter Auflagen des Denkmalschutzes. Zwei Jahre später standen 17.576 Quadratmeter Gewerbe- sowie 9500 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Heute gibt es in den Höfen viele Inhabergeführte Mode- und Designerläden die auch zumeist in den Höfen produzieren. Am Konzept wurde also festgehalten, dem strukturierten Nebeneinander von Gewerbe- und Wohnmietflächen.

SPD Wahl Party im E-Werk

20.09.2006 | 3 Kommentare | Gepostet in Berlin, Events, News, Politik, Unterwegs

Auf der WahlpartyGrandiose Stimmung auf der SPD Wahl Party im E-Werk. Beim Eintreffen des SPD Spitzenkandidaten Klaus Wowereit brandet Applaus auf. Die gut 1500 Gäste feiern die SPD und Wowereit als Gewinner der Wahl. Er bedankt sich bei den vielen Wahlhelfern, geht noch einmal auf die letzte Äußerung von Friedbert Pflüger ein, der sich gestern dazu hinreißen ließ, den Satz zu sagen: „Berlin braucht wieder eine First Lady“. Wowereits Antwort: Er freue sich seinen Partner Jörn Kubicki weiterhin an seiner Seite zu haben.

Im SaalKlaus Wowereit ist in der Lage sich seinen Koalitionspartner aus zu suchen. Die Linke im Osten stark abgeschlagen, die Grünen mit kräftigen Zugewinnen. „Eines kann man schon sagen, erklärte Wowereit: Ohne die SPD kommt keine Regierung zustande – und das ist auch gut so.”

Wahl Ergebnis in meinem Kiez

18.09.2006 | 8 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Politik

In meiner Straße/Wahlkreis 7 waren 725 Personen Wahlberechtigt. 326 gingen zur Wahl wovon 3 ungültige Stimmen abgaben.
Die Wählerstimmen gingen bei der BVV Wahl an:

  • SPD – 100
  • CDU – 33
  • Die Linke – 62
  • Grüne – 73
  • FDP – 14
  • Graue – 7
  • REP – 4
  • WASG – 12
  • Eltern – 6
  • Tierschutzpartei – 3
  • Kulturpartei – 2
  • ÜPD – 3
    • Irgendwo sitzen hier in meiner näheren Umgebung vier Leute die die Republikaner gewählt haben. Vier Stimmen zu viel!

Big Boy

17.09.2006 | Keine Kommentare | Gepostet in Berlin, Der Augenblick, Museum, News, Unterwegs

Big Boy

Im Natur-Park Schöneberger Südgelände.

Xen.on

15.09.2006 | Keine Kommentare | Gepostet in Berlin, News

XEN.ONDer RBB will sein Programm verjüngen! Heute Abend sendet Xen.on zum ersten Mal im Programm des RBB um 00:55 Uhr. Freitag Nachts sitzen ja auch unglaublich viel junge Leute vor dem Fernseher. Xen.on sendete bisher auf OKB. Zum Sendestart findet am ab 21.00 Uhr eine große Auftaktveranstaltung in der Bar in der Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin (gegenüber dem Kino International), statt. Eintritt frei!

Pomp auf dem Friedhof

14.09.2006 | 2 Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Unterwegs

MadonnaSüdwestlich von Berlin, am Rande von Stahnsdorf liegt einer der größten Waldfriedhöfe Deutschlands, der Südwestkirchhof Stahnsdorf. Er dokumentiert Bestattungskultur aus zwei Jahrhunderten. Hier befinden sich Begräbnisplätze berühmter Berliner: Heinrich Zille, F.W.Murnau, Werner von Siemens, Walter Gropius, der Hellseher Hanussen, die Familiengräber der Langenscheidts und der Ullsteins.

1902 wurde die 206 ha Friedhofsfläche angelegt, weil auf den Friedhöfen im Berliner Stadtzentrum der Platz zur Neige ging. 1913 wurde eine S-Bahn Station gebaut, die aber durch den Mauerbau 1961 unterbrochen wurde. 1976 wurde der Bahnhof leider abgerissen. Somit muss man heute bis Teltow-Stadt mit der S25 fahren und dort in den Bus X1, 601 oder 602 steigen um zum 6 km entfernten Friedhof zu gelangen.

Die riesige Anlage, auf der mehr als 135.000 Menschen begraben liegen hat etwas Verwunschenes und Romantisches. Viele Gräber sind überwuchert und man muss schon ins Unterholz, um an Information zu gelangen. Vom Hauptweg führen unzählige Wege ab und in der Mitte der Anlage steht eine große Kapelle, ganz aus Holz. Es lässt sich auf dem Gelände sehr schön spazieren gehen! Am oberen Ende stehen viele pompöse Grabanlagen die leicht zugänglich sind. 1938/39 mußten im Zusammenhang mit den Planungen Albert Speers zur Umwandlung Berlins in “Germania” etwa 15.000 Umbettungen von Gräbern vom St. Matthäus und XII Apostel im Berliner Bezirk Schöneberg nach Stahnsdorf vorgenommen werden. Darunter die Grabstellen vieler Persönlichkeiten.

Bis Mitte September ist der Friedhof bis 20 Uhr geöffnet, danach bis 17 Uhr. An jedem ersten Samstag im Monat finden Führungen statt. Am Haupteingang kann man gegen die kleine Gebühr von 1,- Euro einen Plan erstehen, auf dem alle Grabstellen von Persönlichkeiten verzeichnet sind. Vor dem großen Hauptor liegt eine Gaststätte in der man nach dem Spaziergang verweilen kann.

Grabstelle Grabplatte Grabreihe Grabstelle Familie Langenscheidt
Kapelle Grabplatte Zwei Figuren Grabstelle F.W.Murnau

Heinrich Zille Grabstelle

Head On

99 WölfeAngeregt durch einen Artikel im Hauptstadtblog von Paula besuchte ich heute die Austellung der Galerie Deutsche Guggenheim. Der Chinesische Künstler Cai Guo-Qiang stellt dort drei seiner Arbeiten aus. Herausragend für mich dort die Arbeit Head On. 99 Wölfe durchjagen die Eingangshalle um an einer Glasfront jäh zum Absturz gebracht zu werden. Eine Installation die mich sehr tief berührte! Ist sie doch in meinem Verständnis eine Metapher für Anstrengung, sich aufzumachen mit einer Idee, um doch am Ende damit zu scheitern! Manchmal gibt es Momente wo es Kunst schafft, mich im Innersten zu berühren.

Am Set

12.09.2006 | Keine Kommentare | Gepostet in Berlin, News, Unterwegs

Das Team bei der ArbeitBerlin ist immer öfter Schauplatz für Filmaufnahmen, ob nun in Serien oder Spielfilmen. Ich habe mir heute mal die Zeit genommen bei Dreharbeiten in Mitte zu zuschauen. Die Produktion “Fünf Sterne” eine Vorabendserie des ZDF. Thema: Aschenputtel-Geschichte. Junge Frau vom Land zieht in die Großstadt, begegnet sogleich den Mann ihres Lebens und ergattert gegen einige Widerstände eine Stelle im Grand Hotel, ahnt aber nicht, dass der besagte Mann der Juniorchef ist. Der liebt sie natürlich genauso spontan zurück, hat aber andererseits eine Freundin, deren reicher Vater die Rettung für das Hotel bedeuten könnte. So weit so langweilig.

Kamera TeamWie aber so etwas produziert wird, war alles andere als langweilig. Wer da alles mitmischt, ein Gewusel an Filmschaffenden. Licht Ton Requisite Schminke Catering Fahrer Statisten Kabelträger Kamera etc. Ich habe lange zugeschaut und wunderte mich wie straff so etwas stattfindet und organisiert ist, wie oft mache Szenen wiederholt werden bis sie der Regisseurin zur Qualität gereichen.

Der Meister des TonsDer Tonmeister hat einen etwas kleinen Arbeitsplatz, das Equipment passt auf einen kleinen Wagen. Licht muss extra gelenkt werden. Spannend das Ganze irgendwie. Die gewählte Location lag gegenüber dem Justizministerium in der Mohrenstraße. Aus einem einfachen DDR Bau wurde dank Requisite der Eingang eines Fünf Sterne Hotels. Durch die Kamera gesehen täuschend echt. Macht echt Arbeit die Gebührengelder zu verbraten.

      • Kulturtipp