Nein, Amsterdam darauf zu reduzieren wäre böse und schlichtweg falsch. Schon oft weilte ich in dieser schönen Stadt, diesmal für 3 Tage mit Felix. Herrliche Spaziergänge an Grachten entlang, die gesäumt sind mit ehrwürdigen Stadthäusern und Palästen. Rembrandts Nachtwache und der Botanische Garten erfreuten unsere Augen auf das vortrefflichste.
Doch mehr als sonst zuvor, vielen mir zwei Dinge auf. In der Altstadt Amsterdams riecht es jetzt fast überall nach Marihuana, nicht das ich das Zeug verteufle, aber es hat den Reiz verloren den ich damals, in jungen Jahren, verspürte als es noch wenige Coffeeshops gab, versteckt und mit dem Hauch des Verbotenen. Heutzutage gibt es wirklich an jeder Ecke einen Coffeeshop und die Leute sitzen mit ihren Joints vor der Tür. Wie alltäglich…wie langweilig.
Zum Anderen war ich doch etwas schockiert, wie leicht die Amsterdamer mit Pornographie umgehen. Auf den Krammärkten der Stadt gibt es wie auch auf unseren Märkten jede Menge DVD Stände, dort allerdings mit Hardcore DVD. Nicht das ich prüde wäre aber an den Ständen waren auch Kinder und Jugendliche zu sehen, die fleißig in den aufgereihten DVD-Schuber nach Pornos blätterten. Für jemanden, der aus einem Land kommt in dem der deutsche Jugendschutzwart bekanntlich schon verboten hat, das von der Evolution vorgesehene männliche Teil zur Fortpflanzung live abzubilden, wenn der Winkel größer als 90 Grad ist, war das dort gesehene schon sehr, sehr freizügig. Andere Länder – Andere Gesetze.
Air Berlin brachte uns übrigens in die Stadt. Flüssiges durften wir ins Flugzeug mitnehmen, soviel wie wir wollten. Ich erntete eher verständnislose Blicke bei der Frage, ob es noch möglich sei eine Flasche Wasser mit an Bord zu nehmen. Deo und Zahnpasta seien auch im Handgepäck, schob ich noch nach. Alles kein Problem. Pässe wurden nur beim Einchecken kontrolliert, danach nicht mehr. Man fühlt sich innerhalb Europas wohl sehr sicher!